Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Tuzla (gesprochen: Tusla ) ist eine Industriestadt und eine Kommune im Nordosten von Bosnien-Herzegowina. Sie ist Kantonshauptstadt des gleichnamigen Kantons der Föderation Bosnien-Herzegowina . Die Stadt hat ca. 100.000 Einwohner die Kommune hat einschließlich der zugehörigen Vororte 165.000 Einwohner. Damit ist Tuzla die viertgrößte in Bosnien-Herzegowina. Die Fläche der Stadt beträgt km² die der Kommune 303 km².
Partnerstädte von Tuzla sind Osijek in Kroatien Bologna in Italien Pécs in Ungarn sowie L'Hospitalet in Spanien.
Die Geschichte Tuzlas reicht bis in Jungsteinzeit zurück wie archäologische Ausgrabungen beweisen. Früheste der Besiedlung durch slawische Stämme reichen bis in das 7. Jahrhundert n.Chr. Auf Grund der in der häufig anzutreffenden salzhaltigen Quellen wurde die Siedlung Soli (slawisch für Salz ) genannt. Im Jahr 1463 wurde die Stadt von den Osmanen eingenommen und sie erhielt den an türkische Wort für Salz angelehnten Namen Tuzla . Nach dem Rückzug der Türken wurde 1878 Teil Österreich-Ungarns . Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs gehörte Tuzla zum neu gegründeten Königreich der Serben Kroaten und Slowenen das 1929 in Königreich Jugoslawien umbenannt wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich zu einer bedeutenden Industriestadt im sozialistischen Jugoslawien. Basierend auf den Salz- und in der Umgebung der Stadt entwickelte sich starke chemische und Kraftwerksindustrie. Dies führte auch Zuzug vieler Menschen aus den verschiedenen Teilen und festigte damit die vorher schon bestehende Bevölkerungsstruktur der Stadt.
Seit dem bosnischen Bürgerkrieg 1992 bis 1995 gehört Tuzla zum moslemisch dominierten Teil Bosnien-Herzegowina. Im Gegensatz zu den meisten anderen wurde Tuzla in dieser Zeit aber nie nationalistischen Parteien regiert und auch während des arbeiteten bosniakische (moslemische) kroatische und serbische Bewohner zusammen und verteidigten die Stadt auch gemeinsam die Angriffe durch serbische Nationalisten. Im Winter war die Stadt zeitweilig ganz von serbischen eingekesselt was zu einer teilweise dramatischen Versorgungslage Auch kam es immer wieder zu Granateneinschlägen damit verbundenen Zerstörungen in der Stadt. Besonders Erinnerung bleibt dabei der 25. Mai 1995 als durch einen solchen Einschlag im der Altstadt 71 meist junge Menschen die das Ende des Schuljahres feierten ums Leben
Nach dem Ende des Bürgerkriegs mit Daytoner Abkommen vom Dezember 1995 erholt sich Stadt nur langsam und ist weithin auf Hilfe angewiesen.
Seit 1886 hat Tuzla einen Eisenbahnanschluss . Als Folge des Bürgerkriegs als der völlig zum Erliegen kam ist die direkte nach Sarajevo aber immer noch unterbrochen. Neben lokalen Bahnlinie nach Živinice und Banovići gibt nur eine Verbindung ins kroatische Vinkovci an Strecke von Zagreb nach Belgrad über Brčko . Die in den Jahren vor dem gebaute Bahnlinie nach Serbien von Tuzla über Zvornik nach Valjevo wird gegenwärtig nur von der SFOR genutzt.
Der frühere Militärflugplatz ca. 10 km der Stadt wird heute als nationaler und internationaler Passagierflughafen genutzt. Der IATA -Code ist TZL.
Tuzla ist seit 1976 Universitätsstadt. Entsprechend seiner Bedeutung als Industriestadt der Schwerpunkt der universitären Ausbildung bei den Ingenieurwissenschaften .
In Tuzla gibt es ein Nationaltheater Stadtmuseum eine Porträtgalerie sowie das Kultur- und Mejdan .
Das größte Hotel der der Stadt das 12-stöckige Hotel Tuzla mit 192 Zimmern.
Tuzla ist gelegen in einem hügeligen südöstlich des Majevica-Gebirges. Der südöstlich der Stadt Modrač -Stausee ist das größte Naherholungsgebiet der Stadt.