Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Trzebnica ( sprich: T-schebnitza deutsch: Trebnitz ) ist eine Kreisstadt in der polnischen Niederschlesien mit 12.000 Einwohnern ( 1994 ). Bis 1945 war Trebnitz eine Kreisstadt im Regierungsbezirk Breslau der preußischen Provinz Niederschlesien und zählte 1939 8.500 Einwohner.
Das Stadtwappen von Trebnitz zeigt zwei gekreuzte Schlüssel in Blau mit den Bärten oben gekehrt zwischen ihnen der weisse und Kopf des Apostels Petrus mit Gloriole.
Zahlreiche vorgeschichtliche Funde von Urnen im Dorf Massel (poln. Maslów) bezeugen daß das um Trebnitz schon sehr früh besiedelt war. frühen Mittelalter hatte der Ort mehrere Besitzer u.a. Breslauer Vinzenzstift und den schlesischen Magnaten Peter bis Herzog Wladyslaw II. gen. der Vertriebene den ganzen Ort sich brachte. Die Geschichte der Stadt Trebnitz unzertrennlich verbunden mit dem dortigen Zisterzienserinnenkloster das 1202 vom Herzog Heinrich I. von Schlesien auf Bitten seiner Gemahlin Hl. Hedwig von Andechs (besser bekannt als Hl. Hedwig von gestiftet wurde.
um 1200 : die Pfarrkirche zum Heiligen Petrus wird
1202 : Heinrich I. der Bärtige Herzog von stiftet in Trebnitz auf Bitten seiner Gemahlin späteren Heiligen Hedwig von Schlesien das erste in Schlesien. Das Kloster wird mit Zisterzienserinnen aus Bamberg besetzt. Erste Äbtissin wird Petrissa die einstige Lehrerin der Hedwig in Kitzingen am Main.
1203 : der Bischof von Bamberg (Hedwigs Bruder Eckbert ) mit seinem Onkel Poppo besucht das schlesische Herzogpaar. Aus diesem wird am 23. Juni 1203 die Stiftungsurkunde des Trebnitzer Klosters Seit 1203 bis zum Tode ihres Mannes Herzogin Hedwig die in Liegnitz residiert jedes Jahr Wallfahrten zu Fuß Trebnitz. In jedem Ort wo sie übernachtet laut Legende eine Hedwigsquelle mit heilbringenden Eigenschaften.
1205 : Abt Günter aus Leubus wird zum Beichtvater des Klosters Trebnitz ernannt.
1214 : die Krypta der Klosterkirche wird eingeweiht
1218 : Hedwigs und Heinrichs Tochter Gertrude wird als erste der 15 Piastenprinzessinnen die bis 1515 dieses Amt ausüben werden.
1267 : Hedwig wird am 26. März heiliggesprochen. Ihre Gebeine werden in die Kapelle in der Süd apsis der Kirche überführt wo sie sich heute befinden. Das Kloster besitzt in diesem schon 32 Dörfer.
1323 : die Stadt wird der Gerichtsbarkeit der von Oels unterstellt. 150 Jahre lang soll das danach streben die herzoglichen Rechte über Trebnitz erwerben.
1413 : ein grosser Brand verheert das Kloster die Stadt. Beide werden aus Privatmitteln der Anna Prinzessin von Kujawien wiederaufgebaut.
1430 : die Hussiten überfallen das Kloster und die Stadt Tage der Verkündigung Mariae und rauben alles
1453 : Kloster und Stadt werden aus Privatmitteln Äbtissin Agnes Prinzessin von Beuthen wiederaufgebaut.
1480 : Herzog Konrad von Oels überträgt dem sämtliche Rechte über Trebnitz. Die Stadt wird 1810 das Eigentum des Klosters verbleiben.
1500 bis 1595 : neue Brände verheeren das Kloster und Stadt.
1596 : die Pest wütet in der Stadt und im 1600 Menschen sterben.
1597 bis 1707 : Schwesternzwist zwischen deutschen und polnischen Nonnen Kloster Trebnitz um die Besetzung des Postens Äbtissin. In der Regel gewinnen die Polinnen nach dem Skandal um die Äbtissin Maria Luck die zum Protestantismus überging und mit Geliebten aus Trebnitz flüchtete.
1618 bis 1648 : Dreißigjähriger Krieg . Die Stadt und das Kloster werden von schwedischen Truppen geplündert die Nonnen müssen nach dem benachbarten Polen fliehen.
1679 . Umbau der Klosterkirche im Geiste des Barock beginnt. Das Grab der Heiligen Hedwig die heutige prunkvolle Gestalt.
1680 : das Doppelgrab Heinrich des Bärtigen und Hochmeisters des Deutschen Ordens Konrad von Feuchtwangen vor dem Hauptaltar wird mit neuem aus schwarzem Marmor bedeckt.
1697 : der Bau des heutigen Klosters im des Barock beginnt.
1702 : die letzte Piastenprinzessin Charlotte von Liegnitz in Breslau und wird in Trebnitz zu der Hl.Hedwig begraben
1703 : Marie Leczinski Tochter des polnischen Königs Stanislaus I. Leszczynski und spätere Königin von Frankreich (Gemahlin XV.) wird in Trebnitz geboren.
ab 1806 : die Stadt leidet sehr unter der Besatzung mit Plünderungen und Kontribution en.
1810 : Säkularisierung der Klöster in Preußen. Nach 600 hört das ehrwürdige Trebnitzer Kloster auf zu 1811 müssen die letzten Nonnen ihr Heim Die Stadt bisher Eigentum des Stifts wird
1817 : im Klostergebäude wird eine Textilfabrik eingerichtet. und Verfall des schönen barocken Gebäudes.
1870 : die Johanniter kaufen das südliche Klostergebäude und richten ein Lazarett ein das von den Borromäerinnen betrieben wird. Heute sind diese Schwestern jahrzehntelangen Bemühungen Eigentümmerinnen des ganzen Gebäudekomplexes.
1880 : die Stadt zählt 4.920 Einwohner davon Protestanten 1699 Katholiken und 88 Juden und 373 Häuser.
1886 : Trebnitz erhält Eisenbahnverbindung mit Breslau .
1888 : man entdeckt Klimavorteile von Trebnitz. Die erhält eine Moorbadanstalt "Hedwigquelle" und ein Sanatorium schönem Kurpark.
1898 : die Kleinbahn zwischen Breslau und Trebnitz ihren Betrieb auf (man nannte sie "Der Trebnitzer"). Trebnitz wird langsam zu einer Wohnstadt Breslauer.
1945 : Am 25. Januar besetzt die sowjetische Armee die Stadt Kämpfe. In den nächsten 5 Tagen zerstören Soldaten etwa 60% der Häuser der Stadt Plünderung und Brandschatzung. Das Kloster und die werden verschont.
1945 : Im April beginnt die polnische Besitzergreifung nach Übergabe der Stadtverwaltung an Vertreter Warschauer Behörden.
nach 1945 : langsamer Aufbau der Stadt. Noch 1951 gibt es um das Rathaus beinahe Häuser. 1947 wird die Petrikirche in ein Lagerhaus und erst 1994 wiederaufgebaut und kirchlichen Zwecken übergeben. Häuser in der Zeit der sog.Volksrepublik errichtet werden häßliche Kästen im "sozialistischen Stil". Abgesehen von Klosterkirche und dem Sanatorium mit seiner Umgebung Trebnitz heute eine der häßlicheren Städte in
Die Stadt hat zwar Milch- und ihr Charakter ist aber vorwiegend landwirtschaftlich. Gewisse bezieht Trebnitz aus dem Kurbetrieb und der Es ist anzunehmen dass viele Einwohner im Breslau beschäftigt sind.
Klosterkirche mit den Gräbern der Heiligen Hedwig Schlesien und Heinrich des Bärtigen (13. bis gotisch-barock
ehem. Stadtpfarrkirche zum Heiligen Apostel Petrus (Turm Jahrhundert der Rest neugotisch um 1860)
ein barockes Bürgerhaus (17. Jahrhundert) heute Stadtmuseum
sog. Einsiedelei im Buchenwald unweit des Sanatoriums Kirche von 1886 die an der Stelle einer gotischen aus 1396 errichtet wurde. Der sie umgebende romantische wurde leider um 1970 völlig eingeebnet. Die Einsiedelei ist von alten Legenden umwoben.