Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) ist die Rechtsform einer Versicherungsgesellschaft . In Gegensatz zu einem als Aktiengesellschaft geführten Versicherungsunternehmen hat der VVaG keine Vielmehr sind die Versicherungsnehmer in der Regel Mitglieder und damit des VVaG.
Der VVaG ist eine besondere Rechtsform Versicherungsunternehmen. Im Gegensatz zu anderen Rechtsformen wie Aktiengesellschaft die im Aktiengesetz geregelt ist und Gesellschaft mit beschränkter Haftung ( GmbH ) die im GmbH-Gesetz geregelt ist gibt für die Rechtsform des VVaG kein eigenes Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den VVaG ist Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) §§ 15 - 53b geregelt.
Da ein VVaG keine Anteilseigner hat die Dividenden ausgeschüttet werden müssen stehen die für die Versicherungsnehmer zur Verfügung. Im Idealfall der VVaG daher den einzelnen Tarifen höhere zuweisen und somit höhrer Rendite bzw. günstigere anbieten als Versicherer in anderen Rechtsformen.
VVaG sind die Urform der heutigen Die Idee des VVaG als Rechtsform für überregionale Versicherung geht auf den Kaufmann Ernst-Wilhelm Arnoldi zurück. Als Arnoldi im Jahre 1820 Gotha die "Feuerversicherungsbank des Deutschen Handelsstandes" ins rief verwirklichte er damit die Idee der Hilfe: Alle tragen gemeinsam die Last des Das Besondere: Die Versicherten sind gleichzeitig Eigentümer Unternehmens. Ähnlich wie bei genossenschaftlichen Banken existieren ausschließlich Kapital gebenden Eigentümer weshalb eine kontinuierliche von Kapitalgebern unabhängige Geschäftspolitik im Interesse der garantiert ist. Notwendige unternehmerische Entscheidungen können schnell und umgesetzt werden.
Der VVaG ist getragen von den seiner Mitglieder. Das sichert ihm Marktnähe und Ähnlich dem Entscheidungsgremium der Hauptversammlung für die einer Aktiengesellschaft hat der Versicherungsverein für seine Mitglieder oberstes Organ die Mitgliedervertreterversammlung teilweise auch Hauptversammlung genannt.
Die VVaG stellen durch ihre Marktpräsenz wesentlichen ordnungspolitischen Faktor im Wettbewerb dar. Bezogen den Versicherungsmarkt Deutschland wurden 1999 rd. 127 Euro Prämie von den Versicherungsunternehmen eingenommen. Die verteilen sich auf die Lebensversicherung mit 59 Mrd. Euro auf die Krankenversicherung mit 20 Mrd. Euro und auf Sachversicherung mit 48 Mrd. Euro. Dieses Prämienvolumen sich auf die Versicherungsunternehmen nach Rechtsform so dass 58 % den Aktiengesellschaften erzielt werden 11 % von öffentlich-rechtlichen Versicherungsunternehmen und 29 % von den einschließlich ihrer Töchter. Der Marktanteil der VVaG sich auf ca. 300 VVaG 220 "kleinere" und 80 "große" Vereine.
In der Sparte Schaden/Unfall beträgt der 28 % in der Sparte Leben 23 und in der Krankenversicherung sind die VVaG 52 % Marktanteil den Aktiengesellschaften sogar eindeutig In der Sparte Schaden/Unfall verbuchten die VVaG über dem Durchschnitt liegenden Beitragszuwachs von 0 % in den Bereichen Leben gar 9 % und in der Sparte Kranken 3 %. Die durchschnittliche Verzinsung der Kapitalanlage in von über 179 Mrd. Euro betrug 7 %. Die VVaG in Deutschland haben 1999 als 72.000 Arbeitnehmer beschäftigt.
Die Marktbedeutung der VVaG äußert sich in ihrem wirtschaftlichen Erfolg. Wirtschaftlicher Erfolg lässt in Kennzahlen messen. VVaG haben im Vergleich Aktiengesellschaften höhere Zuwachsraten bei den Versicherungsverträgen sind Sparten mit niedrigerem Risiko tätig weisen geringere aus und erwirtschaften mehr Gewinn. Die Bilanzen VVaG gemessen an der Bilanzsumme haben höhere weisen mehr sichtbares Eigenkapital aus beinhalten mehr Reserven und bedecken im Übrigen mehr Solvabilität. verwenden ihren Bruttoüberschuss vor Steuern mit 28 für das Eigenkapital während Aktiengesellschaften hierfür nur % verwenden. Der wirtschaftliche Erfolg der VVaG eine der wesentlichen Stärken seiner Rechtsform und seine außerordentliche Bedeutung für den Versicherungsmarkt.
Im internationalen Wettbewerb erweist sich die des VVaG jedoch immer mehr als Hemmschuh entsprechend ambitionierte VVaG Umwandlungen oder Holdingstrukturen anstreben.
1999 verbuchten deutsche VVaG über 37 Euro Prämieneinnahmen 4 5 % mehr als Vorjahr und halten damit einen Marktanteil von %.
VVaG haben nachweislich höhere Zuwachsraten geringere und höheren Gewinn als Aktiengesellschaften. Ihre Bilanzen mehr sichtbares Eigenkapital beinhalten mehr stille Reserven und bilden bessere Solvabilität ab. Dies gilt nach einer des Versicherungsexperten Professor Farny (Köln) aus dem 1997 zumindest für die Sparte Schaden/Unfall wohingegen den Sparten Leben und Kranken keine signifikanten festzustellen sind.
Die am häufigsten vorgebrachten Argumente der des VVaG - die fehlende Möglichkeit Eigenkapital den Kapitalmarkt aufzunehmen und angebliche Schwierigkeiten der von Solvabilität - treffen nicht zu. VVaG in der Sparte Schaden/Unfall im Durchschnitt erheblich dem Soll liegende Solvabilität auf so dass Vielzahl von VVaG einen Deckungsgrad der Ist-Solvabilität 250 und 450 % aufweisen. In der liegt der Schnitt zwischen 150 und 200 und in der Sparte Kranken zwischen 200 300 %.
Tatsache ist auch dass die VVaG größerem Umfang als Aktiengesellschaften entstandene Gewinne dem zuführen können da sie keine Aktionärsbedürfnisse zu haben. Außerdem können Tarife und Leistungen für Mitglieder auf diese Weise stabiler gehalten werden. bieten sich als Alternative zur Kapitalbeschaffung börsennotierte an. Eine weitere Möglichkeit den Kapitalmarkt zu besteht durch die Schaffung von Tochterunternehmen in von Aktiengesellschaften und die Bündelung von Aktivitäten Zwischenholdings. Dies bietet bei ausreichendem Volumen sogar Möglichkeit eines Börsengangs.
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