Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 20. April 2014 

Württemberg


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Karte von Württemberg
1806-1945

Württemberg war ein Land des Deutschen Reichs bzw. der Weimarer Republik und liegt im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Hauptstadt war Stuttgart .

Inhaltsverzeichnis

Namensgebung

Der Name Württemberg leitet sich von einem Berg in Rotenberg bei Stuttgart-Untertürkheim ab. Hier stand die ehemalige Stammburg Wirtemberg aus dem 11. Jahrhundert an deren Stelle 1820 eine Grabkapelle für Königin Katharina von Württemberg errichtet wurde.

Württemberg bezeichnet auch ein deutsches Weinanbaugebiet - siehe Württembergischer Wein .

Geschichte

siehe auch: Liste der Herrscher von Württemberg

Grafschaft 1092 bis 1495

Grafen

1442 wurde Württemberg geteilt. Der Nürtinger Vertrag einen Stuttgarter Teil und einen Uracher Teil. Teilung wird 1482 mit dem Münsinger Vertrag wieder aufgehoben.

  • 1419 - 1480 : für die Stuttgarter Linie: Ulrich V. Vielgeliebte
  • 1419 - 1450 : für die Uracher Linie: Ludwig I.
  • 1450 - 1457 : für die Uracher Linie: Ludwig II.
  • 1457 - 1496 : für die Uracher Linie: Eberhard V. 1495 als Herzog Eberhard I. im Bart

Herzogtum 1495 bis 1805

Herzöge

Territoriale Veränderungen zwischen 1793 und 1815

1793 annektierte das revolutionäre Frankreich die linksrheinischen Besitzungen Mömpelgard und Reichenweiher .

1803 und 1806 wurden nach dem Reichsdeputationshauptschluss zahlreiche kleine Herrschaften aufgelöst und dem Württemberg einverleibt das gleichzeitig zum Kurfürstentum erhoben

Zu Württemberg kamen:


Württemberg gab Exklaven im mittleren Schwarzwald an Baden ab.

Das zuvor rein und streng lutherische Württemberg erhielt durch die territorialen Zugewinne beträchtliche katholische Minderheit.

Königreich 1806 bis 1918

1806 wurde Württemberg zum Königreich erhoben und bis 1810 u.a. durch Tausch mit Bayern und weitere Gebiete. Dieser Zuwachs wurde durch den Wiener Kongreß 1815 völkerrechtlich bestätigt.

Das Königreich Württemberg wurde 1810 in Landvogteien eingeteilt die sich in Oberämter gliederten. 1818 wurden die 12 Landvogteien durch 4 ersetzt: Donaukreis (Ulm) Neckarkreis (Ludwigsburg) Jagstkreis (Ellwangen) Schwarzwaldkreis (Reutlingen) welche erst zum 1. April 1924 aufgelöst wurden.

Könige

Republik 1918 bis 1945

Die Zahl der Oberämter variierte im der Geschichte durch Auflösungen und Neugründungen. Anfang 19. Jahrhunderts waren es insgesamt 64 Oberämter 1938 wurden die noch bestehenden 61 Oberämter der Stadtdirektionsbezirk Stuttgart zu 34 Landkreisen und Stadtkreisen zusammen gefasst.

Verwaltungsgliederung bis 1938

(Auflösung der Oberämter) bzw. 1924 (Auflösung der 4 Kreise)

Neckarkreis

  1. Stadt Stuttgart
  2. Backnang
  3. Besigheim
  4. Böblingen
  5. Brackenheim
  6. Cannstatt
  7. Esslingen
  8. Heilbronn
  9. Leonberg
  10. Ludwigsburg
  11. Marbach
  12. Maulbronn
  13. Neckarsulm
  14. Stuttgart (Amt)
  15. Vaihingen
  16. Waiblingen
  17. Weinsberg

Schwarzwaldkreis

  1. Balingen
  2. Calw
  3. Freudenstadt
  4. Herrenberg
  5. Horb
  6. Nagold
  7. Neuenbürg
  8. Nürtingen
  9. Oberndorf
  10. Reutlingen
  11. Rottenburg
  12. Rottweil
  13. Spaichingen
  14. Sulz
  15. Tübingen
  16. Tuttlingen
  17. Urach

Jagstkreis

  1. Aalen
  2. Crailsheim
  3. Ellwangen
  4. Gaildorf
  5. Gerabronn
  6. Schwäbisch Gmünd
  7. Schwäbisch Hall
  8. Heidenheim
  9. Künzelsau
  10. Bad Mergentheim
  11. Neresheim
  12. Öhringen
  13. Schorndorf
  14. Welzheim

Donaukreis

  1. Biberach
  2. Blaubeuren
  3. Ehingen
  4. Geislingen
  5. Göppingen
  6. Kirchheim
  7. Laupheim
  8. Leutkirch
  9. Münsingen
  10. Ravensburg
  11. Riedlingen
  12. Saulgau
  13. Tettnang
  14. Ulm
  15. Waldsee
  16. Wangen

Verwaltungsgliederung ab 1938

Damals umfasste Württemberg eine Fläche von km² und hatte ca 2 9 Mio.

Stadtkreise

  1. Heilbronn
  2. Stuttgart
  3. Ulm

Landkreise

  1. Landkreis Aalen
  2. Landkreis Backnang
  3. Landkreis Balingen
  4. Landkreis Biberach
  5. Landkreis Böblingen
  6. Landkreis Calw
  7. Landkreis Crailsheim
  8. Landkreis Ehingen
  9. Landkreis Esslingen
  10. Landkreis Freudenstadt
  11. Landkreis Friedrichshafen (Landkreis Tettnang)
  12. Landkreis Gmünd
  13. Landkreis Göppingen
  14. Landkreis Hall
  15. Landkreis Heidenheim
  16. Landkreis Heilbronn
  17. Landkreis Horb
  18. Landkreis Künzelsau
  19. Landkreis Leonberg
  20. Landkreis Ludwigsburg
  21. Landkreis Mergentheim
  22. Landkreis Münsingen
  23. Landkreis Nürtingen
  24. Landkreis Öhringen
  25. Landkreis Ravensburg
  26. Landkreis Reutlingen
  27. Landkreis Rottweil
  28. Landkreis Saulgau
  29. Landkreis Tübingen
  30. Landkreis Tuttlingen
  31. Landkreis Ulm
  32. Landkreis Vaihingen an der Enz
  33. Landkreis Waiblingen
  34. Landkreis Wangen

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Württemberg Teil der amerikanischen bzw. Besatzungszone . Diese bildeten zusammen mit dem ehemaligen Baden die 3 Länder Württemberg-Baden Baden (Südbaden) und Württemberg-Hohenzollern welche 1952 zum Bundesland Baden-Württemberg vereinigt wurden.

Weblinks



Bücher zum Thema Württemberg

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/W%FCrttemberg.html">Württemberg </a>