Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Waldstadion


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Dieser Artikel befasst sich mit dem Frankfurter Für weitere Sportstätte mit gleichem Namen siehe Liste von Stadien .
Das Waldstadion in Frankfurt am Main liegt südlich des Mains im Frankfurter Stadtwald zwischen Frankfurt-Flughafen Frankfurt-Niederrad und Neu-Isenburg . Seit Sommer 2002 wird es für Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu einem reinen Fußballstadion für etwa Zuschauer umgebaut. Die Einweihung der umgebauten Arena für Mai 2005 geplant.

Hauptnutzer des Waldstadions sind der Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt und das American Football -Team von Frankfurt Galaxy in der NFL Europe .

Die Sportanlage umfasst neben dem eigentlichen Stadion weitere Sportstätten darunter ein Schwimmbad das (ehemalige) Radstadion eine Tennisanlage eine Minigolfanlage eine Wintersporthalle und eine Kunsteisbahn.

Inhaltsverzeichnis

Historie

Das ursprüngliche Waldstadion wurde am 21. Mai 1925 eröffnet. Erstes nationales Großereignis ist das um die Deutsche Fußballmeisterschaft am 7. Juni 1925. Vor 25.000 Zuschauern besiegt der 1. FC Nürnberg den FSV Frankfurt mit 1:0. Weitere Höhepunkte der zwanziger Jahre sind unter anderem Fußball-Länderspiele (gegen Italien und die Schweiz ) ein Leichtathletik -Länderkampf (ebenfalls gegen die Schweiz). Die anvisierte für die Austragung der Olympischen Spiele 1936 muss jedoch zugunsten der Hauptstadt Berlin werden. 1937 wird die Zuschauerkapazität durch Ausbau Gegengeraden auf 55.000 erhöht.

Unter den Nationalsozialisten wird das Waldstadion in den dreißiger Jahren auch für politische Veranstaltungen - und Versammlungen - mit bis zu 150.000 genutzt. Einer der letzten sportlichen Höhepunkte vor Zweiten Weltkrieg ist der Weltrekord über 400 m durch Rudolf Harbig 12. August 1939 .

Nach dem Krieg wird das Waldstadion durch amerikanische Soldaten beschlagnahmt in Victory Stadium umbenannt und für eigene Zwecke genutzt bereits im Juli 1946 wieder auch für deutsche Veranstaltungen freigegeben. Höhepunkte der Nachkriegszeit sind die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften höchstklassige (Oberliga-) Fußballderbys der Eintracht des FSV und der Offenbacher Kickers sowie das Comeback von Max Schmeling mit seinem K.O.-Sieg gegen Werner Vollmer 28. September 1947 .

Erster Umbau

Nach einem als Chaos-Spiel in die Annalen des Waldstadions eingegangenen von Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Kaiserslautern im Mai 1953 als fast 70.000 Karten für die 55.000 Zuschauer konzipierte Hauptkampfbahn verkauft werden weitere Fans gewaltsam Einlass begehren und es zu mit mehr als 200 Verletzten kommt beschließt Stadt Frankfurt die erste umfassende Modernisierung.

Nach 19monatiger Bauzeit kann das renovierte am 14. Mai 1955 wieder seiner sportlichen Bestimmung übergeben werden. Höhepunkte der fünfziger Jahre sind u.a. die Austragung der Leichtathletik-Meisterschaften 1955 Fußball-Länderspiele gegen die Schweiz und Spanien sowie die Teilnahme der Eintracht an Endrunde zur Deutschen Meisterschaft. Im Spiel gegen FK Pirmasens wird ein bis heute gültiger aufgestellt: 81.000 Zuschauer sehen am 23. Mai 1959 den Sieg der Eintracht die später Finale in Berlin auch die Erzrivalen von Offenbach besiegen kann und damit erstmals und heute zum einzigen Mal Deutscher Fußballmeister wird.

Den internationalen Anforderungen entsprechend wird 1960 damals modernste Flutlichtanlage Deutschlands installiert. Das Waldstadion einige unvergessliche Europapokalbegegenungen der Eintracht u.a. gegen die Young Bern den Wiener SC und die Glasgow Rangers die im Halbfinale vor 77.000 Zuschauern 6:1 (Rückspiel 6:3) besiegt werden. Erst im (ebenfalls in Glasgow) unterlagen die Frankfurter Real Madrid mit 3:7.

Einführung der Bundesliga

1963 wird die Fußball-Bundesliga eingeführt. Von Anfang an mit dabei: Frankfurt. Zum Auftakt am 24. August 1963 ist der 1. FC Kaiserslautern zu im Waldstadion das erste Spiel endet 1:1.

Weitere sportliche Höhepunkte der sechziger Jahre sind die Weltmeisterschaften im Bahnradsport 1966 und der Kampf um die Schwergewichts-Weltmeisterschaft Boxen zwischen Muhammad Ali und Karl Mildenberger am 10. September 1966: Vor 22.000 Zuschauern siegt Ali Abbruch in der 12. Runde.

Zweiter Umbau

Der zweite große Umbau des Waldstadions für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 notwendig. Von Mai 1972 bis Januar wird das Stadion umfassend modernisiert um den der WM-Spielorte an Komfort und Sicherheit gerecht werden. Am 13. Juni 1974 findet im Waldstadion die Eröffnungsfeier für Fußball-Weltmeisterschaft 1974 statt außerdem werden fünf Gruppenspiele Unvergesslich bleibt vor allem die Wasserschlacht von Frankfurt am 3. Juli als das deutsche Team den Gegener Polen auf einem nahezu unspielbaren Platz mit besiegt ins Finale einzieht und nach Sieg die Niederlande Weltmeister wird. (Die offensichtlich notwendige Drainage wird ebenso wie die Rasenheizung 1978 Weitere Höhepunkte der siebziger Jahre sind das DFB-Pokal -Endspiel und die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1976 sowie der Gewinn des UEFA-Cups von Eintracht Frankfurt durch ein 1:0 Finalrückspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 21. Mai 1980 .

Superstars der Achtziger und Neunziger

Auch in den achtziger Jahren sind es zum einen die sportlichen Attraktionen die für hohe Zuschauerzahlen und sorgen: neben dem Deutschen Turnfest 1983 den Deutschen Leichtatlethik-Meisterschaften 1988 den Endspielen den DFB-Pokal (1982 und 1984) sowie den Supercup (1987 und 1988) sind hier vor die Spiele der Fußball-Europameisterschaft 1988 zu nennen anlässlich derer eine moderne installiert und erste VIP -Einrichtungen erbaut werden.

Daneben locken der Deutsche Evangelische Kirchentag 1987 und Open-Air -Konzerte neue Zuschauerschichten ins Stadion beispielsweise Supertramp (1983) Madonna (Musik) (1987) Bruce Springsteen und Prince (1988) die Rolling Stones und Tina Turner (1990).

In den neunziger Jahren folgen Auftritte von Marius Müller-Westernhagen den Dire Straits und Michael Jackson für dessen Auftritt sogar das Spitzenspiel Bundesliga von Eintracht Frankfurt gegen Bayern München verlegt wird.

Als neue sportliche Großveranstaltungen werden von die Weltmeisterschaften im Damen- Tennis der Federationscup auf der neuen Tennisanlage Waldstadions ausgetragen. Auf der Hauptkampfbahn hält der American Football mit Frankfurt Galaxy erstmals am 23. März 1991 Einzug ins Waldstadion und kann sich im Rhein-Main-Gebiet etablieren.

Wichtigste Sportart bleibt jedoch der Fußball. muss Eintracht Frankfurt nach einem 0:3 im Heimspiel am 4. Mai 1996 erstmals aus der 1. Bundesliga absteigen zwei Jahren gelingt jedoch die Rückkehr ins Nach einer sportlich durchwachsenen Saison wird erst letzten Spieltag am 29. Mai 1999 gegen Kaiserslautern in einer an Dramatik zu überbietenden Partie mit einem 5:1-Sieg Sekunden Abpfiff der Klassenerhalt gesichert. Nur zwei Jahre (2001) ist der zweite Abstieg von Eintracht aber nicht zu vermeiden. Aufgrund finanzieller Turbulenzen der freie Fall in die Amateurliga erst vor Gericht die Bundesliga-Lizenz erteilt. Wieder dauert es zwei bis zum Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. 25. Mai 2003 wird der SSV Reutlingen wieder einmal buchstäblich letzter Sekunde mit 6:3 besiegt und Aufstieg aufgrund des besseren Torverhältnisses im Vergleich Konkurrenten FSV Mainz 05 besiegelt.

Genau eine Woche später besiegt die Galaxy den Erzrivalen Rhine Fire mit 38:7 erreicht somit das Finale um den World Bowl welches später in Glasgow wiederum gegen Fire gewonnen werden kann.

Dritter Umbau

Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland das Waldstadion derzeit noch bis 2005 umgebaut etappenweise an gleicher Stelle neu errichtet. Architektonisches dürfte das verschließbare Dach sein das vollständig zentral über dem Spielfeld aufgehängten Videowürfel zusammengefaltet kann. Die Eröffnung ist für Mai 2005 Als Testlauf für die WM sollen verschiedene (inkl. Endspiel) des FIFA Confederations-Cup 2005 im neuen Waldstadion ausgetragen werden.

Literatur

  • Thomas Bauer Frankfurter Waldstadion - 75 Jahre 1925 - 2000 Nest-Verlag Frankfurt ISBN 3-925850-31-7

Weblinks




Bücher zum Thema Waldstadion

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Waldstadion.html">Waldstadion </a>