Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Watten ist ein Kartenspiel das hauptsächlich in Österreich der Schweiz und Südtirol gespielt wird.
Vier Spieler(innen) nehmen daran teil wobei sich diagonal Gegenübersitzende ein Spielteam bilden. Es mit einem Bildblatt aus 32 oder 36 gespielt von denen jeder Spielteilnehmer fünf - gegeben - erhält. Ziel jedes Teams ist Spiel damit drei Stiche zu erzielen (best fife) und somit zu gewinnen.
Die drei höchsten Karten sind die der "Max" (Herz-König) der "Belli" (Schell-7) und "Spitz" (Eichel-7). Danach folgen die "Schläge" die ersten Spieler nach dem Geber angesagt werden. sind die Zahlen bzw. Höhen der Karten. Geber selbst sagt die stichwertig darunter liegende (die "Trümpfe") an deren höchste das "As" den anderen Bildkarten und den noch darunter Zahlenkarten ist.
Jeder "Schlag" kann "Trumpf" stechen ein "Schlag" kann nur vom "Hauptschlag" oder einem gestochen werden. Hat ein Spieler alle drei in seiner Hand kann er aufdecken und 3 Punkte schreiben - er muss es nicht wenn er hofft durch Bluff-Technik 4 zu erreichen.
Vor dem Austeilen der Karten werden gemischt und vom hinter dem Geber sitzenden abgehoben der die untere abgehobene Karte des für sich behalten darf falls diese ein ist. Daraufhin hat der Geber das Recht nächstfolgende Karte anzusehen und ebenfalls zu entnehmen diese "kritisch" ist. Im seltenen Fall eines darunterliegenden "Kritischen" steht der wieder dem Abhebenden Verzichtet der Abhebende auf sein Entnahmerecht ist auch für den Geber aufgehoben. Der Abhebende aber auch eine Karte die nicht "kritisch" als Bluff entnehmen. Werden aber alle fünf jenes Spiels ausgeführt ohne dass der Abhebende "Kritischen" vorgewiesen hat kann dessen Team um Punkte gestraft werden.
Die Karte die sowohl "Schlag" als "Trumpf" ist nennt man "Hauptschlag" und ist vierthöchste Karte nach den "Kritischen". Ist der die erste gespielte Karte eines Spiels müssen Spielbeteiligten auf Aufforderung "Trumpf oder Kritisch" aber "Schläge" zugeben.
Ein einfach gewonnenes Spiel erbringt mindestens Punkte es kann aber zwischendurch von jeder auf "drei" und im Gegenzug von der auf "vier" gesteigert werden wobei die "angesteigerte" "gehen" kann und der vorherig gültige Punktwert den bereits bestehenden notiert wird (meist auf Kreidetafel).
Bei Turnieren ist eine "Bohne" (= einer Spielserie) in der Regel mit 11 erreicht; eine neue Spielserie um eine "Bohne" Wenn eine Partei mit dem nächstfolgenden 2-Punkte-Spiel "Bohne" für sich entscheiden könnte hat das "ausgeschafft" und darf nicht mehr steigern. Das Team dagegen erhält automatisch drei Punkte bei sofern die führende Mannschaft nicht "geht" und kampflos zwei Punkte den Gegnern zugesteht.
Da die beiden Teamspieler anfangs ihre gegenseitig nicht kennen ist das "Deuten" selbiger Mimik und Gestik nicht nur erlaubt sondern Bestandteil des Spiels. Dazu vereinbaren die Spielpartner Geheimzeichen. Es darf auch geredet werden etwa welche Karte des Gegners stechen (oder das soll und was er vorspielt. Meistens übernimmt der beiden Teampartner die Spielführung (für ein mehrere Spiele). Wichtig ist die Gegner dabei Unklaren über die eigenen Karten zu lassen gleichzeitig möglichst viel durch Beobachtung und Kombinationsgabe deren Karten zu erfahren. Durch die Steigerungsmöglichkeit ein Bluffeffekt der dem des Pokerns ähnlich
Obwohl beim Watten nicht alle Karten werden gilt es in Bayern aus traditionellen auch dann nicht als unerlaubtes Glücksspiel wenn Geldeinsätze gespielt wird. Im Gegenteil Preiswatten sind beliebt und werden von den Veranstaltern stark
Es gibt regional unterschiedliche Variationen des so dass es für auswärtige Spielteilnehmer ratsam sich über etwaige Abweichungen zu informieren.
Entstanden ist das Spiel in der Form der Überlieferung nach in der Zeit napoleonischen Kriege in Südtirol als die miteinander verbündeten und Bayern ihre Freizeit in den dortigen damit verbrachten.