Die VWL untersucht die Allokation knapper Ressourcen (Güter und Produktionsfaktoren) die der Befriedigung Bedürfnisse dienen. Ausgangspunkt ist also die Grundannahme Güter und Ressourcen knapp sind und die darum gezwungen sind sich zwischen verschiedenen Möglichkeiten deren Einsatz oder Verbrauch zu entscheiden ( Ökonomisches Prinzip ). Die Knappheit bedeutet dabei dass eine gewählte Verwendungsmöglichkeit eine andere ausschließt. Ökonomen bezeichnen als Opportunitätskosten . Die Wahlentscheidungen von Individuen und Gruppen daher in der VWL von zentraler Bedeutung. Wirtschaftswissenschaftler gehen davon aus dass Anreize Präferenzen und Nutzen diese Entscheidungen bestimmen.
Die Mehrheit der zeitgenössischen Ökonomen nimmt dass der Mensch rational handelt um sein Wohlbefinden unter gegebenem zu maximieren. Diese vereinfachende Modellannahme des homo oeconomicus scheint für viele Untersuchungen ausreichend da die irrationalen Vorlieben der einzelnen Individuen in Summe wieder ausgleichen. Neuere Forschungsmodelle erweitern jedoch die Annahmen und beziehen irrationales Verhalten in Denkmodelle der Verhaltensökonomie mit ein so z.B. der Spieltheorie . Einige Forscher haben für diese Ansätze den Wirtschaftsnobelpreis gewonnen. Des Weiteren berücksichtigen neuere ökonomische opportunistisches Verhalten ( opportunism Williamson) worunter eigennütziges Denken gepaart mit und Tücke verstanden wird und die Begrenztheit menschlichen Rationalität aufgrund beschränkter kognitiver Kapazitäten ( bounded rationality Simon). Darüber hinausgehende Entwicklungen wie die sog. REMM (resourceful evaluating maximizing man Meckling) zudem die Lernfähigkeit des Menschen in die mit ein.
Mathematische Modelle spielen eine wesentliche Rolle der VWL da sie klare Beweisführung und definierte Annahmen verlangen und in der Regel zu vieldeutigen oder "weich" interpretierbaren Ergebnissen führen. generellen volkswirtschaftlichen Ansätze lassen sich aber mit Arithmetik und dem Verschieben von Kurven darstellen dass man tiefere mathematische Kenntnisse mitbringen muss. Österreichische Schule vertritt sogar die Auffassung dass jedes das über einfache Logik hinausgeht nicht nur sondern sogar ungeeignet für ökonomischen Analysen sei.
In den letzten zwanzig Jahren gab immer wieder Versuche diese beiden Grundrichtungen miteinander verzahnen. Heute herrscht weitgehend Einigkeit dass gute Analysen auf fundierten mikroökonomischen Kenntnissen aufbauen müssen.
Innerhalb dieser breiten Fachrichtungen der VWL sich spezialisierte Themenbereiche die ein breites Spektrum Tätigkeiten abdecken. Das quantitative Methodenwissen der VWL in einer eigenen Fachrichtung zusammengefasst der Ökonometrie .
Im Verlauf der vergangenen zweihundert Jahre sich mehrere unterschiedliche Schulen der Volkswirtschaftslehre herausgebildet. Schulen waren über mehrere Jahrzehnte hinweg allgemein Doktrin andere Schulen führen seit jeher ein Die folgende Liste bietet einen Überblick über volkswirtschaftlichen Denkschulen.
Die neoklassische und die keynesianische Theorie derzeit den stärksten Einfluss auf die wissenschaftliche der Monetarismus und der Neoliberalismus beeinflussen derzeit am stärksten die Wirtschaftspolitik. Debitismus und Freiwirtschaftslehre sind zwei Denkschulen die in der Ausbildung selten gelehrt werden obwohl sie eine Ergänzung der etablierten Makroökonomie darstellen.
Oliver Williamson - Markets and Hierarchies The Economic Institutions of Capitalism Institutionenökonomik (Theorie der Firma)
George Stigler - Chicago School of Antitrust zeigte empirisch dass moderne Marktwirtschaften weit Wettbewerb unterliegen als ihre Kritiker wahrhaben wollen
An deutschen Universitäten werden im Bereich Volkswirtschaftslehre verschiedene Lehr- und Forschungsschwerpunkte gebildet. Dazu gehören z.B. Internationale Wirtschaftsbeziehungen Geldpolitik Ökonometrie Preis- und Wettbewerbstheorie sowie Entwicklungsländerforschung.
N. Gregory Mankiw: Grundzüge der Volkswirtschaftslehre . Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart 2001 ISBN 3-7910-1853-1 (erklärt komplexe Zusammenhänge in leicht verständlicher und gibt einen ausführlichen Einstieg in die 868 Seiten)
Ulrich van Suntum: Die unsichtbare Hand . Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York 2000 ISBN 3-540-41003-1 (übersichtsverschaffender Einstieg in die Volkswirtschaftslehre besonders für interessierte Fachfremde geeignet 314 Seiten)