Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 18. April 2014 

V. U. Hammershaimb


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Hammershaimb auf dem alten 100-Kronen-Schein der Färöer

Venceslaus Ulricus Hammershaimb (bekannter als V. U. Hammershaimb oder auch Venzel Hammershaimb ) (* 25. März 1819 auf Vágar ( Färöer ) † 8. April 1909 in Kopenhagen ) färöischer Priester und Philologe Begründer der neufäröischen Schriftsprache .

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hammershaimbs Familie geht zurück auf Georg Smendein der 1642 vom deutschen Kaiser Ferdinand III. als von Hammersheimb in den böhmischen Adelsstand erhoben wird. Sein Sohn Wenceslaus Franciscus de Hammershaimb wird um 1674 als Protestant aus Schlesien vertrieben und lässt sich in Dänemark

Am 25. März 1819 als Sohn Juristen Jørgen Frantz Hammershaimb (seit 1806 auf den Färöern ) und Armgard Marie geb. Egholm in Gaarden Steig auf der färöischen Insel Vágar geboren wird Venzel im Oktober 1831 zur Ausbildung nach Kopenhagen geschickt wo er nach Überwinterung in im Februar 1832 ankommt. Ab 1839 besucht er dort die Universität. Obwohl Familie väterlicherseits deutscher Abstammung ist und seit dritten Generation dänisch fühlt sich V. U. als Färinger und somit der färöischen Sprache (seiner verpflichtet.

Nachdem er bereits 1841 kurz auf den Färöern zu Besuch kehrt er 1847 als ausgebildeter Theologe für ein Jahr zurück und fährt färöische Sprachzeugnisse zu sichten und sich mit verschiedenen Dialekten seiner Muttersprache zu beschäftigen die nur noch in gesprochener Form überliefert ist. 1853 unternimmt er weitere Forschungen vor Ort wohnt ab 1855 als Priester auf Streymoy .

In diesem Jahr heiratet er Christiane Gad die Tochter des Propstes Pram Gad. 1862 wird er Priester auf Eysturoy und 1867 schließlich Propst der Färöer. Bereits 1866 wird er ins Løgting gewählt wo er für drei Legislaturperioden Politiker wirkt. 1878 zieht er wieder nach Dänemark auf Insel Seeland . 1897 geht er mit seiner Frau nach ( Ryesgade 110 ) wo er am 8. April 1909 stirbt.

An seinem Leben fällt auf dass viele Parallelen zum bedeutenden dänischen Theologen Philologen und Politiker N.F.S. Grundtvig gibt. Und in der Tat: Beide sich nicht nur sie waren gute Freunde standen in ständigem Briefkontakt.

Linguistische Arbeit

1846 bringt Hammershaimb seine färöische Orthographie heraus die bis heute gültig ist. Orthographie richtet sich – wie die der Gebrüder Grimm – nach etymologischen Prinzipien und ist stark an die altnordische Ursprungssprache angelehnt. Er schafft so einen der einerseits für die Sprecher aller existierenden Dialekte akzeptabel ist und andererseits den Sprechern anderen skandinavischen Sprachen noch so vertraut ist ihnen die überlieferten altfäröischen Texte erschlossen werden.

In der Folge beginnt er mit systematischen Herausgabe von altfäröischen Sagen und Balladen der neufäröischen Sprache womit er die Grundlagen die moderne färöische Literatur legt. Besonderen Wert seine Färöische Anthologie von 1886 - 1891 wo er seine Arbeiten zusammenfasst.

Werke

  • 1852: Færøske Kvæder Kopenhagen; 2. Ausgabe Färöer 1969
  • 1891: Færøsk Anthologi I. Tekst samt historisk og Indledning Kopenhagen; 2. Ausgabe Tórshavn 1969

Literatur

  • Gerson - H. Hansen: Dansk Biografisk Lexikon Bd. IV Gyldendalske Boghandels Forlag Kopenhagen [1] Artikel über Hammershaimb: http://www.lysator.liu.se/runeberg/dbl/6/0550.html
  • W.B. Lockwood: An Introduction to Modern Faroese Føroya Skúlabókagrunnur Tórshavn 1977 (Einleitung) 4. 2002 [2]
  • Eyðun Andreassen: Faroese Ballads and the Faroese Ballad Dance. Bibliography : http://www.setur.fo/pdf/20020909152806.pdf

Weblinks

  • Hammershaimb.dk (Homepage des Urenkels Allan Hammershaimb auf



Bücher zum Thema V. U. Hammershaimb

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Venceslaus_Ulricus_Hammershaimb.html">V. U. Hammershaimb </a>