Die Anfänge Waldsassens gehen zurück bis Jahr 1133 . Am 1. Oktober holte Markgraf Diepold III. von Vohburg-Cham Mönche aus Volkenrode in Thüringen hierher um ein Kloster zu gründen. Dieses wurde in den Jahrhunderten zu einem der bedeutendsten Zisterzienserklöster Bayerns. Lange Zeit waren die Klostergebäude einzige Ansiedlung. Erst ab dem 17. Jahrhundert entstanden außerhalb des Klosters die ersten Häuserzeilen. 1895 wurde die Eisenbahnlinie Wiesau - Cheb eröffnet. Für Waldsassen bedeutete dies einen Aufschwung.
1896 wurde dem Markt Waldsassen von Prinzregent die Stadtrechte verliehen. Die Einwohnerzahl war inzwischen fast 4.000 angewachsen. 30 Jahre vorher hatte man erste Porzellanfabrik gegründet der dann in den darauffolgenden noch die Klinkerfabrik das Ziegelwerk und die Glashütte folgten. Einen starken Bevölkerungszuwachs bekam Waldsassen 1945 als hier viele Heimatvertriebene ein neues Zuhause fanden. Die Bevölkerungszahl jetzt sprunghaft von 5.300 auf 7.800. In darauffolgenden Jahrzehnten entstanden neue Stadtteile die das beträchtlich veränderten.
Spiegelung der Basilika im Stadtparkweiher
Die Industrie Waldsassens hat übrigens einige aufzuweisen. So stellt die Waldsassener Glashütte Lamberts unter anderem Echt-Antik-Glas für Kirchenfensterverglasungen her. Einzigartig war auch Holzperlenherstellung der Firma Stilp die hier seit 1912 ansäßig war. Der Betrieb der leider den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die einstellte fertigte bis zu 90 verschiedene Perlensorten mit einer von der Firma entwickelten speziellen und Farbe lackiert wurden. Ein trauriges Kapitel der ist auch der Niedergang der Porzellanindustrie in Stadt. Während in den 60er Jahren des Jahrhunderts noch zwei Porzellanfabriken das "Weiße Gold" ist dieser Industriezweig mittlerweile ganz aus Waldsassen
Neben der Kultur die man in Waldsassen auf einem Niveau pflegt - genannt seien nur die ganz Bayern bekannten Kirchenkonzerte - schätzt man auch die Völkerverständigung . Dies ergibt sich schon allein aus Nähe zum tschechischen Nachbarn.
Die tschechische Stadt Cheb ist nur 10 km von Waldsassen und über den Grenzübergang Hundsbach -Svaty Kriz zu erreichen.