Ein Knoten in einem Baum heißt Blatt wenn er Grad 1 besitzt d.h. nur mit einem Knoten durch eine Kante verbunden ist. Entsprechend ein Knoten in einem Baum innerer Knoten wenn er kein Blatt ist.
Ein Teilgraph eines ungerichteten Graphen G =( V E ) heißt spannender Baum von G wenn er Baum ist und alle Knoten von G enthält.
Ein spannender Baum T eines kantengewichteten ungerichteten Graphen G heißt minimal wenn kein anderer spannender Baum von G existiert dessen Summe seiner Kantengewichte kleiner ist als die Summe der von T . Häufig kürzt man "minimal spannender Baum" mit MST ab.
Ein gerichteter Graph mit endlich vielen heißt Baum g.d.w. | V |-1 Knoten einen Eingansgrad von 1 besitzen 1 Knoten einen Eingangsgrad von 0 besitzt. Knoten ist die Wurzel des Baumes.
Mittels Tiefensuche kann leicht ein linearer Algorithmus implementiert der zu einem zusammenhängenden Graphen G =( V E ) einen spannenden Baum berechnet.
Zum finden eines minimal spannenden Baumes es den Algorithmus von Kruskal der Worst-Case-Laufzeit O (| E |ln(| V |)+| V |) besitzt. Etwas schneller ist der Algorithmus von Prim der Worst-Case-Laufzeit O (| V |ln(| V |)+| E |) besitzt. Dieser benötigt aber mit Fibonacci-Heaps eine recht komplexe Datenstruktur . Man kann zeigen dass der Algorithmus Prim damit im wesentlichen bestmöglich ist da mit seiner Hilfe auch Zahlen sortieren kann.
Die Berechnung minimal spannender Bäume findet Anwendungen in der Praxis wenn man zum kostengünstig zusammenhängende Netzwerke herstellen will.
In der Graphentheorie selbst sind MST-Algorithmen Grundlage komplexerer Algorithmen für schwierigere Probleme. Die minimal spannender Bäume ist zum Beispiel Bestandteil Approximations-Algorithmen für das Steinerbaum-Problem oder für das Problem des Handlungsreisenden (oft auch Traveling-Salesman-Problem genannt und TSP abgekürzt).
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