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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 30. Oktober 2014 

Vergewaltigung


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Von Vergewaltigung spricht man dann wenn eine Person andere Person unter Gewaltandrohung oder durch das einer hilflosen Lage zum Geschlechtsverkehr oder anderen sexuellen Handlungen zwingt.

Alle Gesellschaften kennen den Tatbestand der und ächten ihn als eines der schwersten Ein erzwungener Geschlechtsverkehr in der Ehe („eheliche oder mit Außenseitern (etwa im Krieg gegenüber Minderheiten oder Sklaven ) wurde oder wird jedoch nicht überall Vergewaltigung angesehen. Viele Gesellschaften kannten oder kennen Schuldzuweisung an das Opfer die sich etwa Ausgrenzung oder zwangsweiser Scheidung äußert.

Inhaltsverzeichnis

Folgen für die Opfer

Eine Vergewaltigung ist oft mit physischer verbunden die das Opfer physisch verletzt. Gleichzeitig die Gefahr dass das Opfer mit Geschlechtskrankheiten angesteckt oder schwanger wird. Die psychische Schädigung des Opfers Trauma ) ist jedoch oft die dauerhafteste. Sexualität eine rein private und willentlich vollzogene Verhaltensweise; Vergewaltigung ist einer der schwersten Eingriffe in Privatsphäre.

Vergewaltigung im Sinn des Strafrechts

1998 wurden im deutschen Strafrecht die bis getrennten Tatbestände der Vergewaltigung und der sexuellen unter einem einzigen Tatbestand zusammengefasst; Vergewaltigung ist ein besonders schwerer Fall der sexuellen Nötigung wird mit einer höheren Mindeststrafe bedroht. Als gilt seit der Reform das Erzwingen sexueller die das Opfer "besonders erniedrigen insbesondere wenn mit einem Eindringen in den Körper verbunden (§ 177 StGB). Die früher bestehenden Einschränkungen Vergewaltigungsbegriffs sind mit der Reform entfallen so auch erzwungener Sex mit dem Ehepartner ( Vergewaltigung in der Ehe ) oder mit einem Mann als Vergewaltigung werden.

Im schweizerischen Strafgesetzbuch lautet der Tatbestand Vergewaltigung folgendermaßen: „Wer eine Person weiblichen Geschlechts Duldung des Beischlafs nötigt namentlich indem er bedroht Gewalt anwendet sie unter psychischen Druck oder zum Widerstand unfähig macht wird mit bis zu zehn Jahren bestraft.“ (Schweizerisches Strafgesetzbuch Art. 190.1) Andere sexuelle Übergriffe als der insbesondere auch Oralverkehr Analverkehr und sexuelle Übergriffe auf Männer werden sexuelle Nötigung behandelt und milder bestraft (vgl. cit. Art. 189.1). Leben das Opfer und der Täter in ehelicher Gemeinschaft so werden sowohl Vergewaltigung wie auch die sexuelle Nötigung als behandelt und es gilt eine gegenüber anderen um drei auf insgesamt sechs Monate verlängerte (vgl. op. cit. Art. 189.2 190.2). Vergewaltigung der Ehe ist in der Schweiz erst 1992 strafbar.

Ebenfalls gilt für Kinder bis sechzehn ein spezieller Strafrechtssatz der unter dem Tatbestand Handlungen mit Kindern“ aufgeführt ist (vgl. op. Art. 187; Sexueller Missbrauch von Kindern).

Vergewaltigung im Sinn der sozialen Arbeit

In den Sozialwissenschaften wird grundsätzlich nicht zwischen einer Vergewaltigung einer sexuellen Nötigung unterschieden. Statt dessen wird traumatisierende sexuelle Handlung als Vergewaltigung betrachtet unabhängig von wem an wem unter welchen Umständen in welcher Situation sie ausgeübt wird. Charakteristisch die Traumatisierung. „Letztendlich ist die Definition einer Ergebnis der jeweiligen Perspektive.“ (Heynen 1998 S. Es ist zudem festzuhalten dass eine Vergewaltigung primär eine Form von Sexualität oder sexuellen darstellt sondern wie dies der Begriff auch beinhaltet eine Form von Gewalt ist. „Vielmehr sich die These Schorschs dass es sich den sexuellen Gewaltdelikten weniger um sexuelle Abnormitäten um eine widerrechtliche Aneignung handelt und dass Vergewaltigung vielfach dem räuberischen Diebstahl verwandter ist einer sexuellen Devianz.“ (Sick 1993 S. 232) ist insbesondere dann wichtig wenn man sich wird dass Vergewaltiger häufig nach speziellen Kriterien werden. Zudem verhindert diese gesonderte Betrachtung die im Kontext der Gewaltprävention welche bereits großflächig wird.

Vergewaltigungen in Ausnahmesituationen

Neben der „ein Täter-ein Opfer“-Vergewaltigung treten Kriegs- oder Bürgerkriegskonflikten oft systematische Vergewaltigungen von auf. Im Vergleich zur sonst im Verborgenen Vergewaltigung gehen die Täter hier nicht heimlich

Aus Gefängnissen oder Lagern in denen Männer inhaftiert sind ist die homosexuelle Vergewaltigung

Quellen

  • Greuel Luise: Polizeiliche Vernehmung vergewaltigter Frauen. 1993
  • Hanisch Gregor Maria: Vergewaltigung in der – Ein Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion einer des § 177 StGB unter Berücksichtigung der de lege lata und empirischer Gesichtspunkte. Bochum
  • Heynen Susanne: Vergewaltigt – die Bedeutung Theorien für Bewältigungsprozesse nach einer Vergewaltigung. Weinheim
  • Schweizerisches Strafgesetzbuch. Bundeskanzlei Bern 2000
  • Schliermann Brigitte: Vergewaltigung vor Gericht. Hamburg
  • Sick Brigitte: Sexuelles Selbstbestimmungsrecht und Vergewaltigungsbegriff ein Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion einer Neufassung §177 StGB unter Berücksichtigung der Strafbarkeit de lata und empirischer Gesichtspunkte. Berlin 1993
  • In: Leuenberger Peter M.: Vergewaltigungsmythen in der Literatur 1980–2000 zum Thema Vergewaltigung Solothurn 2003

Literatur

  • Peter M. Leuenberger: Vergewaltigungsmythen in der Literatur von 1980–2000 zum Vergewaltigung Solothurn 2003
  • Craig Palmer Randy Thornhill: A Natural History of Rape: Biological bases sexual coercion Cambridge Mass. 2000

Siehe auch: Vergewaltigungsmythen

Weblinks



Bücher zum Thema Vergewaltigung

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