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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 20. Juni 2013 

Weichgrundätzung


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Die Weichgrundätzung auch Vernis mou genannt ist ein Ätzverfahren des grafischen Tiefdrucks . Bei dieser Technik wird ein wachsweicher auf die Druckplatte aufgebracht. Man legt ein Zeichenpapier darüber und zeichnet das Motiv darauf. drückt sich der Strich in den weichen Zieht man dann das Papier ab so an den Druckstellen der Säureschutz von der gehoben; nun wird die Platte geätzt. Das ist ein weicher malerischer Strich. Sowohl der des Zeichenstiftes als auch die Körnung des Papiers bleiben im Druck erhalten.

Der Schweizer Dietrich Meyer soll um als erster damit begonnen haben dem harten Fett zuzusetzen. Felicien Rops hat diese Technik 1860 wiederentdeckt und neubelebt. Weichgrundätzungen ermöglichen auch Abreiben oder das Durchdrücken von Textilstrukturen. Dies beispielsweise von Käthe Kollwitz praktiziert.

Merkmale einer Weichgrundätzung

  • im Unterschied zur Kaltnadel zeigen Abzüge der Druckplatte keinen Gratschatten keine spitz an- und auslaufende Linien.
  • die geätzte Linie ist meist gleich und zeigt rauhe etwas körnige Ränder. Sie klarer und gleichmäßiger als bei der Kaltnadel.
  • Im Unteschied zur Aquatinta sind nur lineare Darstellungen möglich. Die ist dagegen eine Flächenätzung.




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