Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Waldrapp


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Waldrapp
Waldrapp ( Geronticus eremita )
Systematik
Klasse : Vögel (Aves)
Ordnung : Schreitvögel (Ciconiiformes)
Familie : Ibisse (Threskiornithidae)
Gattung : Geronticus
Art: Waldrapp ( G. eremita )

Der Waldrapp ( Geronticus eremita ) auch europäischer oder Schopfibis genannt gehört Familie der Ibisse.

Inhaltsverzeichnis
1 Links

Aussehen

Der Waldrapp hat als erwachsenes Tier nacktes rote Gesicht und einen ebenfalls roten nach unten gebogene Schnabel. Der Hinterkopf und Nacken weisen verlängerte Federn auf. Das Gefieder schwarz mit grünem Metallschimmer die mittleren Oberflügeldecken jedoch rötlich. Die beiden Geschlechter unterscheiden sich nicht.

Sein Gewicht beträgt bis 1.4 kg wird 65-67 cm lang und hat eine von etwa 15 bis 20 Jahren.

Verhalten

Der Waldrapp ein geselliger Vogel der engem Kontakt zu Artgenossen sucht und sich Kolonien von mehreren Dutzend bis über hundert zusammenschließt.

Nahrung

Die Nahrung besteht aus Insekten und Larven Würmern Heuschrecken Spinnen aber auch aus Säugetieren Reptilien und Amphibien sowie aus pflanzliche

Fortpflanzung

Es findet nur eine Brut pro in den Monaten März bis Juni mit Eiern statt. Brutkolonien finden sich in Felswänden an Steilküsten. Nester werden aus Zweigen Gras Blättern in Felsnischen gebaut. Am Nestbau beteiligen beide Geschlechter. Die Brutzeit beträgt 27 bis Tage. Nach 45 bis 50 Tagen in die Jungtiere auch von anderen Alttieren der gefüttert werden sind sind sie flügge verbleiben noch längere Zeit bei den Eltern um Nahrungsbeschaffung zu erlernen.

Geschichte

Aus dem 16. Jahrhundert gibt es mehrere Belege für die des Waldrappen in Mitteleuropa vorallem in Form von Verfügungen der zu seinem Schutz. Als Wappentier der Grazer Stadtpfarre taucht er im Jahre 1560 auf. Auf das Jahr 1582 datiert eine Abbildung im Wiener Messbuch Missale Romanum . Das letze Bild eines Waldrappen wurde 1600 von G. Hoefnagel für Kaiser Rudolf II. angefertigt. Im zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts verschwindet der Waldrapp aus Mitteleuropa . Der genaue Ablauf seines damaligen Verschwindens nicht bekannt. Die letzten Exemplare sollen während 30-jährigen Krieges im Kochtopf gelandet sein.

Der Waldrapp wurde zuerst von dem Zürcher Arzt und Naturforscher Conrad Gesner im 1557 in seiner "Geschichte der Tiere" beschrieben. soll auf steilen Felsen und in alten genistet und in Gärten und Wiesen seine gesucht haben. Er sei schwarz gewesen und auf seinem Kopf «streusslin hindersich (nach hinten) getragen. Sein Schnabel sei «rotlecht» und lang und außerdem «komlech (gut geeignet) im erdtrich graben damit er die verborgenen würmlin und härauss ziehe».

Zeitweilig für ein Fabeltier gehalten war die Sensation um so als im Jahr 1897 die Vogelkundler Rothschild und Kleinschmidt zweifelsfrei nachwiesen dass der mittelalterliche mit dem im Laufe des 19. Jahrhunderts Nahen Osten und in Nordafrika entdeckten Schopfibis identisch ist.

Verbreitung

Von der Spätantike bis in die Neuzeit war der Waldrapp nicht nur in Norafrika und dem Nahen Osten verbreitet sondern kam auch in Italien dem Balkan bis nach Ungarn und weiter bis in den Alpenraum nach Süddeutschland vor.

Heute gibt es nur noch wenige

  • Sous-Massa Nationalpark in Marokko ; 1994: 220 Tiere 57 Brutpaare; 2001: Brutpaare; 2002: 315 Tiere. 2003: 85 Brutpaare 100 Jungtiere.
  • Birecik in der Provinz Urfa in der Türkei ; eine halbwild lebende Kolonie 2001: 42 und 17 Jungtiere; 2002: 19 Jungtiere.
  • Al Badia in Zentral- Syrien ; eine erst im Frühjahre 2002 entdeckte aus 7 Tieren 3 Brutpaare. 2002: 3 2003: 7 Jungtiere.

In Zoos gibt es aber wieder als 700 Tiere die sich gut fortpflanzen dass in einigen Zoos der Platz eng Nicht nur deshalb wurde vom Konrad Lorenz -Institut in Grünau in Österreich ein Auswilderungsprojekt für Österreich und Italien gestartet. Ein Weiteres Auswilderungsprojekt läuft in in Marokko wo bis 1985 Waldrappen brüteten bis 1995 vorkamen. 2001 sind dort bereits ersten Jungvögel geschlüpft.

Links

Siehe auch: Ausgestorbene Tierarten Europas




Bücher zum Thema Waldrapp

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Waldrapp.html">Waldrapp </a>