Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 22. November 2014 

Volksmärchen


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Volksmärchen stellen eine traditionelle Form des Märchens dar. Sie basieren auf mündlich überlieferten und gehen im Gegensatz zum direkt niedergeschriebenen Kunstmärchen auf unbekannte Dichter zurück.

Volksmärchen waren bis zur Ankunft gedruckter und Medien eine volksläufig-unterhaltsame Prosaerzählung meist wunderbaren Inhalts. Kollektiv im Gedächtnis Volkes vorhanden wurden sie von einem Erzählers Hörerkreis oft mit ausgeprägter Gestik und Mimik dargebracht. Die mündliche Überlieferung bedingt das von Textvariationen.

Volksmärchen sind leicht verständlich besitzen einfache und einen bildhaft anschaulichen Stil. Dadurch sind auch der kindlichen Vorstellung zugänglich.

Die später gesammelten und schriftlich festgehaltenen sind eine Mischung alter womöglich unauthentischer Quellen Bearbeitung und philologischem Wunschtraum.

Inhaltliche Typifizierung

Volksmärchen haben ihre eigene Weltordnung und eigenen Spielregeln. Die Ausgangslage ist gekennzeichnet durch Notlage eine Aufgabe oder ein Bedürfnis. Eine ist etwa einen kostbaren Gegenstand zu finden Rätsel zu lösen oder einen verwandelten Menschen erlösen. Um die Aufgabe zu bewältigen muss Held oft sein Leben aufs Spiel setzten. dem Helden treten auch weitere typische Gestalten Hierzu gehören der Gegner der Helfer der der Ratgeber und der Gerettete bzw. der rettende. Während des Ablaufs der Geschichte können wieder magische Elemente auftauchen. Bei einem Volksmärchen des Weiteren das Ende immer gut: Das wird bestraft und das Gute belohnt.

Die Durchsetzung als Gattungsbegriff ist durch Brüder Jacob und Wilhelm Grimm erfolgt. Nach gibt es drei Märchentypen:

  • das Tiermärchen in dem dankbare und Tiere auftreten
  • den Schwank bei dem das komisch-scherzhafte Vordergrund steht und
  • das sogenannte "eigentliche Märchen".

Wie der Name schon andeutet fasst nur in der letzten Gruppe als wirkliche betrachte Prosaerzählungen zusammen. Sie grenzen sich vom und vom Schwank auch durch ihre Mehrgliedrigkeit Die eigentlichen Märchen zerfallen wiederum in

  • legendenartige novellenartige Märchen
  • Zauber- oder Wundermärchen bei denen das Geschehen im Mittelpunkt steht und
  • Märchen vom dummen Riesen oder vom

Kennzeichen ist generall das Übernatürliche: übernatürliche Ehepartner Aufgaben Helfer übernatürliches Wissen oder Können andere übernatürliche Momente.

Daneben werden noch Schreckmärchen deren Absicht Belehrung und Formelmärchen in denen sich ein Motiv wiederholt genannt.

Feengeschichten

Feengeschichten stellen eine spezielle Form des dar die heute durch ihre Motive die Fantasy beeinflusst.

Feengeschichten (franz. fée = Fee v. fata = Schicksal) kennen gutartige oder boshafte aus einem übernatürlichen Reich die mit normalen in Berührung treten. Oft sind diese Frauen oder in Anlehnung an Naturgeister oder Schicksalsgöttinnen den Menschen begleiten konzipiert. Das Motiv des als Patin tritt oft auf.

Feengeschichten stehen in der Tradition ägyptisch-indischer persischer Geister- und arabisch-orientalischer Dämonenmärchen (vgl. 1001 Nacht Peris und Dschinen). Seit der Zeit Kreuzzüge ( 12. Jahrhundert ) verschmolzen sie mit einheimischen insbesondere auch keltischen Vorstellungen (im Deutschen Sprachraum Alben oder Daraus ergab sich die Idee eines Feenreichs das die Feen auch geliebte irdische Männer

In der höfischen Dichtung dem französischen den französischen Märchen des 17. Jahrhunderts sowie Volks- und Kunstmärchen und dem Melusine- und spielen sie eine große Rolle.

Stilistische Eigenschaften

Volksmärchen zeichnen sich durch einen abstrakten zur Betonung der Wirklichkeitsferne Flächenhaftigkeit und Isolation Figuren Eindimensionalität der Wirklichkeitswahrnehmung Sublimation als "Entwirklichung" des Magischen als auch des Alltäglichen aus.

Eindimensionalität
Das Diesseits und das Jenseits sind miteinander verbunden ohne dass es verschiedene Dimensionen sind. Der Diesseitige stellt sich nicht im Jenseits in einer völlig unterschiedlichen Dimension sein.

Flächenhaftigkeit
Den Figuren eines Märchens fehlt es sowohl an als auch an seelischer Tiefe. Des Weiteren in den Volksmärchen nur äußerst selten Körper- Charaktereigenschaften von Figuren genannt.

Abstrakter Stil
Volksmärchen bestehen aus mehreren aneinandergereihten Gliedern. Märchen gibt es keine Gleichzeitigkeit. Der Erzählstrang immer dem Helden und es werden nur wichtigsten Personen vorgestellt.

Isolation und Allverbundenheit
In den Volksmärchen geht der Held immer alleine seinen Weg. Diese Isolation es dem Helden zu einer Verbundenheit mit und allem fähig zu sein.

Sublimation und Wahrhaftigkeit
Die Motive die in einem Volksmärchen entstammen der Wirklichkeit. Sie werden aber durch magische und mythische Elemente entwirklicht. Sie versuchen ganze Welt zu umfassen.



Bücher zum Thema Volksmärchen

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Volksm%E4rchen.html">Volksmärchen </a>