Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Waldmeister ( Asperula odorata ) gehört zu den Rötegewächsen (Rubiaceae) wie der Färberkrapp oder die Kaffeepflanze . Er ist auch unter den Namen Gliedkraut Gliedegänge und Halskräutlein bekannt.
Der Waldmeister hat einen kriechenden ausdauernden Er treibt einfache vierkantige in Quirlen beblätterte Die Quirle zählen sechs oben acht hellgrüne am Rande mit feinen Borsten besetzte Blätter. Blüten stehen in einem Gipfelstrauß auf dreimal Stielen. Sie sind schneeweiß glockig sternförmig. Die stellen kleine klettenartige Nüsschen dar. Er blüht [Mai].
Waldmeister wächst in schattigen Wäldern vorzugsweise krautreichen Buchen- oder Laubmischwäldern. In der Pflanzensoziologie ist die Pflanze Fagetalia-(Ordnungs)-Charakterart mit Massen-Schwerpunkt Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum).
Das Verbreitungsgebiet umfasst Mittel- Ost- und sowie Nordamerika.
Im Kraut kommt Cumaringlycosid vor das beim verwelkenden Blatt Cumarin abspaltet. Cumarin verursacht den besonderen Waldmeister-Duft. geringen Mengen kommen zudem vor: das Glucosid (siehe Färberkrapp ) und Gerbstoffe.
Waldmeister wird im Mai und im gesammelt. Er ist als Maibowlenpflanze bekannt. Außer Bowle wurde die Pflanze früher zur Aromatisierung Süßspeisen ( Wackelpeter Götterspeise) Limonaden Eis Likören von Bier (Schuss in Berliner Weiße ) und Parfümen verwendet. Nahrungsmittel dürfen heute der "Giftigkeit" des Waldmeister nur noch künstlich gefärbt und aromatisiert werden.
In der Homöopathie wird die Essenz aus frischem vor Blüte gesammeltem Kraut (D1-D2) bei Metritis und innerlich angewendet. In der Volksmedizin findet der als Antispasmodicum bei Leberleiden und Gelbsucht Verwendung.
Nach Genuss von Waldmeister kann es Kopfschmerzen kommen. Cumarin das auch in Melilotus -Arten sowie in Anthoxantum odoratum vorkommt kann beim Menschen in höheren Schwindel Schlafsucht oder gar zentrale Lähmung und im Koma hervorrufen. Solche Vergiftungen sind jedoch Genuss cumarinhaltiger Pflanzen wegen des geringen Cumaringehaltes der geringen Toxizität des Cumarins nicht zu