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Vogt


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Dieser Artikel befasst sich mit der Funktion Vogt für die Gemeinde Vogt im Landkreis siehe: Vogt (Gemeinde).


Der althochdeutsche Begriff Vogt (v. lat.: advocatus Hinzu-/Herbeigerufener -> "Rechtsbeistand") bezeichnet allgemein einen meist adligen Beamten des Mittelalters und der frühen Neuzeit .

Das durch ihn vertretene Rechtsprinzip leitet sowohl von spätrömischen Beamten den vorgenannten advocati als auch von der germanischen Munt und ist ein Schutzverhältnis das auch Gewalt- Vertretungsrecht einschließt.

Speziell seit den Karolingern ist der Vogt ein staatlicher Beamter der als Stellvertreter von kirchlichen Würdenträgern Bischöfe oder Äbte ) oder Institutionen diese in weltlichen Angelegenheiten bei weltlichen Gerichten vertritt. Der Kirche waren seit der Spätantike solche Vertreter vorgeschrieben da sie keine Geschäfte ausüben sollte. Der Vogt stellt daher Immunitätsbereich z.B. eines Klosters oder Bistums eine Art Schutzherr dar und führt auch dessen Heeraufgebot (Schirmvogtei). Außerdem übt er hohe Gerichtsbarkeit (anstelle des Grafen ) aus (Vogteigericht). Bei Eigenklöstern besetzt häufig Eigenklosterherr selbst das Vogtamt.

Karl der Große lässt 802 in den Grafschaften Vögte in klösterlichen und bischöflichen Immunitäten einsetzen. Im 10. Jahrhundert entwickelt sich dieses Amt zu einem Lehen des Hochadels und wird von diesem eine Form der Macht- und territoralen Expansion




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