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Eine Völkerwanderung bezeichnet im Allgemeinen eine Wanderbewegung bei eine große Zahl Menschen aus einem Volk oder eine ganze Volksgruppe in ein Gebiet umsiedelt. Grund dafür sind gewöhnlich verschlechterte
Klimatisch bedingt: Dürren Überschwemmungen Stürme Frost die Folgen
Politisch bedingt: Kriege Einfall anderer Volksgruppen von Minderheiten
Als Völkerwanderungszeit im engeren Sinne wird der Zeitraum 375 ( Hunneneinfall ) bis 568 (Einfall der Langobarden in Norditalien ) bezeichnet. Mit ihr endet die Spätantike bzw. Römische Kaiserzeit es beginnt das europäische Frühmittelalter . Die in Mitteleuropa nachfolgende Epoche ist Merowingerzeit . Da die begriffliche Abgrenzung über den der Auflösung römischer Gesellschaftsstrukturen vorwiegend kulturell definiert kann die Begriffsverwendung und ihr zeitlicher Beginn nach Region stark differieren.
Karte Europas Völkerwanderung mittels Pfeilen eingezeichnet
Bis zum Einfall der Hunnen kam es zu keinen größeren Bevölkerungsverschiebungen. römische Reich zog sich im Laufe der Jahrzehnte weiter zurück und hatte zunehmend mit innenpolitischen zu kämpfen bis es 395 n. Chr. das west- und oströmische Reich geteilt wurde.
In dieser Zeit kam es nur kleineren Einfällen in römisches Herrschaftsgebiet die entweder wurden oder mit kleineren Grenzkorrekturen endeten. Viele wurden auch als Bundesgenossen gezielt an den des römischen Reiches angesiedelt und bildeten Puffer den wilderen Stämmen.
Die geschlagenen Ostrogoten (verballhornisiert zu Ostgoten ) wanderten daraufhin nach Westen und drangen Italien ein die Visigoten (verballhornisiert zu Westgoten ) fielen ins Oströmische Reich ein zogen den Balkan Peloponnes (heute Griechenland ) und Ende des 4. Jahrhunderts nach Italien . 410 eroberten die Westgoten unter König Alarich I. Rom . Sie wanderten weiter in den Südwesten Galliens wo sie das so genannte Tolosanische Reich bei Toulouse errichteten. 507 wurden sie von den Franken besiegt und auf die iberische Halbinsel Spanien) verdrängt. 711 brach das Westgotenreich durch den Sieg Araber zusammen.
Etwa zur selben Zeit drangen die Jüten Friesen Angeln und Sachsen aus Norddeutschland und dem heutigen Dänemark in Britannien ein und besetzten weite des Landes.
Ahrens Peter: Die Völkerwanderung . München 2003. (Populärwissenschaftliches Begleitbuch zur vierteiligen
Todd Malcom: Die Zeit der Völkerwanderung . Stuttgart 2002.
Pohl Walter: Die Völkerwanderung . Stuttgart u.a. 2002. (Wissenschaftlich fundierte Einführung der Kohlhammer Reihe)
Rosen Klaus: Die Völkerwanderung . München 2002. (Ansprechende Überblicksdarstellung aus der Beck-Wissen-Reihe mit annotierter Kurzbibliographie)
Martin Jochen: Spätantike und Völkerwanderung . München 2001. (4. Band in der mit Darstellung Forschungstendenzen und Bibliographien zu Quellen Literatur Ausgangspunkt für die wissenschaftliche Arbeit)