Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Wahlkampf wird im engeren Sinne das direkte von Parteien oder Kandidaten um Stimmen kurz vor einer Wahl bezeichnet. Im weiteren Sinne lässt sich größte Teil des Verhaltens von Parteien oder vor einer Wahl dem Wahlkampf zurechnen.
Der Wahlkampf erfüllt im Wesentlichen zwei Zum einen soll er die Unterstützer einer noch einmal motivieren zum anderen soll er dienen die noch unentschlossenen Wähler zur Stimmabgabe bewegen. Er kann vielfältige Formen annehmen. Von und Infoständen über Flugblätter Plakate bis hin zu Werbung in Fernsehen oder Radio . In einer Zeit in der traditionelle im Abnehmen begriffen sind gewinnt der Wahlkampf an Bedeutung.
Ebenfalls in den letzten Jahren wird eine Veränderung der Wahlkampfführung konstatiert. Während der Wahlkampf besonders in Deutschland von einfachen Parteimitglieder wurde und sich auf die Werbung vor konzentrierte nimmt die Bedeutung der Medien zu. Gleichzeitig wird konstatiert dass der sich immer mehr professionalisiert das heißt von professionellen Werbeagenturen betreut wird und sich in Form Personalisierung auf einzelne Spitzenkandidaten beschränkt. Als exemplarische werden der Wahlkampf von Bill Clinton 1992 der von Tony Blair 1997 genannt. In Deutschland wurde der von Wahlkampfzentrale KAMPA betreute Wahlkampf der SPD vor der Bundestagswahl 1998 als bedeutender Wechsel in der Wahlkampfführung Inwieweit diese Tendenzen wirklich stattfinden und inwieweit das Wahlverhalten ändern ist in der politikwissenschaftlichen Literatur hoch umstritten.
Die Funktion von Wahlkämpfen innerhalb der repräsentativen Demokratie ist ebenfalls umstritten. Zum einen werden als Hochzeit der Demokratie bezeichnet. Die Bedeutung politischer Themen in Öffentlichkeit nimmt zu die Politikverdrossenheit nimmt ab. Gleichzeitig aber wird warnend hingewiesen dass der Wahlkampf längerfristige sachorientierte Politik da jedes Verhalten von Politikern sich auf nächsten Wahlgewinn orientiert und nicht mehr auf Probleme. In der Bundesrepublik Deutschland mit relativ Wahlperioden und einer vielzahl von Landtagswahlen wird dauernder Wahlkampf oft als Grund den Reformstau genannt.
Um den Parteien die Kosten eines Wahlkampfes zu erstatten in Deutschland eine Wahlkampfkostenerstattung die sich nach dem erreichten Wahlergebnis
Noelle-Neumann/Kepplinger/Donsbach: Kampa. Meinungsklima und Medienwirkung im Bundestagswahlkampf 1998 . Alber Reihe Kommunikation Freiburg/München 2000 ISBN 3-495-47981-3