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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 28. November 2014 

Verstaatlichung


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Verstaatlichung ist die Enteignung von Privateigentum zugunsten des Staates .

Staaten eigneten sich Privateigentum in der Geschichte mit der Begründung an lebenswichtige Güter der der Allgemeinheit unterwerfen zu müssen um damit Gemeinwohl zu fördern.

Oft diente dieses Argument nur als andererseits sind Enteignungen zur Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen allen Staaten üblich und akzeptiert.

Kennzeichen legaler Verstaatlichung sind die gesetzeskonforme von Privat- und Allgemeininteressen die angemessene Entschädigung oder der Enteigneten sowie die unabhängige gerichtliche der Maßnahmen. Zahlreiche historische Beispiele belegen indes die Verstaatlichung immer wieder hauptsächlich der Erweiterung Festigung der politisch-wirtschaftlichen Machtbasis der staatstragenden Gruppierungen der Ausschaltung ihrer Konkurrenten diente. Die Übergänge sind fließend. Zum einen sind auch gesetzgebende Legislative wie kontrollierende Judikative Teile des Staatsapparats und somit indirekt einer Verstaatlichung. Andererseits begründen gerade in den des Trikonts Regierungen die Verstaatlichung damit das aus der Abhängigkeit von transnationalen Unternehmen lösen zu wollen. Ihrer Argumentation nach Allgemeinwohl und Machtsicherung zusammen.

Notorisch ist die Praxis strategisch wichtige oder Schlüsselindustrien eines Landes zu verstaatlichen um einen erfolgten politischen Machtwechsel abzusichern.

Historische Verstaatlichungsmaßnahmen mit besonderen Auswirkungen (Auswahl)

  • Bereits in Zeiten der Republik war es antiken Rom Politik einzelner Machthaber wie z.B. Marius_Sulla Gegner auf so genannte Proskriptionslisten zu setzen diese 'vogelfrei' waren und ihr Besitz dem verfiel. Diese Vorgehensweise war später auch im beliebt insbesondere weil die Person des Kaisers der Staat gleichgesetzt waren und Verstaatlichungen somit dem Imperator persönlich zugute kamen.

  • Die schrittweise durchgeführte komplette Verstaatlichung des gesamten an industriellen und landwirtschaftlichen Produktionsmitteln in der Sowjetunion führte zunächst zu wirtschaftlichem Chaos und die Aufrechterhaltung der Staatswirtschaft war in der vorwiegend nur noch durch das stalinistische System möglich und führte letztlich zum Zusammenbruch der Gesellschaft.

  • An der kriminellen Aneignung des jüdischen Privatbesitz dem Nationalsozialismus in Deutschland war der Staat als maßgeblich beteiligt. Diese so genannte ' Arisierung ' kann daher zum Teil als besondere der Verstaatlichung angesehen werden. Diese Aneignung setzte in den annektierten Ländern hauptsächlich in der fort wo nicht nur jüdischer sondern sämtlich privater und staatlicher Besitz gestohlen und requiriert

Bekannte Beispiele für die legale Verstaatlichung von

  • Die Enteignung von landwirtschaftlichem Grundbesitz in Bayern Zweck des Baus des Rhein-Main-Donau-Kanals .

  • Die Verstaatlichung der Kupferminen in Chile unter Präsident Salvador Allende war legal führte aber möglicherweise in Gegenreaktion zum brutalen Putsch des Generals Pinochet . Ob der Putsch durch die Unterlassung ideologisch motivierten und wirtschaftlich weitgehend wohl sinnlosen hätte verhindert werden können bleibt allerdings dahingestellt.

  • Die durch Volksabstimmung beschlossene Enteignung des Großgrundbesitzes Industrie und der Kriegsverbrecher in der DDR führte über die spätere Kollektivierung fast allen privaten Produktionseigentums zur Verstaatlichung Landwirtschaft zur Bildung von LPGs MTS VEBs VEGs Wohnungsbaugenossenschaften und anderen Genossenschaften.

Weiterführende Informationen

Siehe auch Staatswald Privatisierung Produktionsmittel Privateigentum



Bücher zum Thema Verstaatlichung

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