Der Weißwal ( Delphinapterus leucas ) oder Beluga (vom russischen Wort für "weiß") ist drei bis maximal sechs Meter lange und bis 1500 Kilogramm schwere Art der Gründelwale die in arktischen und subarktischen Gewässern lebt. Wie die verwandten Narwale besitzen sie keine Rückenfinne; auffällig ist bläulich-weiße bis cremeweiße Färbung.
Die Gesamtlänge der Wale liegt zwischen und maximal sechs Metern bei einem Gewicht 400 bis maximal 1500 Kilogramm dabei sind Männchen in der Regel größer und schwerer die Weibchen. Der Körper wirkt massig und besonders im Schulterbereich rechteckig ausladend. Der Kopf relativ kurz und trägt eine vorgewölbte Verdickung die sich im Laufe des Lebens ausbildet. Hals ist meist gut durch einen Nackenabschnitt erkennen und der Kopf ist durch unverwachsene recht gut beweglich. Die Fluke ("Schwanzflosse") ist breit und wird mit dem Alter der zunehmend ginkgoförmig . Die Flipper ("Brustflossen") sind abgerundet rechteckig der Außenrand sich bei älteren Tieren auf. Die Augen sehr klein und liegen dicht hinter den die Ohröffnung ist fast gar nicht sichtbar. Kurz dem Nacken liegt das halbmondförmige Blasloch.
Wie bei allen Walen ist die Haut unbehaart und besitzt eine ziemlich dicke Diese Epidermis ist bei dem Weißwalen zwischen 5 12 Zentimeter dick und liegt damit auch Wale über dem Durchschnitt ebenso die darunter Schichten. Das Unterhautgewebe ist zu einer Fettschicht ausgebildet die abhängig vom Ernährungszustand dem und der Jahreszeit zwischen 2 und 22 dick ist. Die Zitzen der Weibchen liegen speziellen Taschen und sind nur bei alten säugenden Tieren sichtbar.
Ihren Namen erhielten die Weißwale durch Färbung die sich im Laufe ihres Lebens So sind neugeborene Weißwale eher schiefergrau bis und erhalten nach etwa einem Jahr eine Färbung die sie bis zum fünften Lebensjahr In dieser Zeit werden sie als "blues" Danach werden die Tiere gänzlich weiß wobei bläulicher Schimmer vor allem bei Weibchen bleiben
Ein wichtiges Merkmal der Weißwale sind Zähne. Sie sind gleichmäßig kegelförmig und die Zähne sind besonders bei den Jungtieren vorn Von diesen Zähnen besitzen Weißwale im Oberkiefer bis 22 im Unterkiefer 6 bis 22 Unterscheidung in verschiedene Zahntypen ist wie bei Zahnwalen nicht möglich.
Der Beluga ist in den meisten und subpolaren Gewässern anzutreffen vor allem an Küsten Alaskas Kanadas und der ehemaligen Sowjetunion . Die südlichsten Vorkommen liegen im Ochotskischen Meer und der Japansee in Asien sowie Bereich der St.-Lorenz -Mündung in Kanada. In Europa sind die ausschließlich auf den äußersten Norden Norwegens im Bereich des Varanger Fjord in Barentssee an der Halbinsel Kola sowie um die Inselgruppen Franz-Joseph Land und Svalbard beschränkt. Sporadische Funde snd allerdings auch Island Großbritannien und sogar aus der Ostsee bekannt. Am 18. Mai 1966 wurde gar ein Einzeltier 400 km im Rhein gesichtet. Nachdem der Moby Dick genannte Wal über mehrere Wochen den durch interessierte Biologen entkommen war schwamm er 16. Juni 1966 eskortiert von zwei Polizeifahrzeugen zurück ins [1]
Die Einwanderung in Flüsse wird beim sehr häufig beobachtet. So stieß man auch der Loire in der Elbe und in beinahe allen sibirischen Flüssen Einzeltiere oder kleinere Gruppen. Dieses Einwandern steht im Zusammenhang mit den jahreszeitlichen Wanderungen der oder ihren Versammlungen zur Paarung vor den Diese Wanderungen innerhalb ihres Gebietes können bei Populationen beobachtet werden. Sie dienen wahrscheinlich zum von Nahrungsgründen Paarungsplätzen oder Kalbungsorten.
Der Weltbestand der Belugas liegt wahrscheinlich etwa 80.000 bis 100.000 Tieren.
Die Weißwale bevorzugen als Lebensraum ruhige mit mäßiger Tiefe besonders Meeresbuchten oder den größerer Flüsse. Der Brandungsgürtel der Meere wird Häufig sind sie auch im Treibeisbereich oder Rande des Packeises zu finden die offene See passieren wahrscheinlich nur während ihrer Wanderungen.
Weißwale ernähren sich beinahe ausschließlich von Nahrung. Dabei stellt ist die Zusammensetzung ihrer unter den bislang untersuchten Walen die abwechslungsreichste. sind über hundert verschiedene Futtertiere bekannt das reicht von Hohltieren über Tintenfische Muscheln Krebstiere und Gliederwürmer bis hin zu größeren Knochenfischen wie Dorschen und Lachsen . Die Nahrung nehmen die Wale vor in flachen Meerestiefen von maximal zehn Metern indem sie den Boden nach Organismen absuchen können sie jedoch auch im Freiwasser jagen. maximal dokumentierten Tauchtiefen liegen bei etwa 200 diese werden allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit eher erreicht. Die Nahrungszusammensetzung verändert sich bei den auch mit dem Alter. Besteht sie bei Neugeborenen und den "blues" noch vor allem Krebsen wie den Sandgarnelen (Gattung Crangon ) verschiebt sie sich mit zunehmendem Alter in Richtung der Fische.
Die Männchen der Belugas werden mit acht bis neun Jahren geschlechtsreif die Weibchen etwa fünf Jahren. Bei den Männchen ist Zeitpunkt des Erwachsenwerdens hormonell direkt mit einer Weißfärbung und einer sprunghaften Vergrößerung der Hoden von etwa 130 Kubikzentimetern auf mindestens durchschnittlich aber 900 Kubikzentimeter verbunden.
Die Paarung findet in den Monaten bis Mai nördlicher auch erst im Juli Bereich der Kalbungsgründe statt. Dabei werden Flussmündungen da das dortige Wasser in der Regel zu zehn Grad Celsius wärmer ist. Es dann zu Ansammlungen von mehreren tausend Tieren allen Altersbereichen kommen; so wurden im Jahr etwa im Delta des MacKenzie-River über 5.000 gezählt.
Paarungsbereite Weibchen locken meist mehrere Männchen die ihnen folgen. Die Kopulation beginnt mit einem Im-Kreis-Schwimmen der Paarungspartner der Bauchseite worauf eine längere Begattung folgt. Nach der Paarung bildet das einen Vaginalpfropf aus der Eisprung ( Ovulation ) wird erst durch die Paarung ausgelöst.
Die Tragzeit dauert bei den Weißwalen vierzehneinhalb Monate. Die Neugeborenen sind zwischen 1 und 1 70 Meter lang und wiegen 45 und 75 Kilogramm. Für die ersten werden sie von der Mutter mit der über die Wasseroberfläche gebracht danach bleiben sie in ihrer direkten Nähe meist mit Körperkontakt. Zahndurchbruch beginnt zum Ende des zweiten Lebensjahres zu diesem Zeitpunkt werden die Jungtiere von Mutter gesäugt ( Muttermilch mit ca. 23% Fett und 16% Nach der Entwöhnung verpaart sich die Mutter ihr Jungtier bleibt jedoch meist noch bis zwei Jahre bei ihr.
Die Belugas sind gesellige Tiere und meist in Familienverbänden oder kleinen Gruppen. Normalerweise man sie in kleineren Schulen von etwa Individuen (über 50 Prozent der Beobachtungen) manchmal als Einzelschwimmer (etwa 16 Prozent der Beobachtungen) werden aber auch vereinzelt Gruppen mit mehr hundert Tieren beobachtet. Während der Paarungszeit bilden Großgruppen mit teilweise mehr als tausend Tieren allerdings eine Ausnahmeerscheinung während der saisonalen Zusammentreffen Die Kommunikation der Weißwale erfolgt über akustische die im Bereich des Nasenganges zum Blasrohr werden. Das Repertoir ist bei den Weißwalen groß und reicht von Brummgeräuschen über Quieklaute zu sehr hohen Zwitscherlauten. Der genutzte Frequenzbereich reicht dabei von 0 7 bis 20 Kilohertz. Viele der Töne sollen offensichtlich herbeirufen und werden beispielsweise von gestrandeten Walen
Wie die meisten Wale wird und der Weißwal bejagt die Jagdzahlen sind jedoch in den Jahren stark zurückgegangen. Kommerziell wird der Wal noch im Norden Russlands gefangen den Rest die Jagd durch Eingeborenenvölker wie die Inuit aus ("native hunt"). Diese nutzen das und das Fleisch für ihre Ernährung besonders ist die als Muktuk bezeichnete Haut der Wale. Außerdem gewinnen Jäger Leder Tran (etwa 180 Liter pro und Futter für ihre Schlittenhunde.
traditionelle Jagd auf Belugawale
Stark eingeschränkt wurde die kommerzielle Jagd allem aufgrund sehr hoher Quecksilber -Konzentrationen im Fleisch und Fett der Wale. lag bei Messungen im Jahr 1970 bereits über 0 5 ppm (Parts per Million).
Der Schutz der Weißwale kann aufgrund nachlassenden Bejagung und der Anstrengungen für den weltweit als ausreichend angesehen werden. Einen wesentlichen liefert dabei auch der Tourismus da besonders an leicht zugänglichen Küsten Kanada und Alaska das Whale-Watching der Belugas populär geworden ist. Problematisch sind dagegen die Gewinnungsaktivitäten für Erdöl in den polaren Gewässern die zu zunehmenden Störung der Tiere und einer Verschmutzung Gewässer führen.
Breton M Smith T (1990): The Beluga. Underwater World ; Dept. Fish. and Oceans Canada.
International Whale Committee (1992 1993) IWC - Report of the sub-commitee on cetaceans ; Reports of the International Whale Committee 42 185 - 193 43 130 - 132