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Villa


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Dieser Artikel behandelt die Villen genannten Häuser. weitere Bedeutungen des Begriffs "Villa" siehe Villa (Begriffsklärung) .

Villa (lat.) bei den Römern ein Haus dem Land. Auf den Gütern der reichen hieß das nach städtischer Art gebaute später mit verschwenderischem Luxus ausgestattete und für alle eingerichtete Herrenhaus Villa urbana (städtische Villa) oder es in der Nähe der Stadt gelegen VILLA suburbana (vorstädtische Villa). An diese reihte die Villa rustica (ländliche Villa) welche die sehr zahlreichen Wirtschaftsgebäude Gemüse- Obst- Oliven- und in sich schloss. Durch besondere Pracht ausgezeichnete waren die des Lucullus Augustus Pompeius Cicero Hortensius Plinius Caligula Nero Hadrian etc. Gewöhnlich hatte ein reicher Römer Villen.

Zur Zeit der Karolinger hießen Villae die königlichen Meiereien oder Domänen auf denen die Könige ihren Aufenthalt nahmen. Der römische wurde seit dem Anfang des 14. Jahrhundert den Italienern aufgenommen und in denselben Abarten Seine höchste Blüte erreichte er in der Renaissance - und Barockzeit und die berühmtesten Architekten haben miteinander in den reizvollsten Villenanlagen Die künstlerisch oder geschichtlich bedeutendsten italienischen Villen die Mediceische Villa Careggi bei Florenz die Villa Farnesina von Peruzzi Villa von Raffael Villa Lante von Giulio Romano Villa Villa Mattei Villa Medici und Villa Albani und bei Rom die Villa d'Este bei Tivoli die Villa Aldobrandini und Mondragone bei die Villa Doria bei Genua und die Villa Maser bei Treviso . Im 19. Jahrhundert hatte der Villenbau eine solche Ausdehnung dass die Vorstädte aller größeren Städte fast aus Villen bestanden. Vororte sind entstanden bei denen meist je Familie ein Haus mit villenartigem Charakter bewohnt Der Villenbau ist dadurch zu einem besondern der modernen Baukunst des 19. Jahrhunderts geworden. klassische Beispiele der Villa und des villenartigen aus dem 19. Jhdt. gelten die Villa bei Potsdam von Schinkel die Villa Berg bei Stuttgart von Leins die Villa Carlotta am Comer See und die Villa Pallavicini-Durazzo in Pegli Genua . Vorgärten Veranden offene Balkone Erker und Türmchen in möglichst malerischer Komposition sind die Eigentümlichkeiten der städtischen Villen aus dem 19. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts in Deutschland eine bis dahin unbekannte Perversion Villentypus: die sog. "repräsentative Stadtvilla ".


Siehe auch: Wohnhaus Villa Carlotta Cadenabbia Semmeringbahn

Quelle: Meyers Konversationslexikon



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