Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Vernichtungslager waren Einrichtungen des nationalsozialistischen Staates im besetzten Polen und in Weißrussland zur Durchführung der so genannten [[ Endlösung der Judenfrage ]]. Sie dienten einzig dem Zweck der Ermordung von Menschen fast ausschließlich von Juden mit Hilfe von Gasen. Den Vernichtungslagern insgesamt weit mehr Juden zum Opfer als zuvor und auch gleichzeitig praktizierten Massenerschießungen etwa den deutsch besetzten Gebieten der Sowjetunion .
Zwischen 1941 und 1942 wurden sechs große Vernichtungslager in Betrieb Sie sind von den gleichfalls staatlichen Konzentrationslagern deutlich zu unterscheiden und stellen historisch einzigartige nationalsozialistische Neuerung dar: hier galt nicht das mörderische Prinzip "Vernichtung durch Arbeit" wobei Häftlinge im Verlauf von Wochen oder Monaten Zwangsarbeit Unterernährung und Krankheiten starben. Die Vernichtungslager nur für einen einzigen Zweck erdacht und die sofortige Ermordung aller dorthin transportierter Juden Hilfe von Gasen ungeachtet des Alters Geschlechts so genannter Arbeitsfähigkeit wie sie für Konzentrationslager ausschlaggebend war. ankommenden Transporten wurden verschiedentlich Menschen selektiert um fürchterlichsten Zwangsbedingungen und entsetzlichen Qualen das Funktionieren Vernichtungslager mit aufrecht zu erhalten etwa als Leichenverbrenner in Sortier- und Reparaturwerkstätten und als Hilfskräfte. Auch sie waren wieder im Gegensatz Konzentrationslagerhäftlingen allgemein ausnahmslos dem Tode geweiht.
Auch einige Konzentrationslager verfügten über eigene Gaskammern wie zum Beispiel Mauthausen Sachsenhausen das Frauenlager Ravensbrück Neuengamme Stutthof und Natzweiler. Diese Gaskammern wurden jedoch zum ausschließlichen Zweck der Ermordung der europäischen errichtet sondern dienten überwiegend der Vernichtung von "arbeitsunfähig" erklärten KZ-Häftlingen unter denen sich auch befanden und sowjetischen Kriegsgefangenen. Die Zahl aller regulären Konzentrationslagern mit Gas Ermordeten erreicht nicht annähernd die Zahl der im kleinsten Vernichtungslager Juden. Ohne Vernichtungslager wäre der Holocaust nicht in diesem Ausmaße durchführbar gewesen. den untrennbaren Zusammenhang der Vernichtungslager mit der Endlösung der Judenfrage hervorzuheben haben Historiker bereits vor Jahrzehnten Terminus Vernichtungslager eingeführt.
Mit der Durchführung der Endlösung der Judenfrage in den Vernichtungslagern wurden ab Herbst drei verschiedene zentrale nationalsozialistische Instanzen betraut:
Belzec Sobibor und Treblinka unterstanden als Lager der Aktion Reinhardt Hitlers Privatkanzlei der Kanzlei des Führers unter Reichsleiter Philipp Bouhler. Diese Kanzlei war auch für die Aktion T4 den Massenmord an Behinderten und Kranken der so genannten Euthanasie . Bei der Durchführung der Aktion Reinhardt im Generalgouvernement bediente sich die Kanzlei des Führers der Unterstützung des SS- und Polizeiführers Distrikt Lublin SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei Odilo Globocnik der wiederum dem Reichsführer-SS und Chef Deutschen Polizei Heinrich Himmler persönlich unterstellt war.
Adalbert Rückerl (Hg.): Nationalsozialistische Vernichtungslager im Spiegel deutscher Strafprozesse. Belzec Treblinka Chelmno . München 1977 (dtv 2904) ISBN 343402904X .
Yitzhak Arad: Belzec Sobibor Treblinka. The Operation Reinhard Death . Bloomington and Indianapolis 1987 (Indiana University ISBN 0253342937 .
Jules Schelvis: Vernichtungslager Sobibór . Hamburg/Münster 2003 ISBN 3897718146 .
Christian Gerlach: Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik Weißrußland 1941 bis 1944 . Hamburg 1999 (Hamburger Edition) insbesondere S. ISBN 3930908549 . - Maly Trostinez.
Unsere Ehre heisst Treue . Wien/München/Zürich 1965 (Europa Verlag) S. 246 ISBN 3203508427 . - Tätigkeitsberichte des SS-Unterscharführers Arlt u.a. das Eintreffen von Zügen mit deutschen österreichischen tschechischen Juden und ihre Ermordung in Maly
Tadeusz Mencel (Hg.): Majdanek 1941-1944 . Lublin 1991 (Wydawniczwo Lubelskie) ISBN 832220566X . - Polnisches Standardwerk.