Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 20. September 2014 

Wasserstoffbrückenbindung


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Wasserstoffbrückenbindungen oder Wasserstoffbrücken gehören mit den van-der-Waals-Bindungen und den elektrostatischen Bindungen zu den Wechselwirkungen deren Bindungsenergien deutlich unter denen der kovalenten ( Atombindung ) und der ionischen Bindungen liegen.

Wasserstoffbrücken entstehen wenn sich zwei Moleküle oder zwei geeignet weit voneinander getrennte eines Makromoleküls über Wasserstoffatome (H) in Wechselwirkung treten. Dazu muss H kovalent an ein stark elektronegatives Atom (z.B. N O oder F ) gebunden sein was dem H eine Partialladung und dem Bindungspartner des H eine Partialladung verschafft weil das gemeinsame Elektronenpaar vom H aufgrund seiner geringen Kernladung so stark angezogen wird wie von den Protonen des Atomkerns des Donors. Man spricht von der Ausbildung eines positiven Pols (beim und eines negativen Pols (beim Bindungspartner des oft auch von einem starken Dipol . Die Wasserstoffbrücke wird nun vom H einen Moleküls dem Donor zu einem Atom negativer Partialladung eines anderen Moleküls gebildet dem Dieser Prozess ist ansatzweise ähnlich zu dem der zur Dissoziation von Protonen bei Säuren führt ( Protolyse ).

H-O-H ... O-H 2

Wasserstoffbrücken sind verantwortlich für die speziellen vieler für Lebewesen äußerst wichtiger Moleküle:

Wasser
flüssiger Aggregatzustand Kohäsion erhöhter Siedepunkt
DNA
komplementäre Basenpaarung innerhalb der Doppelhelix
RNA
komplementäre Basenpaarung innerhalb von tRNA -Molekülen oder zwischen RNA- und DNA-Molekülen
Proteine
Stabilisierung der Sekundärstrukturen (Alpha-Helix oder Faltblatt) und der Tertiärstruktur zur Quartärstruktur (es treten bei Proteinen aber auch andere Bindungstypen auf).

Wenn zum Beispiel im Wasser zwischen H 2 O-Molekülen keine Wasserstoffbrücken bestünden würde Wasser nicht Celsius schmelzen und bei 100°C sieden sondern beides bereits bei Temperaturen von zwei- bis Minustemperaturen tun mit der Folge dass es der Erde kein gefrorenes Eis und kein flüssiges Wasser sondern nur Wasserdampf gäbe. Das Leben auf der Erde der heutigen Form würde unter solchen Bedingungen existieren können.



Bücher zum Thema Wasserstoffbrückenbindung

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Wasserstoffbr%FCcke.html">Wasserstoffbrückenbindung </a>