Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Weltsprachen werden oft Sprachen bezeichnet die vor durch die Kolonisation eine weltweite Verbreitung gefunden haben. Da Prozess der Kolonisation meist nicht friedlich verlief in diesem Begriff ein gewisser imperialer Anspruch der von Sprechern kleinerer Sprachen als negativ wird.
Es gibt einige Sprachen mit vergleichsweise Sprechern und einer geringen geographischen Verbreitung die als traditionsreiche Standard- und Ausbausprachen den so genannten Weltsprachen keineswegs unterlegen zum Beispiel:
Die isländische Sprache die ein überaus reichhaltiges und differenziertes besitzt und gemessen an der geringen Bevölkerung überragende Literatur hervorgebracht hat.
Das Hebräische das kaum jemand als "Weltsprache" bezeichnen besitzt eine sehr lange Schrifttradition und ist wieder eine moderne Standardsprache obwohl sie erst in der ersten des 20. Jahrhunderts einen Prozess des Sprachausbaus durchlaufen um in ihrer heutigen Form allen Aspekten modernen Lebens gerecht zu werden. Darüber hinaus das Hebräische einen von kaum einer anderen übertroffenen Textkorpus aus der Antike überliefert.
Der Anspruch Weltsprache zu sein wird vor allem vom Englischen und Französischen etwas weniger vom Spanischen und in gewissem Maße auch noch Portugiesischen erhoben. Auch das Arabische beansprucht aufgrund Rolle als Sprache des Islam und dem gewissen Muslimen damit verbundenen Anspruch auf Weltherrschaft Dar ul-Harb ) eine herausgehobene Stellung unter allen anderen
In der Antike erhoben vor allem Griechische das Lateinische und davor noch das Reichs- Aramäische den Anspruch Weltsprachen zu sein sofern eine solche Sicht nicht als anachronistisch verwirft.