Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 25. Oktober 2014 

Geodäsie


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Geodäsie (griechisch γη = Erde δαιζω = ich teile) ist eine Geowissenschaft die sich mit der Vermessung der Erdoberfläche und ihrer Objekte sowie dem Erdschwerefeld beschäftigt. Sie wird deshalb auch Vermessungskunde oder Vermessungswesen genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ihren Ursprung hat die Geodäsie in der Notwendigkeit Land aufzuteilen und Eigentumsgrenzen zu definieren. Die Geschichte der Geodäsie reicht bis in das alte Ägypten zurück.

Nutzen

Die Geodäsie liefert mit ihren Vermessungsergebnissen aus Kataster - und Landesvermessung Ingenieurgeodäsie Photogrammetrie und Fernerkundung ) eine Grundlage für die Geoinformatik die Kartographie das Kataster den Ingenieurbau die Architektur die Dokumentation der Archäologie usw.

Die so genannte Höhere Geodäsie oder die Physikalische Geodäsie beschäftigen sich anderem mit der Bestimmung von Geoid und Erdschwerefeld . Zur Geoidbestimmung werden verschiedene Messverfahren verwendet: Gravimetrie 3-4 Methoden der Satellitengeodäsie und die Astrogeodäsie . Die Kenntnis der Schwere ist nötig ein genaues Höhensystem (z.B. bezüglich Normalnull NN) zu bilden. Eines der wichtigen in Deutschland ist das DHHN .

Das Geoid dient auch dazu Koordinatensysteme auf der Erdoberfläche zu definieren. Um kürzeste Linien auf Geoid (angenähert durch ein Referenzellipsoid ) zu berechnen benützt man die geodätische Linie die auch in der Differentialgeometrie Anwendung findet. Das Geoid und Schwerefeld sind auch für Angewandte und zur Berechnung von Satellitenbahnen wichtig.

Ebenfalls der höheren Geodäsie zuzuordnen ist der Bereich der Landesvermessung .

Die so genannte Niedere Geodäsie widmet sich vor allem der Aufnahme Lageplänen für Bauplanung und Dokumentation und der Katastervermessung.

Wenn im Laufe der Zeit sich Eigentumsverhältnisse der Grundstücke verkompliziert haben (durch Teilung beim Kauf Verkauf oder der Vererbung) dann wird eine genannte Bodenordnung notwendig. Ein wichtiges Instrument der Bodenordnung die Flurbereinigung (in Österreich Melioration).

Die Ingenieurgeodäsie nimmt eine Zwischenstellung zwischen höherer und niederer Geodäsie ein.

Bei der Erfüllung geodätischer Aufgaben im und auch Übertagebergbau spricht man von Markscheidewesen Bergvermessung.

Ebenfalls ein der Geodäsie Spezialgebiet ist die Seevermessung.

Bedeutende Geodäten

  • J. J. Baeyer
  • F. W. Bessel
  • E. H. Bruns
  • R. Eötvös
  • Carl Friedrich Gauß
  • J. F. Hayford
  • W. Heiskanen
  • Friedrich Robert Helmert
  • W. Jordan
  • Pierre-Simon Laplace
  • A. M. Legendre
  • H. Moritz
  • H. H. Schmid
  • J. G. v. Soldner
  • G. G. Stokes

Geodätische Referenzsysteme

  • DHDN (Deutsches Hauptdreiecksnetz)
  • DHHN (Deutsches Haupthöhennetz)
  • DHNS (Deutsches Hauptschwerenetz)
  • MGI Österr.Netz Erster Ordnung (s.a. Hermannskogel )
  • Schweregrundnetz von Österreich Schweiz u.a.
  • WGS84 (World Geodetic System) für GPS

Wichtige Werkzeuge

Messverfahren


Geräte der Geodäsie

Rechenverfahren der Geodäsie

Amtliche Vermessung

Literatur

  • Vermessungskunde und Grundlagen der Statistik für das / Bertold Witte u. Hubert Schmidt Wittwer Stgt. 2000 4. Aufl. / Erstaufl. / ISBN 3-87919-272-3
  • Lehrbuch Vermessung-Grundwissen / Bettina Schütze Andreas Engler Harald ISBN 3-936203-00-8
  • Auswertung geodätischer Überwachungsmessungen / Walther Welsch Otto Heunecke u. Kuhlmann / In Handbuch Ingenieurgeodäsie / Michael Möser Gerhard Müller Harald und Hans Werner (Hrsg.) Wichmann 2000 / ISBN 3-87907-295-7

Weblinks

Geodätische Institute im deutschsprachigen Raum:




Bücher zum Thema Geodäsie

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Vermessungswesen.html">Geodäsie </a>