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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 26. November 2014 

Vers


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Vers (lat. versus von vertere umwenden ) bezeichnet

1. in der Poesie eine Reihe metrisch gegliederter Rhythmen.

Die rhythmische Gliederung zu welcher nach Umständen der Reim die Assonanz oder die Alliteration kommt ist mithin die Hauptbedingung des die regelmäßige Wiederkehr eines gleichen Rhythmus im Vers heißt das Versmaß ( Metrum ) die einzelnen Teile aus welchen dasselbe sind die Versfüße (Takte) . Die Anwendung der verschiedenen Versmaße lehrt Verskunst (s. Metrik und Prosodie ).

Je nachdem in einem Vers das oder Versmaß ein- oder mehreremal enthalten ist der Vers Monometer Dimeter Trimeter Tetrameter Pentameter und Hexameter (Ein- Zwei- Drei- Vier- Fünf- Sechsmaß). aber das letzte Metrum des Verses nicht vollzählig ist teilt man die Verse in katalektische oder unvollzählige u. akatalektische oder vollzählige. Schließt der Vers in Mitte des letzten Metrums so heißt er brachykatalektisch oder halbvollzählig wird er aber um Silbe länger hyperkatalektisch oder überzählig.

siehe auch: leoninischer Vers saturnischer Vers

2. eine in sich abgeschlossene und wiederkehrende Linie oder Zeile die Strophe eines Liedes oder Gedichts (→ Lyrik ). Das Ganze der einzelnen verbundenen Verse man Vers daher spricht man von Liederversen .

3. den kleinsten Abschnitt des Bibeltextes. Verszählung wurde von den Juden im Mittelalter das Alte Testament entwickelt im Christentum aber erst im Jahrhundert eingeführt und dann auch auf das Neue Testament übertragen.


Textvorlage aus Meyers Konversationslexikon 4. Aufl. 1888/89



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