Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Wehrpflicht bezeichnet man die Pflicht für einen Zeitraum in der Armee eines Landes zu dienen. Ob und wen eine Wehrpflicht besteht ist in verschiedenen unterschiedlich geregelt:
Die Wehrpflicht endet mit Ablauf des in dem der Wehrpflichtige das 45. Lebensjahr bei Offizieren und Unteroffizieren in dem das Lebensjahr vollendet wird. Im Verteidigungsfall endet die Wehrpflicht mit des Jahres in dem der Wehrpflichtige das Lebensjahr vollendet.
Ja ungediente Wehrpflichtige gehören zur Ersatzreserve . Wehrpflichtige die in der Bundeswehr gedient gehören zur Reserve . Die übrigen gedienten Wehrpflichtigen gehören zur sobald über ihre Heranziehung zum Wehrdienst auf der Wehrpflicht entschieden ist.
Die politische Diskussion die Bundeswehr in reine Berufsarmee umzuwandeln stellt die Wehrpflicht in Frage. immer weniger junge Männer eines Jahrgangs tatsächlich Wehrdienst eingezogen werden beklagen Kritiker die mangelnde bei der Auswahl der Rekruten.
Wehrpflichtige mit Hochschul- oder Fachhochschulreife werden nicht zum Wehrdienst herangezogen wenn sie einen für eine betriebliche Ausbildung abgeschlossen haben. Die gilt bis zum Ende der betrieblichen Ausbildung dann die Einberufung zum Wehrdienst folgt. Bereits Einberufungsbescheide werden widerrufen. Nach der Berufsausbildung ist Einberufung bis zum 25. Lebensjahr möglich. Die gilt nicht für Abiturienten oder Fachoberschüler die Studium aufnehmen wollen.
Die Diskussion über die Wehrpflicht ist gleichbedeutend mit der Diskussion über das für wider einer Armee hängt aber mit ihr zusammen.
Desweiteren werden Analogien zur Schulpflicht und zur Steuerpflicht gezogen. Aus dem für und wider einen Pflicht läßt sich jedoch nicht auf Befürwortung oder Ablehnung einer anderen Pflicht schließen.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht hindert die Wehrpflicht Menschen während Wehrdienstes daran den Beruf für den sie besten qualifiziert sind auszuüben. Gerade junge Menschen gerade ihre Schullaufbahn beendet haben können aber ihrem Wissen die Volkswirtschaft formen. Während der die einen nicht unerheblichen Teil der Lebensarbeitszeit haben sie dazu keine Gelegenheit. Potenzielle Berufssoldaten in andere Berufe gedrängt ihre potenzielle berufliche als Soldat geht der Volkswirtschaft somit verloren. befürchten sogar Wehrpflichtige könnten ihre in der erworbenen Fähigkeiten zu einem Teil während der wieder verlernen. Somit ist die Wehrpflicht in Hinsicht ein Standortnachteil.
Andererseits kann die Wehrpflicht auch Ersatz fehlende flexible Lohnmodelle sein. Zivil- und Kriegsdientsleistende oftmals eine weit geringere Entlohnung als auf freien Markt durch Mindestgehälter möglich wäre.
Wehrpflichtgegner können sowohl für als auch eine Armee sein während Wehrpflichtbefürworter folglich auch für eine Armee sind.
Da eine Befürwortung der Wehrpflicht mittels Begründungsmodelle stets zum Rechtfertigungsproblem der Ethik führt dieses nicht lösbar ist kann die Wehrpflicht nicht mittels ethischer Argumente begründet werden.
In der Schweiz gilt für männliche Bürger gemäss Art. Bundesverfassung die allgemeine Dienstpflicht. Für Schweizerinnen ist Militärdienst freiwillig. Die Wehrpflicht dauert gemäss Art. Militärgesetz in der Regel vom 20. bis Altersjahr. Die Pflichtigen werden solange zu Wiederholungskursen bis eine dienstgradbezogene Anzahl von anrechenbaren Tagen ist. Für die Mannschaftsdienstgrade beträgt diese Zahl 300 Tage.
In Österreich gilt die allgemeine Wehrpflicht für alle Staatsbürger vom 18. bis zum 36. Lebensjahr Ausnahmen). In dieser Zeit muss der Grundwehrdienst abgeleistet werden. Die Dauer des Grundwehrdienstes 8 Monate . Dieser kann in einem abgeleistet werden zuerst 6 Monate und dann mit mehrtägigen Bis alle 8 Monate abgeleistet sind ist Mitglied der Miliz .
Anstelle des Militärdienstes ist auch ein oder Zivildienst möglich. Dieser dauert 12 Monate und bei verschiedenen Organisationen abgeleistet werden.
Frauen haben prinzipiell keine Wehrpflicht können den Wehrdienst freiwillig ableisten.
Heere die aufgrund einer allgemeinen Aushebung wehrfähigen Männer aufgestellt wurden gab es in Geschichte immer wieder etwa das Heer der römischen Republik oder Bürgergarden in Städten. Auch der Staat befand sich mit dem Kantonssystem (Wehrfähige Gebietes waren für bestimmte militärische Einheiten enrolliert)auf Weg zu einer Wehrpflichtigenarmee.
Das Frankreich der großen Französischen Revolution der erste europäische Staat der seine Armee der Levée en masse fast ausschließlich aufgrund einer allgemeinen Wehrpflicht (Daneben gab es noch Freiwillige.)
Preußen kopierte dieses Vorbild und führte Zuge der preußischen Reformen auch die allgemeine Wehrpflicht ein. Damit eine grundsätzliche Aufwärtung des Soldatenstandes verbunden galten bisher doch als gesellschaftlich deklassiert - jetzt auch Bürgersöhne zur Armee eingezogen wurden galt als Ehrendienst entehrende Körperstrafen wurden folgerichtig abgeschafft.
Nach den Befreiungskriegen wurde die Wehrpflicht Preußen konsequent beibehalten mit der Ausnahme dass der "gebildeten Stände" sich als sogenannte "Einjährige" melden konnten. In den anderen deutschen europäischen Staaten wurde unter den tauglich gemusterten erforderliche Anzahl von Rekruten durch Los bestimmt geloste konnte aber einen Ersatzmann stellen weshalb der Armee eher Männer aus ärmeren Schichten
Im Kaiserreich setzte sich das preußische alle anderen Rekrutierungssysteme durch hatte es doch Effizienz im Krieg 1870/71 eindrucksvoll bewiesen.
Auch in der Weimarer Republik und Dritten Reich hielt man an der Wehrpflicht nur wurde im Dritten Reich im Zuge Volksgemeinschaft der "Einjährige" abgeschafft und von den wurde erstmals gefordert auch die Mannschaften als zu betrachten.