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Veganismus


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Veganismus bezeichnet eine Lebenseinstellung die die Verwendung tierischer Produkte ablehnt.

Das betrifft sowohl Nahrungsmittel wie Fleisch Milchprodukte Eier tierische Emulgatoren Gelatine oder Honig als auch Produkte wie Federn und Leder oder Pelze .

Einige Veganer/innen besuchen aus Überzeugung auch Zoos oder Zirkusse mit Tierdarbietungen. Jedoch gibt es immer oder weniger strikte Veganer.

Die Entscheidung in Zukunft vegan leben wollen entsteht meist aus moralischen bzw. ethischen Gründen. Die meisten Veganer zweifeln den der Untergebenheit der Tiere gegenüber dem Menschen d.h. sie zweifeln daran ob der Mensch Recht hat sowohl Menschen wie auch Tiere zu verwerten zu quälen und dann damit auch noch Profit zu machen. Sie sind Meinung dass auch jedes Tier genau wie Mensch ein freilebendes Individuum mit Rechten und Bedürfnissen ist. Nur hat man gesundheitliche Gründe für den Übergang Veganismus.

Das Wort vegan ist als Kunstwort dem englischen Wort veg etari an (vegetarisch Vegetarier) entstanden.

Inhaltsverzeichnis

Ernährungshinweise

Als kritisch bei der veganen Ernährung ein möglicher Mangel an den Vitaminen Vitamin B12 und D und den Mineralien Calcium und Jod benannt.

Vitamin B6

Da Vitamin B6 ( Pyridoxin ) in den meisten Lebensmitteln vorkommt sind Mangelerscheinungen in den Industriestaaten selten; im Einzelfall sie durch Krankheiten (z. B. Darmerkrankungen mit der Vitaminresorption) verursacht werden. Bei einem erhöhten die Nahrung nicht voll gedeckten Bedarf kann zu einem leichten Mangel kommen. Schwangere Stillende Personen mit einem erhöhten Eiweißkonsum benötigen mehr B6. Auch bei größeren Hautverletzungen bei übermäßigem von Alkohol und Nikotin sowie bei der bestimmter Medikamente (z. B. Antibabypille Antibiotika) besteht Mehrbedarf an Vitamin B6. Vitamin B6 ist nahezu allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten. den besten veganen Vitamin-B6-Lieferanten zählen Hefe sowie und Nüsse. Die empfohlene tägliche Zufuhr liegt Männer bei 1 5 mg für Frauen 1 2 mg. Der Großteil des im vorkommenden Vitamins B6 ist in den Muskeln Ausgeschieden wird es in erster Linie über Harn zum Teil auch mit dem Stuhl. Kochen gehen bis zu 45 % des verloren beim Tiefkühlen bis zu 50 %. Lebensmittel enthalten so gut wie kein Vitamin mehr. Auch beim Waschen von Lebensmitteln kommt zu Vitaminverlusten.

Vitamin B12

Bisher war man davon ausgegangen dass veganes Vitamin B12 ( Cobalamin ) in hohen Mengen in Nori (Porphyra umbilicalis) einer Rotalge die u.a. bekannt geworden ist durch Sushi und in pflanzlichen Lebensmitteln die unter bestimmter Bakterien hergestellt werden (z. B. Sauerkraut durch das Milchsäurebakterium Lactobacillus lactis) fände. sind nach Prof. Dr. Leitzmann Ernährungswissenschaften an Universität Gießen alle diese fälschlicherweise immer wieder Vitamin B12 Quellenangaben und Mengenbestimmungen von vor nicht relevant und meist falsch da ältere nicht zwischen den verschiedenen Vitamin B12 Varianten unterscheiden konnten und so auch Vitamin B12 Analoga mitgemessen wurden die vom menschlichen Organismus verwertbar sind und die u.U. die Aufnahme verwertbaren Vitamin B12 sogar behindern!

Die Wissenschaft sagt heutzutage dazu folgendes: enthalten praktisch ausschließlich Analoga des Vitamins die noch in der Lage sind Resorption und der aktiven Vitamine zu blockieren. Dies ist bei Spirulina der Fall. Essbare Meeresalgen wie und Kombu enthalten nach heutiger Ansicht keine Mengen aktiven Vitamins. Somit erhöhen diese Produkte Gefahr eines Cobalaminmangels. Gleiches gilt für Sauerkraut ... und andere angebliche pflanzliche Vitamin B12 wie immer wieder fälschlicherweise und unverantwortlich kolportiert und so die durchaus gesunde vegane Lebensweise wieder unnötig in Misskredit bringt" (Prof. Dr. Uni Gießen)

Sanddorn (Hippophae rhamnoides) in Symbiose mit Mikroorganismen Actinomyces in der Fruchtschale und andere wie Spirulina Chlorella und die AFA-Alge (Aphanizomenon aquae) sind trotz vorhandener Studien was ihren B12-Gehalt anbelangt sehr umstritten. Weiterhin nicht 100%-ig aber unsinnigerweise von ernährungswissenschaftlichen Laien oft genannt Sauerkraut Bierhefe durch Fermentation gewonnene Sojaprodukte wie oder Tempeh Lopino und Getreidekeime.

Aus ethnologischen Forschungen weiss man von Bergvölkern [bitte hier noch benennen!] zu berichten seit Jahrhunderten eine traditionell vegane Ernährung pflegen keine Mangelerscheinungen aufzeigen.

Zuletzt wieder Ende Januar 2004 wurde bekannt dass in zwei Fällen veganen Müttern gestillte Kinder durch B12-Mangel Gehirnanormalien zuvor schon sind andere Säuglinge und Kinder infolge extrem einseitiger veganer (Rohkost-) Ernährungsdogmen gestorben. ist erwiesen dass Vitamin B12 (oder Cobalamin) als Coenzym wirkt nur in winzigen Spuren 5-1 μg; 1μg = 1/1000 g) benötigt und weder pflanzlichen noch tierischen Ursprungs sind nur einige Mikroorganismen die auf Pflanzen und Tieren leben (u. a. auch einige symbiotische der Darmflora) befähigt sind dieses herzustellen (synthetisieren) (aber bei vielen Menschen leider nicht im sondern erst im Dickdarm wo es für Verwertung zu spät ist. Bei frei lebenden Vögeln und einigen anderen Tieren wurde beobachtet sie immer wieder mal ihren eigenen Kot und somit das darin befindliche Vitamin B12 der eigenen Produktion im Darm aufnehmen was unserer Zivilisation jedoch undenkbar ist als B12 Nach Dr. med. M. O. Bruker F. und andere) - und der menschliche Körper B12 v. a. in der Leber für Zeit speichern kann. Ausserdem ist Vitamin B12 die Nervenzellfunktion und die Reifung von roten unentbehrlich mangelnde Zuführung würde sich bald bemerkbar u.a. auch im Blutbild durch abnormale Größe Blutkörperchen nachweisbar.

Das typische Vitamin B12-Mangelsyndrom die perniziöse (schwerwiegende Blutarmut) wird bei vegan lebenden Menschen durch Mangel an Vitamin B12 in der als vielmehr durch übertriebene Hygiene in den Staaten (durch gründliches Waschen von Karotten Gemüse Obst ... z.B. schneiden wir uns von natürlichen Mikroorganismen in der Erde und den ab die Vitamin B12 auf der Oberfläche Lebensmittel produzieren) sowie in manchen Fällen auch mangelhafte Aufnahmefähigkeit im Magen-Darm-Trakt verursacht da der (ein Glykoprotein das von den Fundusdrüsen des und im 12-Fingerdarm produziert wird und und die Vitamin B12-Aufnahme unablässig ist) im Magensaft Der Intrinsic-Faktor bindet Cobalamin in einem vor schützenden Komplex und ermöglicht so den Transport die Darmzellen von wo Vitamin B12 über an weitere Proteine (Transcobalamine) in die äusseren gelangt. Wer ganz sicher gehen und kein eingehen möchte insbesondere unbedingt bei Schwangerschaft und der Stillzeit sollte ein- bis zweimal jährlich B12 aus wirklich sicheren Quellen einnehmen; z.B. Präparat B12-Fol-Vicotrat von der Firma Heyl in 100-er Packung; für Kinder können auch die Vitamin B12 Kindertropfen zwei- bis dreimal jährlich gegeben werden. Damit ist garantiert dass nur für den menschlichen Organismus verwertbare Vitamin B12 wird und nicht die ebenfalls vorkommenden Vitamin - Analoga Varianten die von Menschen nicht sind und u.U. die Aufnahme der verwertbaren behindern können. Eine jährliche Blutuntersuchung kann die Sicherheit geben in keinen Mangel geraten zu

Seit 1948 wird die Methode der Mary Shorb verwendet um aus Streptomyces griseus-Kulturen B12 gereinigt und kristalliert zu gewinnen. In: M. S. 1948. Activity of vitamin B12 the growth of Lactobacillus lactis. Science 107: Die empfohlene tägliche Zufuhr liegt für Erwachsene 3 µg. Im Körper wird Vitamin B12 von der Leber gespeichert; der Vorrat reicht etwa zehn Jahre. Es geht nur wenig B12 verloren da es auch bei einer mit der Galle wieder aus dem Darm wird. Bei einem Überangebot an Vitamin B12 allerdings größere Mengen mit dem Harn ausgeschieden.

Da Vitamin B12 lichtempfindlich ist sollten die reich an diesem Vitamin sind möglichst gelagert werden. Beim Kochen oder Braten entstehen nennenswerten Verluste (etwa 12-15% wird zerstört).

Vitamin D

Etwa 80 % des benötigten Vitamins Calciferol ) stellt der Körper selbst in der unter Einwirkung von Sonnenlicht aus Cholesterin her. reicht bereits aus sich zweimal wöchentlich 30 lang im Freien aufzuhalten damit der Körper Vitamin D produziert. Wenigstens das Gesicht muss der Lichteinstrahlung der Sonne ausgesetzt sein. Das Vitamin D wird über die Nahrung aufgenommen. verstärkte Zufuhr über die Nahrung ist insbesondere den Wintermonaten sinnvoll weil der Körper in Jahreszeit seltener dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Gespeichert das Vitamin v. a. im Fettgewebe und der Skelettmuskulatur. Die empfohlene Tageszufuhr beträgt 5 (1µg = 1/1000g). Da Vitamin D fettlöslich muss die Nahrung etwas Fett enthalten damit Körper das Vitamin verwerten kann. Durch Lagerung Zubereitung geht in der Regel kein Vitamin verloren. Verschiedene Medikamente (z. B. viele Beruhigungsmittel) jedoch zu einem verstärkten Abbau von Vitamin im Körper; andere (z. B. die Antibabypille) den Vitamin-D-Bedarf. Ein Mangel an Vitamin D in den Industriestaaten selten. Hauptsächlich ältere Menschen Kranke die nur selten ins Freie kommen davon bedroht. Auch Kinder die in den geboren werden sind im ersten Lebensjahr gefährdet. gestörte Fettverdauung und eine Leber- Bauchspeicheldrüsen- oder begünstigen ebenfalls einen Vitamin-D-Mangel.

Vitamin D (pro 100 g verzehrbaren Vitamin D (µg) Champignons 1 9 Morcheln 1 Pfifferlinge 2 1 Steinpilze 3 1 Kalb 3.8)

Provitamin D in Form von Ergosterin in Weizenkeimen Spinat Kohl Hefe und Sonnenblumenkernen

Kalzium

Gute vegane Kalziumquellen sind viele pflanzliche Lebensmittel einen hohen findet man insbesondere bei grünem Blattgemüse (wie oder Brunnenkresse) Brokkoli und grünem Kohl. Die Tagesdosis liegt bei Erwachsenen 1000 mg. Risikogruppen eine unzureichende Calciumzufuhr sind junge Frauen Schwangere und Senioren. Zu den Gründen gehören ein Konsum an calciumhaltigen Nahrungsmitteln und eine erhöhte von Lebensmitteln die Substanzen enthalten welche die von Kalzium hemmen z. B. Oxalsäure . Auch verstärkte Darmbewegungen ( Peristaltik ) eine zu geringe Produktion von Magensäure (z. B. Morbus Crohn Colitis ulcerosa) Vitamin-D-Stoffwechselstörungen Leber- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen und Bewegungsmangel können zu verringerten Aufnahme von Kalzium führen. Bei unzureichender entzieht der Körper den Knochen Kalzium wodurch Knochendichte verringert wird.

Lebensmittel
(pro 100 g verzehrbaren Anteil) Calcium
Bleichsellerie 80 Brokkoli 105 Brunnenkresse 180 212 Löwenzahn 158 Mineralwasser sehr unterschiedlich Spinat (Vergleich Joghurt/Milch Vollfett 120 mg)

Eisen

Die Zufuhrempfehlung an Eisen beträgt für Frauen 15 mg und Männer 10 mg pro Tag. Zu den eisenreichen Lebensmitteln zählen Meeresalgen wie Ao-Nori (Enteromorpha) Grünalge Nori (Porphyra umbilicalis) die Dulse (Rhodymenia palmata) Rotalge
Eisen und Calcium: Wakame (Undaria pinnatifida) eine Braunalge Vollkornprodukte wie und Hafer Pfifferlinge Hülsenfrüchte Linsen (die durch Falafel bekanntgewordenen) Kichererbsen weisse Bohnen Sojabohnen Salat Spinat. Das mit der Nahrung aufgenommene Eisen unter Mitwirkung der Salzsäure des Magens in lösliche Form überführt die im Dünndarm mit eines eigenen Transportsystems aufgenommen wird. Bei Eisenmangel die Verwertungsrate im Darm erhöht sein. Die Zufuhr von Vitamin C erhöht die Aufnahme Eisen Kaffee und schwarzer Tee hingegen hemmen Im Blut wird Eisen an ein spezielles ( Transferrin ) gebunden und so an die Bedarfsorte Nicht sofort benötigtes Eisen wird als Speichereisen in Leber Milz und Knochenmark abgelagert. Natürliche des Organismus entstehen vorwiegend über Zellabschilferungen und Frauen über die Menstruationsblutung. Der Eisenbedarf ist der Wachstumsphase im letzten Drittel der Schwangerschaft während der Stillzeit erhöht.

Lebensmittel (pro 100 g verzehrbaren Anteil) (mg) Obst Erdbeeren 1 9 Holunderbeeren 1 Johannisbeeren schwarz 1 3 Passionsfrüchte 1 1 Artischocken 1 5 Blumenkohl 1 6 Brokkoli 3 Gemüsefenchel 2 7 Grünkohl 1 9 2 7 Lauch Knolle 1 1 Löwenzahnblätter 1 Mangold 2 7 Mohrrüben 2 1 1 2 Salz-Dill-Gurken 1 6 Schwarzwurzel 3 Spinat 4 1 Topinambur 3 7 Zucchini 5 Pilze Austernpilze 1 2 Champignons 1 Pfifferlinge 6 5 Hülsenfrüchte Bohnen weiß 6 Erbsen gekocht 1 3 Kichererbsen 6 9 7 5 Sojabohnen 6 7 Getreide Hafer 5 8 Haferflocken Vollkorn 5 2 Hirse 9 0 Roggen Korn 4 7 Brote 2 4 Roggenmischbrot 2 3 Roggenschrot- und 3 0 Weizenmischbrot 1 7 Weizenschrot- und 1 6 Weizentoastbrot 2 2 (Vergleich Kalbsschnitzel:

Jod

Jod zählt zu den Spurenelementen und wurde erstmals aus der Asche von Braunalgen isoliert. reich an Jod sind in erster Linie und -algen wie die Grünalgen Kombu (Laminaria und der Meeressalat (Ulva lactuca) und die Haricot de mer (Himanthalia elongata) sowie vor in nicht erhitztem schonend hergestelltem Vollmeersalz z.B. Vollmeersalz (aber das dann bitte nur nicht verwenden weil Jod bereits bei niedrigen Koch- Brattemperaturen flüchtig ist und somit nutzlos verschwinden Auch in anderen pflanzlichen Lebensmitteln ist Jod in welcher Menge hängt davon ab wie Jod in den Böden des jeweiligen Gebiets oder wie und womit Garten-Kulturerde gedüngt wurde. Deutschland sind die Böden und damit auch darauf angebauten Lebensmittel eher arm an Jod weiter sie von der Meeresküste entfernt sind. Großteil (bis zu 80%) des Körperbestands an (10-15 mg) befindet sich in der Schilddrüse gespeicherter Form aber auch alle Gewebe und Blut enthalten Jod.

Empfohlene tägliche Zufuhr (WHO) Alter Jod Österreich (µg/Tag) Jod Schweiz (µg/Tag)

  
  • Säuglinge
    • 0 bis unter 4 Monate: 40
    • 4 bis unter 12 Monate: 80
  • Kinder
    • 1 bis unter 4 Jahre 100
    • 4 bis unter 7 Jahre 120
    • 7 bis unter 10 Jahre 140
    • 10 bis unter 13 Jahre 180
  • Jugendliche und Erwachsene
    • 13 bis unter 51 Jahre 200
    • 51 und älter 180 150
  • Schwangere 230 200
  • Stillende 260 200

Vegane Lebensmittel (pro 100g verzehrbaren Anteil) (µg) Feldsalat (Nüsslisalat) 62 Grünkohl und Spinat Brokkoli und Karotten 15 Champignons 18 in mit Jodzusatz und natürlich in allen Meeresalgen

Weblinks

Siehe auch: Vegan Society Vegetarismus



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