Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 17. Oktober 2019 

Uranprojekt


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Mit Uranprojekt bezeichnet man allgemein die Versuche der Naturwissenschaft und Technik während des Zweiten Weltkrieges die 1938 entdeckte Kernspaltung technisch nutzbar zu machen. Wesentliche Mitarbeiter Projektes waren Kurt Diebner Walter Gerlach Otto Hahn Werner Heisenberg Carl Friedrich von Weizsäcker .

Dieses Projekt wurde oft als deutsches Atombomben -Projekt bezeichnet. Allerdings gab es nie konkrete eine Atombombe zu bauen die bei den Wissenschaftlern Uranbombe genannt wurde. Albert Einstein befürchtete jedoch und bewegte die amerikanische Regierung ihrerseits ein Projekt zu starten.

Konkretes Ziel des Projektes war es Kernreaktor zu bauen der einen kritischen Zustand in dem also eine selbsterhaltende Kernreaktion wie einem heutigen Kernkraftwerk abläuft. Der technische Ansatz war ein Natururan -Reaktor der mit schwerem Wasser moderiert wird.

Die zunehmende Bombardierung deutscher Städte behinderte Vorhaben schwer aber es wurde bis zuletzt Das letzte Labor befand sich in einem unterhalb der Schlosskirche in Haigerloch das zu Kriegsende von den Amerikanern und zerstört wurde.

Heute ist in dem Keller das genannte Atomkeller-Museum eingerichtet.

Es wurde wiederholt diskutiert ob die Wissenschaftler bereit waren für das NS-Regime eine Atombombe zu bauen. Die Frage sich allerdings den Wissenschaftlern nicht wirklich da derartige Bombe technologisch nicht in Reichweite war. oft zitierten Wunderwaffen der Propaganda waren Raketen und Strahlflugzeuge - ein Bereich in die deutsche Technik damals tatsächlich führend war. Waffen deren Einsatz in weiter Ferne war von der deutschen Rüstungsplanung schon bald nicht berücksichtigt.

Der Weg zur Bombe bedeutete einen höheren Aufwand wenn man das Manhattan-Projekt der USA dagegen hält.

Zeittafel

  • Ende 1938 - Otto Hahn und Fritz Straßmann entdecken die radioaktive Strahlung
  • Ende 1939 - Gründung des Uranprojektes und einer in Gottow auf dem Gelände der Heeresversuchsstelle unter Leitung von Kurt Diebner
  • Juni 1940 - Carl Friedrich von Weizsäcker kennzeichnet den im Kernreaktor aus Uran U238 entstehenden Stoff als " Element 93 oder 94". (es ist das den Amerikanern bereits als Plutonium benannte Element 94)
  • 1941 - Werner Heisenberg wird Leiter des Berliner Kaiser-Wilhelm-Instituts
  • Ende 1942 - Anfrage des Heereswaffenamt über die einer Atombombe Antwort dass mit einer Einsatzfähigkeit innerhalb zwei Jahren nicht zu rechnen ist. Die des Projektes wird daraufhin zurückgestuft
  • 1943 - Walter Gerlach wird Leiter der Physik im zentralen Reichsforschungsrat
  • Januar 1944 - Walter Gerlach wird "Bevollmächtigter für des Reichsmarschalls ( Hermann Göring )"
  • 1945 - Internierung deutscher Wissenschaftler die am beteiligt waren
  • 1946 Otto Hahn erhält für seine Forschungen rückwirkend den Nobelpreis für Physik des Jahres 1944

Webseiten

Geheimdokumente zum Deutschen Atomprogramm Deutsches Museum München



Bücher zum Thema Uranprojekt

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Uranprojekt.html">Uranprojekt </a>