Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Wahhabiten


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Wahhabiten sind eine fundamentalistische Richtung des Islam welche die strenge Einfachheit des Lebens die Heiligenverehrung ablehnt und die Wirksamkeit fremder Fürbitte Allah bestreitet. Die Bezeichnung Wahhabiten leitet sich vom Gründer dieser Richtung Muhammad ibn Abd al-Wahhab ab; ihre Anhänger selbst bezeichnen sich muwahhidun (vergleiche auch: Almohaden mit derselben Eigenbezeichnung) also «Bekenner der Gottes».

Inhaltsverzeichnis

Ursprung

Der Begründer Muhammad ibn Abd al-Wahhab 1699 oder 1703 gestorben 1792 ) stammte aus der Oasenstadt Uyaina im Nadschd (Zentralarabien).

Nach dem Studium an den theologischen in Mekka und Baghdad kam er zu der Schlussfolgerung dass der Islam in all seinen Richtungen weit dem «reinen» Ursprung entfernt habe; die damaligen betrieben seiner Auffassung nach Vielgötterei und verehrten Objekte (z.B. Heiligengräber).

Er entwickelte seine Vorstellungen im kitab at-tauhid (Arabisch «Buch der Einheit (Gottes)») und eine Rückkehr zu den Werten und der des Religionsstifters Mohammed.

Lehre

Wahhabbiten betrachten sich als die einzig Muslime. Sie lehnen alle anderen Richtungen des insbesondere den Sufismus und die Schia ab.

Geschichtliche Entwicklung

Die Vorstellungen Ibn Abd al-Wahhabs fanden Resonanz bei den sunnitischen Gelehrten seiner Zeit. Es folgte die in seine Heimatstadt. Dort ergab sich ein Bündnis zwischen Ibn Abd al-Wahhab und Ibn Saud einem aufstrebenden Fürsten in Zenralarabien aus Fürstentum letztendlich der Staat Saudi-Arabien hervorgehen sollte.

Diese nominell unter der Herrschaft des Osmanischen Reiches stehenden Beduinen begannen einen beispiellosen Eroberungsfeldzug neben der machtpolitischen auch eine missionierende Komponente Alle eroberten Stämme wurden vor die Wahl sich der Bewegung Ibn Abd al-Wahhabs anzuschließen sofort umgebracht zu werden.

Die Bewegung verzeichnete bedeutende Erfolge bis mit dem Osmanischen Reich in Konflikt geriet.

Erste Rückschläge - Begegnungen mit europäischen - Erster Weltkrieg

Mit dem Zerfall des Osmanischen Reiches dem Ersten Weltkrieg entstanden bei Vereinbarungen zwischen dem Völkerbund dem Vereinigten Königreich und Frankreich im Nahen Osten die heute bestehenden

Die beabsichtigte Aufspaltung der Arabischen Halbinsel einen Teil im Osten und einen im (Transjordanien unter dem Haschemitischen Königshaus) wurde durch militärischen Erfolge der al Saud Dynastie zunichte Mit der Eroberung von Mekka und Medina entstand mit Saudi-Arabien ein dominanter Staat durch die bedeutenden Reserven an Erdöl gleichzeitig politisch und wirtschaftlich bedeutsam wurde. Entwicklung schloss die politische Konsolidierung der Wahhabiten

Wahhabiten heute

Viele islamistische Organisationen sowohl in islamisch dominierten Ländern auch in Europa und Amerika haben Verbindungen Wahhabitismus oder stehen ihm nahe.

Trotz des puritanischen Alleinvertretungsanspruchs der Wahhabiten sie aus taktischen Überlegungen andere fundamentalistische Strömungen Islam.

Zu nennen ist die der Salafiya nahestehende Muslimbruderschaft in Ägypten die von Saudi-Arabien als zum säkularen Staat Nassers begünstigt wurde. Aus ihr ging später anderem die Palästinenserorganisation Hamas als Nachfolgegruppierung des in den 40er entstandenen palästinensischen Ablegers hervor der ebenfalls enge zur saudischen Theokratie nachgesagt werden.

Die Taliban waren bislang die bekannteste Wahhabitische Organisation Saudi-Arabiens. Die Terrororganisation Al-Qaida leitet sich von dieser Richtung des ab.

Die Bezeichnung Wahhabiten wird in Russland besonders auf dem Kaukasus für islamische Fundamentalisten gebraucht die - aus dem arabischen Ausland kommend - einen lokalen Bräuchen gereinigten Islam predigen. In der der Zerstörung und Orientierungslosigkeit nach dem Ersten 1994 - 1996 gelang es ihnen viele - besonders - Leute in Dagestan und Tschetschenien für sich zu gewinnen. Einige tschetschenische schlossen sich den Wahhabiten an. Im Konflikt Aslan Maschadow und Achmad Kadyrow ging es nicht zuletzt darum wie den Wahhabiten begegnen sollte. Mit der saudi-arabischen haben diese so genannten Wahhabiten oft wenig tun.

Wahhabiten in Saudi Arabien heute

In Saudi-Arabien ist der Wahhabitismus heute Das Konvertieren zu anderen Richtungen des Islam verboten. Gleichzeitig fördert der saudi-arabische Staat wahhabitische in allen Teilen der Welt. Als Hochburg Wahhabiten im heutigen Saudi-Arabien darf Riad genannt Insbesondere in den südlichen Altbaustadtvierteln das von Einwanderern aus Pakistan und Afghanistan dominert wird ist der groß. Ein besonderer Auswuchs der saudischen Wahhabiten die Religionspolizei die Mutawas. Mutawas sind neben regulären Polizei Wächter die die Einhaltung sittlicher in der Öffentlichkeit kontrollieren sollen. Ungewöhnlich ist dass während des Freitaggebetes die Predigt auf laut gestellt wird so dass das gesamte der Moschee beschallt wird. Dabei ist antiwestliche nicht selten.

Wie in vielen anderen arabischen Ländern die Justiz den Religionsgelehrten d.h. den Wahhabiten. wieder wird von einem möglichen Staatsstreich gesprochen die Wahhabiten gegen das saudische Königshaus durchführen




Bücher zum Thema Wahhabiten

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Wahhabismus.html">Wahhabiten </a>