Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Vöcklabruck ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks südwestlichen Oberösterreich ( Hausruckviertel ). Es liegt im zentralen Alpenvorland auf ca. 433 Meter Seehöhe am Vöckla und ist Zentrum der Vöckla-Ager-Senke des Wirtschaftsraums in Oberösterreich. Außerdem ist Vöcklabruck eine Verwaltungs- Einkaufs- und Schulstadt.
Wegen seiner Nähe zu den Seen Salzkammerguts ( Attersee Mondsee...) wird Vöcklabruck - v.a. in Fremdenverkehrswerbung - auch das "Tor zum Salzkammergut"
Die Vöckla-Ager-Senke war eines der ältesten Siedlungsgebiete aus dem die Germanen gegen Ende des 5. Jahrhunderts die Römer nach etwa 450-jähriger Herrschaft hatten.
Der Name der Stadt wurde 1134 als Pons Veckelahe erstmals urkundlich erwähnt 1984 wurde deshalb 850-jähriges Jubiläum gefeiert. Für wichtiges Gebäude in Vöcklabruck die Schöndorfer Kirche gibt es bereits aus dem Jahr 824 einen Beleg.
In den Jahren 1134 bis 1143 ließ Pilgrim von Weng an der über die Vöckla am linken Ufer ein errichten das älteste in Oberösterreich und drittälteste deutschen Sprachraum.
Der Kern der heutigen Stadt der zwei Wappentürmen den Wahrzeichen Vöcklabrucks abgeschlossene Stadtplatz wahrscheinlich eine planmäßige Gründung der Babenberger im 12. Jahrhundert die so ihren vom Grafen von neu erhaltenen Grundbesitz befestigten.
Vermutlich ist Vöcklabruck nicht offiziell zur erhoben worden sondern hat sich im Laufe 14. Jahrhunderts langsam von der Marktgemeinde zur Stadt Da man weiß dass es 1358 im Todesjahr von Herzog Albrecht II. bereits Stadt war wird gewöhnlich dieses genannt. Albrecht und sein Sohn Rudolf IV. waren große Förderer der Stadt Vöcklabruck sind deshalb - als Ritter stilisiert - dem Stadtwappen zu sehen.
Auch Kaiser Maximilian I. der mit dem Schlossherren des nahegelegenen Wartenburg Wolfgang von Polheim befreundet war förderte Stadt und hielt sich mehrmals in ihr Auf den Stadttürmen ließ er seine Wappen
Im 16. und 17. Jahrhundert waren die Geschicke der Stadt von auf die Reformation folgenden Glaubenskriegen und mit ihnen in stehenden Bauernaufständen geprägt. 1570 war der Großteil der Städter protestantisch Pfarramt das dem Kloster St. Florian unterstand war katholisch was natürlich zu Konflikten führte.
1620 verpfändete Kaiser Ferdinand II. das Land ob der Enns (Oberösterreich) an den bayrischen Herzog Maximilian I. als Gegenleistung für dessen Unterstützung in Schlacht am Weißen Berge . Unter Maximillians Statthalter Adam Herberstorff setzte Gegenreformation in voller Schärfe ein. Die Erhebung Bauern gegen die erzwungene Rekatholisierung gipfelte im Bauernkrieg 1626 . Im bekannten Frankenburger Würfelspiel ließ Herberstorff besiegten Bauern jeweils paarweise um ihr Leben
Nach dem Ende der Pfandherrschaft 1628 und weiteren blutigen Kämpfen zwischen den und den kaiserlichen Truppen 1632 wird Vöcklabruck (gemeinsam mit der Gemeinde gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges noch einmal verpfändet als Ferdinand II. braucht um eine Armee gegen Schweden aufzustellen. Die Stadt scheidet aus dem der landesfürstlichen Städte aus verarmt und kann kaum von den Folgen des Krieges erholen. 1718 wird sie durch Kaiser Karl VI. wieder ausgelöst und bekommt ihren Status ihre Privilegien zurück.
In den Napoleonischen Kriegen trägt Vöcklabruck wieder große Schäden davon. dem Frieden von Schönbrunn 1809 kommt die Stadt an Frankreich das an Bayern weitergibt. Mit dem Wiener Kongress kommt Vöcklabruck wieder zu Österreich - endgültig.
1893 wird die Firma Hatschek gegründet. Aus Mischung von Asbest und Zement wird dort der neue Werkstoff Eternit der ein weltweiter Erfolg wird.
Nach dem Zweiten Weltkrieg in dem die Stadt nur wenig wird entstehen -nicht zuletzt um Vertriebene aus Osten aufzunehmen - in Schöndorf und Dürnau Ortsteile in denen heute mehr als die der Bevölkerung lebt.
Stadtplatz Fresken an den Stadttürmen : Sie wurden in den sechziger Jahren und stammen etwa aus dem Jahr 1502 und vom Tiroler Hofbaumeiser Jörg Kolderer auch die bereits 1766 zerstörten Fresken in der Saggenburg in Innsbruck gemalt hat.
Dörflkirche (Ägidiuskirche) am linken Vöcklaufer: sehenswerte Barockkirche 1688 - 1691 von Carlo Antonio Carlone erbaut und seinem Bruder Giovanni Battista Carlone mit Stuck wurde. Die Fresken stammen von Carlo Antionio
Schöndorfer Kirche : mittelalterliche Wehrkirche erbaut vor 824