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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Wertewandel


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Der Begriff Wertewandel beschreibt den Prozess der Veränderung der Wertvorstellungen im Laufe der Zeit.

Häufig wird unterstellt dass der Wertewandel in neuerer Zeit z.B. seit den 70er wirken würde. Dies ist falsch da sich Wertvorstellungen der Menschheit im Laufe der historischen zu allen Zeiten verändert haben. Diese Veränderungen so stark dass bestimmte historische Wertvorstellungen wie beispielsweise im alten Testament in 2.Mose 21 festgehalten sind heutzutage als menschenverachtend und völlig angesehen werden:

  1. Zulässigkeit der Sklaverei
  2. Todesstrafe für viele relativ geringe Vergehen Fluchen zaubern)
  3. Straffreiheit für Totschlag an Sklaven sofern Tod erst nach einem Tag eintritt
  4. Vergeltungsprinzip bei Körperverletzungen ("Auge um Auge")
  5. Zulässigkeit des Verkaufs von Töchtern
  6. Sippenbestrafung
  7. Gutheißen von Massenvertreibungen (Völker der Hiwiter und Hetiter)
  8. Todestrafe für abweichende Religionsansichten

Andererseits gibt es bestimmte "ewige" Wertvorstellungen "Du sollst nicht töten du sollst nicht Wertvorstellungen sind aber nur dann dauerhaft wenn sich logisch zwingend aus Gründen der Selbst- Existenzerhaltung der Gerechtigkeit oder zur Vermeidung eines Zusammenlebens ergeben. Unlogische nur religiös begründete oder Wertvorstellungen (z.B. Schamhaftigkeit religiöse Rituale) entfallen im der Zeit. Verhaltensweisen die niemanden nennenswert beeinträchtigen tendenziell immer mehr toleriert.

Bei der wissenschaaftlichen Untersuchung des Wertewandles der heutigen Zeit werden unter anderem zwei vertreten:

Nach Ronald Inglehart findet eine Zuwendung materiellen zu imateriellen Werten statt. Als zukünftiges wird eine hohe Engagementbereitschaft und höhere Freiheit

Nach Elisabeth Noelle-Neumann gibt es hingegen 1968 einen kontinuierlichen Werteverfall. Als Symptome werden von Kirche und Religion Autoritätsverluste Erosion der Sekundärtugenden abnehmender Gemeinsinn und sinkendes politisches Engagement

Eine differenzierte Position bezieht Helmut Klage.




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