Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die erste wohltemperierte Stimmung wurde 1691 von Andreas Werckmeister ( 1645 - 1706 ) eingeführt. Als wohltemperierte Stimmung bezeichnet man die Frequenzeinstellung eines Tasteninstrumentes bei der alle Tonarten sich ohne gravierende Abweichungen der Intervalle spielen lassen.
Für die von Werckmeister angegebenen Stimmungen in der Literatur abweichende Bezeichnungen da teilweise nicht auf ihn zurückgehende natürlich-harmonische Stimmung und die mitteltönige Stimmung mitgezählt werden. Bei allen vier Werckmeister-Stimmungen der Quintenzirkel geschlossen - ergibt also reine Oktavverhältnisse.
Am bedeutsamsten ist die Werckmeisterische Temperatur (auch Werckmeister-Stimmung I ). Hierbei wird das pythagoräische Komma in vier gleiche Teile zerlegt indem Quinten c-g g-d d-a und h-fis um viertel Komma kleiner gemacht werden. In dieser sind also alle Quinten bis auf die genannten vier rein einem Frequenzverhältnis von 3/2).
Bei der Werckmeister-Stimmung II werden die fünf Quinten c-g d-a fis-cis und b-f um ein Drittel pythagoreisches verkleinert. Die zwei Quinten gis-dis und es-b um ein drittel pythagoreisches Komma vergrößert. Die g-d a-e h-fis cis-gis und f-c sind
Bei der Werckmeister-Stimmung III werden die fünf Quinten d-a a-e cis-gis und f-c um ein Viertel pythagoreisches verkleinert. Die Quinte gis-dis wird um ein pythagoreisches Komma vergrößert.
Bei der Werckmeister-Stimmung IV teilt man das pythagoreische Komma in Teile. Man verkleinert die drei Quinten c-g und h-fis um ein Siebentel die Quinte um zwei Siebentel und g-d um vier Pythagoräische Kommata. Die Quinten d-a und gis-dis um ein Siebentel zu groß gemacht. In Praxis ist eine Vergrößerung oder Verminderung um Siebentel pythagoreisches Komma jedoch kaum hör- oder