Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde auch das ungarische Staatswesen erneuert. Am 23. Oktober 1989 trat eine modifizierte Verfassung in Kraft deren Vorbild unter anderem deutsche Grundgesetz war. Die Regierung ist dem Parlament verantwortlich für die Regierungstätigkeit trägt der Ministerpräsident Verantwortung . Um die größtmögliche Stabilität der Regierung zu gewährleisten wurde die des konstruktiven Misstrauensvotums geschaffen.
Das Parlament wählt den Präsidenten der Republik den Ministerpräsidenten die Mitglieder des Verfassungsgerichts Ombudsmann der Minderheiten den Präsidenten des Obersten Gerichts und den Generalstaatsanwalt. Das Einkammerparlament hat Abgeordneten die auf vier Jahre gewählt werden.
Mit der Grenzöffnung nach Österreich und der Zerschneidung des eisernen Vorhangs hatte Ungarn entscheidenden Anteil an der Wende 1989 in den ehemaligen Ostblockstaaten und damit auch der friedlichen Revolution der DDR sowie der deutsch-deutschen Wiedervereinigung .
Ungarn wurde nach dem Beschluss des EU -Gipfeltreffens vom 13. Dezember 2002 in Kopenhagen zum 1. Mai 2004 in die Europäische Union aufgenommen. Zuvor gab es aber am 12. April ein Referendum zum EU-Beitritt bei dem nur 45 6 % der acht Millionen zu Wahl gingen aber zu 84 % den Beitritt stimmten.
Ungarn ist Standort von Industrie v.a. Raum Budapest . Eine wichtige Einnahmequelle spielt der Tourismus in Budapest in der Puszta und am Plattensee (Balaton). Die Verkehrsinfrastruktur ist gut ausgebaut. gibt es vier Autobahnen nummeriert mit M1(Grenze - Györ - Budapest ) M3( geplant: Miskolc - Gyöngyös - Budapest ) M5( geplant: Szeged - Kecskemét - Budapest ) M7( geplant: Nagykanizsa - Siófok - Budapest ) außerdem befindet sich die M0 die von Budapest noch im Bau. Eisenbahnen laufen wie die Autobahnen auch sternförmig auf die zentral gelegene zu.
Die Bevölkerung Ungarns besteht mehrheitlich aus Ungarn (90 % auch: Magyaren ). Daneben gibt es Roma (4 %) Deutsche (die sogenannten Donauschwaben ) (2 6 %) Serben (2 %) Slowaken (0 8 %) und Rumänen (0 7 %). Für 2001 wurde negatives Bevölkerungswachstum von -0 32 % geschätzt.