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Treblinka


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Treblinka war das zuletzt errichtete und größte Vernichtungslager der Aktion Reinhardt im Generalgouvernement ( Polen ).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Den Baubefehl zur Errichtung des Vernichtungslager erteilte der "Reichsführer-SS" und Chef der Deutschen Heinrich Himmler dem "SS- und Polizeiführer" im Distrikt SS-Oberführer Arpad Wigand mündlich in einer Besprechung Warschau am 17. April 1942 . Ende April/Anfang Mai 1942 wurde der in einem dünnbesiedelten Gebiet in der Nähe Bahnhofs Treblinka an der Eisenbahnlinie Malkinia-Siedlce festgelegt. im Mai begannen die Arbeiten unter Leitung SS-Hauptsturmführers Richard Thomalla der schon als gelernter den Aufbau von Belzec und Sobibor geleitet hatte und jetzt von Odilo Globocnik dem Leiter der Aktion Reinhardt nach Treblinka abgestellt wurde. Die zunächst Gaskammern wurden von Spezialisten der Aktion T4 nach dem Muster des Vernichtungslagers Sobibor eingerichtet. Als Bauhilfskräfte dienten vor allem deutsche und tschechische Juden die im April in das Warschauer Ghetto deportiert worden waren. Keiner von ihnen Treblinka.

Die Aufbauarbeiten wurden unter ungeheurem Zeitdruck Der ursprünglich bestimmte Termin zur Fertigstellung wurde eingehalten so dass das Vernichtungslager erst zum Juli 1942 "einsatzbereit" war wie es in Brief des ersten Lagerleiters hieß.

Am 19. Juli 1942 erteilte Himmler in Lublin SSPF Globocnik dessen Vorgesetzten HSSPF Friedrich-Wilhelm Krüger den grundsätzlichen dass die "Umsiedlung der gesamten jüdischen Bevölkerung Generalgouvernements bis 31. Dezember 1942 durchgeführt und zu sein habe mit der Ausnahme der in den Sammellagern Warschau Krakau Tschenstochau Radom Lublin. Am 22. Juli 1942 begann die "Große Aussiedlung" aus dem Ghetto und den östlichen Teilen des Distrikts in das Vernichtungslager Treblinka. Der Lagerleiter schrieb Frau eine Woche später es habe ein eingesetzt "das geradezu atemberaubend ist. Wenn ich Teile hätte und der Tag 100 Stunden würde das wahrscheinlich auch noch nicht ganz Vom 5. August 1942 an wurden zusätzlich die Juden aus Distrikt Radom nach Treblinka zur Ermordung deportiert.

Als Folge des ununterbrochenen Eintreffens riesiger voller Juden im Vernichtungslager brach am 28. August 1942 das gesamte Mordsystem Treblinkas zusammen. Weder ungeheure Anzahl von Vergasungen noch das Verscharren Toten in den Massengräbern konnten vom Lagerpersonal bewältigt werden. Abertausende von Leichen lagen seit in der außergewöhnlichen Sommerhitze auf dem gesamten und entlang der Eisenbahnstrecke nach Treblinka. Sofort Globocnik und Kriminalinspektor Christian Wirth der frisch ernannte "Inspekteur der SS-Sonderkommandos" Aktion Reinhardt um Treblinka zu reorganisieren. Der Lagerleiter Irmfried Eberl wurde umgehend seiner Funktion enthoben und den bisherigen Lagerleiter von Sobibor Franz Stangl ersetzt; gleichzeitig wurde der Bau von und größeren Gaskammern angeordnet; die Judentransporte sollten koordiniert werden; die Anzahl der sogenannten "Arbeitsjuden" auf über tausend erhöht. Nach gut einer funktionierte das Mordsystem besser als je zuvor.

Lagerpersonal

Alle vier Lagerleiter Treblinkas hatten von an leitende Funktionen innerhalb der "Euthanasie" im der Aktion T4 ausgeübt. Erster Lagerleiter war von Mai September 1942 der Arzt Irmfried Eberl der von Kriminalsekretär Franz Stangl (September 1942 - August 1943) abgelöst Kriminalsekretär Ernst Schemmel vertrat Stangl während seines Ende September/Anfang Oktober 1942 für einige Wochen. Lagerleiter wurde Stangls rechte Hand in Treblinka der Waffen-SS Kurt Franz.

Aufstand

Nach einem Aufstand im Lager im 1943 in dessen Verlauf einige Häftlinge entkamen die Insassen ins Lager Sobibór verbracht; das Treblinka II wurde abgerissen.

Opferzahl

Im Jahr 2000 wurde eine Gesamtstatistik "Einsatzes Reinhardt" für 1942 aufgefunden aufgestellt von Hermann Höfle Globocniks Leiter der gleichnamigen "Hauptabteilung" seinem Stab als SS- und Polizeiführer. Demnach in Treblinka bis Ende des Jahres 1942 713.555 Juden ermordet. Das entspräche 56 % in diesem Jahr in den angeführten vier ermordeten Juden. Die geschätzte Gesamtzahl der Opfer dürfte 900.000 übertroffen haben.

Im Vergleich zu der Gesamtzahl jüdischer im KZ Auschwitz- Birkenau von etwa 960.000 Juden zeigt sich Treblinka als ausschließliches Vernichtungslager was die Zahl Vergasungen anbelangt die Zahl der Vergasungen im Auschwitz wahrscheinlich übertroffen hat.

Arbeitslager Treblinka I

Wenige Kilometer vom Vernichtungslager Treblinka II befand sich von Dezember 1941 bis Juli in einer Kiesgrube das Zwangsarbeitslager Treblinka I. diente der Einweisung von Personen die "gegen von einer deutschen Behörde des Generalgouvernements erlassenes oder Gebot" verstoßen haben sollten. Als Haftdauer 2-6 Monate vorgesehen jedoch überlebten mehr als aller Gefangenen nicht die mörderischen Haftbedingungen. Das unterstand dem SS- und Polizeiführer im Distrikt Zur Einweisung waren auch der Stadthauptmann in und die Kreishauptleute des Distrikts Warschau berechtigt. durchschnittliche Belegung des Lagers betrug zeitweilig bis 1.800 Männer. Insgesamt wurden etwa 10.000 Personen vor allem Polen zum kleineren Teil auch aus dem Distrikt Warschau. Treblinka I forderte 7.000 Opfer. Zwischen Treblinka I und II eine enge Wechselbeziehung: "Überschüsse" an arbeitsfähigen Juden Vernichtungslagers kamen zum Arbeitseinsatz nach Treblinka I Häftlinge wurden in Gruppen vom Zwangsarbeitslager ins zur Ermordung überstellt. Am 23. Juli 1944 wurden in Treblinka I noch die etwa 500 jüdischen Sklavenarbeiter ermordet.

Gedenkstätten

Auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers seit 1964 ein eindrucksvolles Mahnmal. An der der früheren Gaskammern befindet sich ein mächtiger aus Granitquadern umgeben von etwa 17.000 Granitsteinen Inschriften der Länder und Orte aus denen in Treblinka ermordet wurden. Der Weg zum Treblinka I ist durch Sandsteinblöcke bezeichnet. Dort sich ebenfalls eine Gedenkstätte.

Literatur

  • Yitzhak Arad: Belzec Sobibor Treblinka. The Operation Reinhard Death Bloomington and Indianapolis 1987 ISBN 0253342937
  • Adalbert Rückerl (Hg.): NS-Vernichtungslager im Spiegel deutscher Strafprozesse. Belzec Sobibor Chelmno München 1977 ISBN 342302904 x
  • Richard Glazar : Die Falle mit dem grünen Zaun. Überleben Treblinka Frankfurt am Main 1992 ISBN 3596107644

Internetlinks

Deathcamps: Treblinka

Siehe auch: Liste der Konzentrationslager im Dritten Reich



Bücher zum Thema Treblinka

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