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Wein


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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Wein Getränk und den Eigenschaften dieses Getränks. Für Bedeutungen siehe Wein (Begriffsklärung)


Wein (lat. vinum ) ist ein alkoholisches Getränk das durch die alkoholische Gärung von Früchten hergestellt wird.

In der Regel versteht man unter im engeren Sinne lediglich das aus den Trauben der Weinrebe aus einem bestimmten Weinanbaugebiet hergestellte Getränk. Im weiteren Sinne zählen den Weinen auch die Obstweine (z.B. Apfelwein ) die verstärkten Weine (z.B. Sherry Portwein oder Madeira ) sowie die Schaumweine (z.B. Sekt Champagner oder auch Perlwein ).

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Die Kultivierung von Weinreben zum Zwecke Weinherstellung nennt man auch Weinbau . Schon seit dem 6. Jahrtausend vor wird dieser in Vorderasien betrieben um Wein herzustellen. Über Griechenland und das Römische Reich breitete sich der Wein als alkoholisches in ganz Mitteleuropa aus. Nicht zuletzt dass der Wein des Alkoholgehaltes oft keimfreier und sauberer war Wasser sorgte dafür dass seine Beliebtheit im Mittelalter noch weiter stieg.

Heute ist Wein vor allem ein Genussmittel das weltweit geschätzt wird.

Herstellung

Um einen guten Wein zu erhalten vor allem ein hoher Zuckergehalt der Trauben notwendig. Noch unreife Trauben einen hohen Gehalt an Weinsäuren und noch Zucker. Werden die Trauben während der Reifeperiode Sommer über ausreichend mit Wasser und Sonnenlicht kann der Zuckergehalt abhängig von der Traubensorte ein Maximum steigen (Vollreife). Je nach Witterung Rebsorte beginnt man Anfang September bis Anfang mit der Lese der Trauben.

Will man besonders hochwertige Weine erhalten man die Trauben trotz Reife noch am Rebstock . Die Trauben trocknen dann bei gutem zu Rosinen ein ein ansonsten unerwünschter Befall dem Botrytis -Schimmel führt zur Edelfäule . Das gezielte Lesen der überreifen Trauben man Auslese . Es ist aber mit einem Risiko da die Trauben bei feuchter Witterung ausgewaschen können und dann keinen Ertrag bringen. Der liegt bei der Lese zwischen 12 und % und setzt sich aus Fructose und Saccharose zusammen.

Die Trauben werden zur so genannten Maische zerdrückt und danach manchmal für einige ruhen gelassen. Produziert man Rotwein so lässt man die Maische bis Einsetzen der Gärung stehen oder vergärt direkt der Maische. Dadurch gehen in den Schalen Stielen enthaltene Farb- und Gerbstoffe (Tannine Phenole ) in den Most über. Bei Weißweinen wird die Maische in der Regel gekeltert. Wird Maische aus blauen Trauben nur gelagert enthält der Most nur die Farbstoffe dem Fruchtfleisch der Wein wird roséfarben so Roséwein oder Weißherbst .

Der Traubenmost wird meist durch Pressen ( keltern ) aus der Maische gewonnen. Um den Most von unerwünschten Schwebstoffen zu befreien die der heute üblichen maschinellen Lese verstärkt auftreten bisweilen zusätzlich Zentrifugen zur so genannten Entschleimung Einsatz. Die übrigbleibenden festen Bestandteile der Beeren Samen Stiele) bezeichnet man als Treber oder Trester . Etwa 60–80 Volumenprozent kann man als aus der Maische pressen. Den Treber kann mit Wasser aufgießen und nochmals Pressen dadurch man den so genannten Treberwein. Dieser wird in der Regel zum Treber oder Tresterschnapps Grappa ) destilliert früher wurde er jedoch als für Arbeiter und Familie des Winzers serviert. Treber viele Mineralstoffe Vitamine und Ballaststoffe enthält ist er gut als Tierfutter Er ist allerdings nicht sehr lange haltbar auch beim Trester relativ schnell die Gärung Weiterhin ist die Tierhaltung in vielen Weinbaugebieten nicht mehr sehr verbreitet. Infolgedessen wird der meist als Dünger in den Weinberg verbracht. manchen Gegenden wird er auch dem Brotteig wodurch Treberbrot entsteht.

Mittels einer Mostwaage oder eines Refraktometers wird der Zuckergehalt des Mostes gemessen. ist ein Maß für den späteren Alkoholgehalt Weines. Als Einheit wird in Deutschland das Grad Öchsle (°Öchsle) verwendet in Österreich und anderen die Klosterneuburger Mostgrade die den Zuckergehalt in g/100 ml Ein recht einfach zu handhabender aber in weniger gebräuchliche Einheit wird % Brix genannt entspricht der Prozentuellen Gewichtsanteil an Saccharose .

Der Traubenmost wird nun in Fässern Tanks (aus Edelstahl Kunststoff oder Glas) gelagert der enthaltene Zucker durch die alkoholische Gärung in Alkohol und Kohlensäure umgesetzt werden kann. Solange sich der im Gärprozess befindet wird er auch als Federweißer bezeichnet erst mit Abschluss des Gärprozesses man von Wein. Die die Gärung verursachende setzt sich in diesem Lagerzeitraum am Boden Fässer ab der Wein wird langsam klar.

Nun wird abgestochen das heißt die am Bodes des abgelagerte Hefe wird entfernt und der Wein in andere Gebinde umgelagert. Die zurückbleibende Hefe ausgepresst und der entstehende Hefewein zu Hefeschnaps werden. Der Jungwein ruht nun die nächsten bis sechs Monate. In dieser Zeit gärt Resthefe nach und baut dabei noch im enthaltene Eiweiße ab. Die Salze der Weinsäure lagern sich zu dieser Zeit an Boden Wänden des Gebindes ab. Der Jungwein ist schon trinkbar aber es folgen je nach weitere Umfüllungen Filtrierungen und abhängig von Ausbauart halbtrocken oder lieblich) und Güteklasse weitere Nachbehandlungen. spezielle Ausbauformen wie zum Beispiel Barrique oder stark tanninhaltige Rotweine kann es sein den Wein bis zu mehreren Jahren Eichenfässern zu lagern. Weine die den Qualitätsansprüchen jeweilgen Winzers genügen werden abermals filtriert eventuell pasteurisiert und in Flaschen gefüllt.

Qualitätsstufen

Zur Qualität eines Weines gehört dessen im Abgang .

Zur Kennzeichnung der Qualität eines Weines dieser in verschiedene Qualitätsstufen eingeteilt. Die wesentlichen sind der Geschmack und Bouquet sowie die Bekömmlichkeit des Weines. Den kann man grob nach der Süße eines Weines einteilen (trocken oder herb mild bzw. lieblich) unabhängig davon lassen sich Wein sortentypischer Charakter sowie lage- und jahrgangstypische unterscheiden. Letztlich bleiben diese Kriterien jedoch subjektiv.

Mit den Qualitätsstufen des deutschen Weinrechts versucht diese subjektiven Bewertungsmöglichkeiten auf objektive Kriterien Der Geschmack eines Weines läßt sich nur objektivieren ein mögliches Kriterium ist jedoch die Konzentration an Geschmack- und Aromastoffen. Diese Konzentration jedoch schwer zu bestimmen. Allerdings geht bei Reife der Traube eine hohe Konzentration an einher mit einer hohen Zuckerkonzentration. Ein hoher des unvergorenen Weines ( Most ) macht sich in einer hohen Dichte des Traubensafts (Mostgewicht) bemerkbar. Diese Dichte sich wiederum leicht bestimmen der Zuckergehalt des ist daher ein zentrales Qualitätskriterium für den Wein. Daneben ist auch der Zuckergehalt an von Bedeutung da er die Voraussetzung für alkoholische Gärung darstellt.

Das Mostgewicht wird in °Öchsle angegeben. Das ist der Betrag in pro Liter um den (bei 20°C) die des Mosts größer ist als die von D.h. Ein Most mit der Dichte (spezifisches von 1085 g/l hat 85 °Öchsle. Die Messung erfolgt der Mostwaage dabei handelt es sich um ein °Öchsle geeichtes Aräometer . Alternativ lässt sich der Zuckergehalt auch messen ( Refraktometer ).

Daneben existieren noch Kriterien die die des Weines erfassen dazu gehören die Sortenreinheit die Lagereinheit bei höheren Qualitätsstufen müssen die Rebsorte und die Anbaulage spezifiziert werden.

Ist ein Wein aus mehr als Rebsorten gemischt (Verschnitt oder Cuvée ) oder weist er keine Herkunftsbezeichnung auf kann er nur die Güteklasse Tafelwein erhalten.

Qualitätsstufen nach Deutschem Weingesetz

  • Tafelwein (min. 8 5% Alkohol)
  • Classic
  • Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.) muss bestimmte Merkmale des Anbaugebiets aufweisen. Das Etikett ist einer amtlichen Prüfungsnummer versehen

Das minimale Mostgewicht für die verschiedenen beim Qualitätswein mit Prädikat variiert je nach und Rebsorte. Als Richtwerte kann gelten:

Der Alkoholgehalt liegt in der Regel 9 und 14 Prozent Weine ab 12 gelten als schwer.

Qualitätsstufen nach dem Österreichischen Weingesetz

Tafelweine:

  • Tafel- oder Tischwein
  • Landwein

Qualitätsweine:

  • Qualitätswein
  • Kabinett

Prädikatsweine:

  • Spätlese
  • Auslese
  • Eiswein
  • Strohwein
  • Beerenauslese
  • Ausbruch
  • Trockenbeerenauslese

Qualitätsstufen in Frankreich

Es wird in Tafel- und Landweine in AOC -Weine unterschieden. Die Kennzeichnung ist in den Weinbaugebieten in Frankreich unterschiedlich. Im Bordelais spielen die Châteaux eine große Rolle Qualität in Crus (siehe auch Bordeauxwein (Klassifikation) ) festgelegt ist.
Qualitätsweine sind — anders als in — meist aus mehreren Rebsorten verschnitten. Regional es allerdings auch sortenreine Weine ( Elsaß Languedoc-Roussillon ).

Vergleich der europäischen Qualitätsstufen

  

Deutschland

Italien

Frankreich

Spanien

Portugal

Tafelwein

Vino da tavola oder Vino da tavola indicazione geografica

Vin de table

Vino corriente oder

Vino de pasto Vino de mesa

Vinho e consumo

Landwein

Vino tipico und IGT(Indicazione Geografica Tipica)

Vin de pays

Vino de la tierra

Vinho e consumo

QbA (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete)

DOC (Denominazione di Origine Controllata)

VDQS

(Vin délimité de qualité supérieure)

Denominación de Origen

VQPRD (Vinhos de Qualidade Produzidos em Região

Qualitätswein mit Prädikat

DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) oder superiore riserva

AOC oder AC (Appellation d’origine contrôlée)

DOC (Denominación de Origen Controlada)

DOC (Denominacion de Origem Controlada)

Sonstige Weine

Weine mit höherem Alkoholgehalt sind z.B.:

Weinhaltige Getränke sind

Wein in Mythologie und Religion

Bereits im alten Ägypten erfuhr der eine erhebliche Beachtung und Ausbreitung. In der Mythologie waren es Osiris ( Ägypten ) Dionysos ( Griechenland ) Bacchus ( römische Mythologie ) oder Gilgamesch ( Babylonien ) die den Wein bzw. Weingenuss repräsentierten.

In der Bibel gilt Noach als der erste Weingenießer. Der aufkommende Islam bereitete dem florierenden Weinbau in Palästina ein vollständiges Ende.
Der Wein erfährt in der Bibel reichen symbolischen Gebrauch. Das Volk Israel wird mit einem Weinberg verglichen Jesus beschreibt die Verbindung mit seinen Nachfolgern die zwischen Weinstock und Reben . Das Wirken des Heiligen Geistes wird mit gärendem neuen Wein verglichen. kann verführen und auch — als Taumelbecher den göttlichen Zorn verdeutlichen.
Im Sakrament des Abendmahls ( Eucharistie ) bildet der Wein das Element für Blut Christi.

Vermarktung und deutsches Weinrecht

Deutscher Wein darf nach deutschem Weinrecht als "Wein" vermarktet werden d.h. auf den bzw. den Etiketten darf das Wort "Wein" aufgeführt sein. So mußte die Sektkellerei Deinhard Gerichtsbeschluß das Wort "Wein" von ihren Weinflaschen entfernen. Erlaubt sind Angaben wie Jahrgang Lage und Erzeuger usw. aber paradoxerweise nicht die Bezeichnung "Wein".

Literatur

  • Hugh Johnson: Der große Johnson Hallwag ISBN 3774251517
  • Dagmar Ehrlich: Das Weinbuch Gräfe und Unzer 1998 ISBN 3774241112
  • Jancis Robinson: Das Oxford-Weinlexikon Hallwag ISBN 377420914-6
  • André Dominé (Hrsg.): Wein Könemann-Verlag ISBN 3829027656 (sehr umfassend mit bestem Preis/Leistungs-Verhältnis!)
  • Jens Priewe: Wein - Die neue große Schule Verlag Zabert Sandmann ISBN 3898830098 (Empfohlen von Stiftung Warentest)

Weblinks



Bücher zum Thema Wein

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