Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Weinraute ist eine Pflanze der Familie der Es handelt sch um einen etwa 60 hohen immergrünen Strauch der spitzenartige graugrüne Blätter und im Juni bis August mattgelbe Trugdolden Weinraute zählt zu den Gewürzpflanzen und zu den pflanzlichen Heilmitteln wird aber heute fast nur noch dekorative Zierpflanze angebaut.
Aufgrund der ätherischen Öle findet die in der Parfümindustrie Verwendung. Hält man das gegen das Licht erkennt man durchscheinende nadelstichartige – die mit ätherischem Öl gefüllten Drüsen. Weinraute in Küche oder aufgehangen soll Ameisen fernhalten.
Die Blätter der Weinraute finden Verwendung der Herstellung von Grappa und ähnlichen Schnäpsen. Blätter der Weinraute kann man als Charaktergewürz antiken römischen Küche ansehen. Die Blätter haben intensiven Geschmack weswegen man sparsam damit umgehen Die Würze wird zu verschiedenen Fleischgerichten (Wild zu Eiern Fisch und Streichkäse Salat Sße und Kräuterbutter empfohlen.
In der heutigen Pflanzenheilkunde findet Weinraute keine Verwendung mehr. Die ist phototoxisch d.h. sie lann Hautreizungen bei Berührung und Sonneneinstrahlung hervorrufen. Sie sollte außerdem von schwangeren Frauen verwendet werden da sie Fehlgeburten führen kann.
Die Weinraute war jedoch sowohl im Altertum als auch im Mittelalter eine hochgeschätzte Heilpflanze. Sie sollte bei helfen ebenso bei Ohrenschmerzen und bei Wurmbefall. stand außerdem in dem Ruf ein wirksames gegen Gift zu sein. Ihren Ruf als Heilmittel erlangte die Raute im 17. Jahrhundert Zeit der großen Pestepidemien . Sie war in dem berühmten Essig der vier Räuber enthalten mit dem sich vier französische eingerieben hatten bevor sie in Toulouse die von Pestkranken ausraubten ohne sich anzustecken. Dieser enthielt auch Salbei Thymian Lavendel Rosmarin und Knoblauch – die Wirkung beruhte daher wohl auf dem starken Rautengeruch wie man damals sondern auf der keimtötenden Wirkung der anderen
Bekannt ist die Weinraute auch wegen abortiven Wirkung. In einigen Regionen Frankreichs trägt deshalb auch den Namen "herbe à la fille" -Kraut der schönen Mädchen. Angeblich mußten Botanischen Garten von Paris vor Jahrzehnten die mit einem Gitter umgeben werden weil junge die Bestände plünderten.
Als Universalheilmittel sagte man der Weinraute gegen alle Gifte gegen Geister und Teufel vor dem Bösen Blick zu schützen. Damit die Pflanze gut entwickelte und heilkräftig sei der Samen unter Flüchen und Verwünschungen ausgestreut Jungpflänzchen dagegen hatte man zu stehlen.
In Italien wehrte das einfache Volk Rautenzweigen den bösen Blick ab. Auch tauchte sie in Weihwasser und besprengte damit Schlafzimmer denen böse Geister die Liebesbeziehungen eines Ehepaares hatten. Der Weinraute schrieb man auch zu sie helfe die Keuschheit zu bewahren oder zu schützen.
Im Schweizer Simmental wurde Weinraute gemeinsam Birnbrot oder Hutzelbrot Salz und Eichenkohlen in Tuch gepackt alles in ein Lock in Türschwelle gelegt und dieses Loch mit einem verstopft. Mit dieser Abfütterung versöhnte man alle und Hexen die als Gewürm im Schwellenholz mußten.