Auf Betreiben des Kaisers Maximilian I. wird 1498 der regierende Herzog von Württemberg Eberhard abgesetzt und Ulrich an seiner Stelle eingesetzt. 1503 wird er vorzeitig als volljährig erklärt zeichnet sich 1504 als Heerführer im Bayerischen Erbfolgekrieg aus wodurch er einige ehemals kurpfälzische gewinnt. Einige andere kostenträchtige Kriegszüge und Ulrichs höfischer Lebensstil verschlingen große Summen aus der
Nach 15 Jahren Verlobung heiratet 1511 der Herzog die Nichte Maximilian I. Sabina von Bayern mit für die Zeit kaum vorstellbarem Pomp: das Fest dauert Tage mehr als 7.000 Gäste sind geladen. um das Stuttgarter Schloss werden die Bürger gespeist. Die immensen Kosten führen zu einer Zerrüttung der Staatsfinanzen. Im Jahr 1514 beträgt das Defizit etwa 70% der
Um trotzdem den geplanten Feldzug gegen Burgund finanzieren zu können erhebt Ulrich neue Steuern. Die geplante Vermögenssteuer wird auf Intervention Ehrbarkeit von Stuttgart und Tübingen in eine Verbrauchssteuer auf Fleisch Wein Früchte umgewandelt. Die Kostenlast trägt nun die Bevölkerung. Die größten Proteste verursacht aber die der Steuererhebung: Sie wird nicht auf die aufgeschlagen sondern die Maßgewichte werden verringert. Die in der Bevölkerung führen letzten Endes 1514 zum Aufstand des Armen Konrad . Durch die Hilfe der Ehrbarkeit gelingt es ihm die Aufstände niederzuschlagen. Tübinger Vertrag vom 8. Juli 1514 muss Herzog Ulrich der württembergischen Ehrbarkeit für sich und seine Nachfolger weit gehende machen. Ohne Zustimmung der Landstände in denen Ehrbarkeit organisiert ist darf kein württembergischer Landesherr führen oder Steuern erheben. Damit erringen die eine Position als mächtige Gegenpartei der Landesherren. verliert der Adel vollkommen seinen politischen Einfluss württembergischen Hof.
Die ehelichen Probleme führen 1515 zum Mord am Ehemann seiner Geliebten von Hutten und zur Flucht der Herzogin Nachdem er 1519 die Reichsstadt Reutlingen überfällt vertreibt ihn Georg Truchseß von Waldburg-Zeil im Auftrag des Schwäbischen Bundes . Nach mehreren erfolglosen Versuchen gelingt es 1534 mit Hilfe des hessischen Landgrafen Philipp sein Land wiederzugewinnen. Er führt umgehend ganzen Land die Reformation ein und beruft die beiden Geistlichen Erhard Schnepf und Ambrosius Die Messe wird abgeschafft die Heiligenbilder in Weise entfernt die entbehrlichen Gottesdienstutensilien werden eingezogen. von den Geistlichen bereit ist im Sinne Reformation zu predigen wird übernommen die anderen eine lebenslange Rente. Protestantische Pfarrer aus Hessen und der Schweiz füllen die Lücken. Die Klöster und Korporationen werden säkularisiert so dass sich das Württemberg bedeutend vergrößert. Allerdings wird das Kirchengut eigene Vermögensmasse behandelt und selbständig verwaltet. In Kirchenordnung von 1536 sind die grundlegenden Regelungen die Landeskirche erstmals zusammengefasst.
1546 besetzt Kaiser Karl V. im Schmalkaldischen Krieg Württemberg und zwingt Ulrich 1548 das Augsburger Interim zu akzeptieren mit dem die Reformation im Land wieder rückgängig gemacht wird. Ulrich mittlerweile Österreicher geworden ist droht ihm der Entzug des Landes Württemberg als kaiserliches In dieser schwierigen politischen Situation stirbt Ulrich Württemberg 1550 ohne dass wichtige Probleme geklärt wären. Sohn Christoph tritt die Nachfolge an.