Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 16. Dezember 2017 

Deutsche Wiedervereinigung


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Nach dem Fall der Mauer am 9. November in Berlin und der innerdeutschen Grenze im Jahre 1989 konnte die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 vollzogen werden. Verfassungsrechtlich handelte es sich den Beitritt der Gebiete der ehemaligen DDR zur Bundesrepublik Deutschland . Man spricht daher auch vom so " Beitrittsgebiet ".

Die Wiedervereinigung wurde durch den Zwei-plus-Vier-Vertrag der am 12. September 1990 in Moskau unterzeichnet wurde ermöglicht in dem die 4 Siegermächte des 2. Weltkrieges ihre Kontrolle aufgaben und die Bundesrepublik im Gegenzug formal die Oder-Neiße-Linie als ihre Ostgrenze anerkannte.

Inhaltsverzeichnis

Begriffliches

Der Begriff Vereinigung anstelle von Wiedervereinigung wird von manchen als zutreffender angesehen mit der Frage zusammenhängt ob man die als eigenständigen Staat oder als Teil Deutschlands Kritiker betonen hingegen oft daß es sich um einen Beitritt handelte entschiedene Gegner der Wiedervereinigung wie die FDJ sprechen sogar von einer Annexion oder Zwangsvereinigung .

Die Deutschlandpolitik von BRD und DDR

1949–1961

Bundesrepublik Deutschland

Die 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland ging bei ihrer Konzeption des Grundgesetzes davon aus dass das 1945 besiegte als Staats- und Völkerrechtssubjekt nicht untergegangen war. ging dabei von dem Staatsgebiet vom 31. Dezember 1937 aus d.h. also an der Situation Adolf Hitler etwa den Anschluss Österreichs oder der Sudetengebiete forciert hatte. Dies wird vor allem Artikel 116 des Grundgesetzes deutlich in dem die Staatsangehörigkeit wie definiert wird: "(1) Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist anderweitiger gesetzlicher Regelung wer die deutsche Staatsangehörigkeit oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat."

Mit dieser Vorgabe hatte die neugegründete nun das Problem dass es von Anfang einem großen Teil 'ihrer' Staatsbürger nicht möglich am neuen Staat teilzuhaben. Daher wurde auch Ziel der 'Wiedervereinigung' als eines der wichtigsten der Bundesrepublik angesehen wie bereits aus den beiden Sätzen der Präambel des Grundgesetzes erkennbar ist: "Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und Menschen von dem Willen beseelt seine nationale staatliche Einheit zu wahren und als gleichberechtigtes in einem vereinten Europa dem Frieden der zu dienen hat das deutsche Volk […] dem staatlichen Leben für eine Übergangszeit eine Ordnung zu geben kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland beschlossen. Es hat für jene Deutschen gehandelt denen mitzuwirken versagt Deutlich wird jedoch aus der Textpassage "seine nationale und staatliche Einheit zu wahren" dass man eine Wiedervereinigung eigentlich nicht da man ja eine Einheit besitzt die nur zu wahren gilt.

Die Grundgesetzgeber der Bundesrepublik Deutschland konnten dabei auf diverse Vorgaben durch die 4 Siegermächte stützen so etwa auf die Berliner vom 5. Juni 1945 und vor allem das Potsdamer Abkommen aus welchen deutlich hervorgeht dass ein von Deutschland als Ganzem beabsichtigt war und dass sich die Mächte solange Entscheidungsgewalt in bezug auf Gesamtdeutschland vorbehalten wollten bis ein Friedensvertrag erstellt sei. Dieser hier angesprochene Vier-Mächte-Status wurde von Siegermächten auch bis zur Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrages nicht angetastet.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in bezug die Wiedervereinigung aus Sicht der Bundesrepublik Deutschland die ebenfalls in der Präambel des Grundgesetzes Zielsetzung dass "das gesamte deutsche Volk" aufgefordert bleibe "in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit zu vollenden." Hierauf stützte sich die Regierung Adenauers und begründete auch damit stets sein um eine möglichst weitgehende Westintegration der Bundesrepublik da er die Möglichkeit Freiheit und freie Selbstbestimmung nur durch die Systeme garantiert und verwirklicht ansah. Seine Maxime stets dass die Freiheit vor der Einheit stehe. Dies ist der Hintergrund vor dem man die Ablehnung Stalin-Noten aus dem Jahre 1952 zu sehen vor dem man den Beitritt der Bundesrepublik NATO und die Einbindung in die Europäische ([EG]) zu werten hat.

Kritiklos blieb diese Politik Adenauers jedoch Die SPD in ihrer Rolle als Opposition äußerte bis gegen Ende der 50er stets massive Bedenken gegen diese Politik der in den Westen da sie dadurch die auf eine Wiedervereinigung erheblich vermindert sah. Ihre sah eher eine Herauslösung eines wiedervereinigten Deutschlandes der internationalen Bipolarität vor. Allerdings konnte sie mit dieser Idee nicht durchsetzen da das gegenüber der UdSSR in der Bundesrepublik mittlerweile tief verankert und man fürchtete dass ein auf neutralen geeintes Deutschland schutzlos dem Ostblock ausgeliefert sei.

Letztendlich setzte sich Adenauers Prinzip der genannten Magnet-Theorie durch nach der eine sich durch und ökonomische Überlegenheit auszeichnende Bundesrepublik zu einer der DDR führen müsse sodass eine baldige Angliederung werden könne.

Die Bundesrepublik bestand also beharrlich auf Alleinvertretungsanspruch für das gesamte Deutschland verweigerte dem DDR ihre Anerkennung und betrieb gleichzeitig massiv Westintegration.

DDR

Die DDR erhob mit ihrer sog. Verfassung den Anspruch für das gesamte deutsche zu sprechen: "[…] hat sich das deutsche Volk diese gegeben. Artikel 1: (1) Deutschland ist eine demokratische Republik sie baut sich auf den Ländern auf. (2) Die Republik entscheidet alle die für den Bestand und die Entwicklung deutschen Volkes in seiner Gesamtheit wesentlich sind; Auch bei der DDR klingt es als ob eine Wiedervereinigung gar nicht nötig da ja das gesamte Volk sich eben Verfassung gegeben habe. Der Unterschied zu den im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland besteht jedoch dass dort offen das Problem angesprochen wird nicht alle an der Erstellung der Verfassung konnten. Doch auch die DDR-Verfassung verschweigt das der beiden deutschen Staaten nicht sondern weist wenn auch dezenter - daraufhin wenn in 1 zu lesen ist dass es "nur eine deutsche Staatsangehörigkeit" gebe.

Deutlich wird jedoch dass sich die seit ihrer Gründung als legitimer Nachfolgestaat des besiegten Deutschen Reiches ansah also keinesweg wie Provisorium das für eine Übergangszeit Bestand haben wie dies die Bundesrepublik in ihrer Präambel Grundgesetzes für sich deutlich machte. Dieser Anspruch DDR zeigt sich auch darin dass man betonte dass die eigene Staatsform und -ordnung grundlegend für ein wiedervereintes Deutschland sein müsse.

Nach der Ablehnung der Stalin-Noten durch den Westen kam es jedoch in der DDR Laufe der 50er Jahre zu einer Umorientierung. Deutsche Reich wurde nun als seit 1945 angesehen und die Existenz zweier deutscher Staaten Nachfolgeorganisationen wurde immer mehr betont. So versuchte beispielsweise die völker- und staatsrechtliche Anerkennung durch Bundesrepublik zu erhalten was diese jedoch verweigerte.

Ihr Konzept einer Wiedervereinigung sah von an eine Staatenverbindung in Form einer mehr weniger lockeren Konföderation vor wobei der Sozialismus als tragendes Fundament gelten sollte.

1961–1969

Bundesrepublik Deutschland

Nach dem Bau der Mauer im Jahre 1961 setzte sich vermehrt in Westdeutschland die durch dass man mit Rücksicht auf die lebenden Deutschen mehr auf die DDR - eigentlich auf deren Staatsführung weil man an Menschen selbst kaum herankommen konnte - zugehen Ziel war es dabei durch eine Intensivierung Kontakte das Bewusstsein einer gemeinsamen Nationalität bei Menschen wachzuhalten.

Eine Folge dieses Wandels war dass nicht nur den Status quo akzeptierte sondern vermehrt darüber diskutierte ob man die DDR eigenen Staat anzuerkennen habe. Eine andere Folge dass man vermehrt dazu überging mit Ostblockstaaten bilaterale Verträge zu schließen in denen ein Gewaltverzicht im Vordergrund stand.

Somit zeichnet sich diese Phase der durch den Versuch aus Feindschaften Vorurteile und Ängste langsam und vorsichtig abzubauen ohne dabei irgendwelche Ansprüche zu verzichten. Allerdings wurde immer dass die Idee einer Deutschen Einheit immer in die Zukunft verlagert wurde.

DDR

Auch in der DDR war man deutlicher von der Idee einer Deutschen Einheit nachdem nicht nur alle vorherigen Angebote einer als sozialistischer Staatenbund gescheitert waren sondern auch in gewisser Adenauers Magnet-Theorie immer mehr Wirkung zeigte. Nicht umsonst man 1961 die Mauer bauen zu müssen geglaubt um die Fluchtbewegung zu bremsen.

1967 legte man per Gesetz eine eigene Staatsbürgerschaft für DDR-Bürger fest. Bereits ein Jahr 1968 formulierte man in diesem Sinne eine Verfassung in der man den Wunsch äußerte vom "Imperialismus" aufgezwungene Teilung Deutschlands durch langsame "Annäherung" bis hin zur Wiedervereinigung zu beseitigen.

Auch bei der DDR-Staatsführung setzte sich deutlich erkennbar in diesen Jahren die Überzeugung dass man eine friedliche Koexistenz anstreben müsse und dass es eben Staaten auf deutschem Boden gebe einen sozialistischen einen kapitalistischen. Das bedeutete also zwar klare aber auch die Möglichkeit eines Aufeinanderzugehens.

Das Zwei-Staaten-Konzept (1969–1982)

Bundesrepublik Deutschland

Als im Jahre 1969 eine neue Koalition gebildet aus SPD und FDP unter Bundeskanzler Willy Brandt die Regierung übernahm änderte sich die Ostpolitik immer deutlicher. Die sozial-liberale Koalition zeigte von Anfang an ihre Bereitschaft Anerkennung der DDR als zweiten deutschen Staat. wurde dies auch in dem 1972 geschlossenen Grundlagenvertrag in dem die Bundesrepublik ihren Alleinvertretungsanspruch und zum Prinzip einer Gleichberechtigung überging mit Ziel einer Normalisierung der Beziehungen. Allerdings bedeutete nicht die völkerrechtliche Anerkennung der DDR als Staat d.h. eine eigene Staatsbürgerschaft der DDR beispielsweise weiterhin bestritten. Vielmehr wurde eine Art Sonderstatus für beide 'Staaten' heraufbeschworen (Zwei-Staaten-Konzept). Nachwievor man es als Aufgabe im Hinblick auf Zukunft an die Einheit der Nation - im Grundgesetz formuliert - zu wahren.

DDR

Die DDR versuchte seit Beginn der Jahre ihr schon seit längerer Zeit vertretenes von den zwei deutschen Staaten durch eine zu ergänzen. Damit wollte man den Anspruch völkerrechtliche Anerkennung unterstreichen. Diese Sicht wurde auch der UdSSR sowie von den meisten Ostblockstaaten geteilt.

Von dieser Position her bedeutete der Grundlagenvertrag von 1972 zwar einen Teilerfolg jedoch das Hauptanliegen - die Anerkennung der DDR souveränen Staat - eigentlich unerfüllt. Allerdings scheute Erich Honecker nicht im Widerspruch zum Vertragstext zu der Grundlagenvertrag erkenne die völkerrechtliche Souveränität der an.

Die Ära Kohl-Gorbatschow-Honecker (1982–1989)

Die Amtszeit Helmut Kohls

Obwohl Helmut Kohl die Deutschlandpolitik seiner Vorgänger lediglich fortführen und auch fortführte indem er sich zu bestehenden Verträgen bekannte und eine Zusammenarbeit mit DDR auf den bisher gelegten Fundamenten anstrebte sich doch bald ein Wandel ab. Zum forcierte er deutlich die europäische Einigungspolitik allerdings ohne immer wieder zu betonen dass zu wirklichen Einigung auch die Lösung der Deutschlandfrage Zum Anderen intensivierte er den Kontakt zur durch vertragliche Vereinbarungen wobei seine Regierung gleichzeitig dass sie gemäß dem Grundgesetz der Freiheit Priorität einräumte. Dies sollte eine Verdeutlichung der beider deutschen Staaten bewirken: auf der einen Freiheit auf der anderen Seite Unfreiheit; auf einen Seite Einhaltung der Menschenrechte auf der Seite Verletzungen der Menschenrechte … Trotz dieser Position die Helmut Kohl und seine Minister DDR gegenüber einnahmen erreichte sie durch zahlreiche und persönlichen Telefonaten mit Führungsmitgliedern eine Intensivierung Beziehungen. In den angestrebten Verträgen standen zumeist menschliche Belange im Vordergrund des Interesses der westdeutschen So wurde beispielsweise der Ausbau der zwischenmenschlichen (etwa Familienzusammenführungen) erreicht. Auch konnte man 1984 die DDR-Führung dazu bewegen die so Todesautomaten an der innerdeutschen Grenze zu beseitigen. Als Gegenleistung gewährte man Kredite die die wirtschaftlich angeschlagene DDR dringend

Mit dem Amtsantritt Michail Gorbatschows als Generalsekretär der KPdSU im Jahre 1985 begann eine neue Phase des Kalten Krieges die auch große Wirkung auf den der Wiedervereinigung von Deutschland hatte. Die Politik trug wesentlich zur Entspannung weltweit aber auch bei. Ein Beispiel dafür ist der Besuch Erich Honecker im September 1987 während dessen Abkommen zum Austausch auf dem Gebiet des ein gemeinsames Umweltschutzabkommen und generell eine Vereinbarung Zusammenarbeit auf wissenschaftlich-technischem Gebiet geschlossen wurde.

Bis zum Jahre 1989 intensivierte die Kohl weiterhin ihre Bemühungen um vertragliche Vereinbarungen der DDR.

Die Amtszeit Erich Honeckers

Die Zeit zwischen 1982 bis 1989 war für die DDR in erster durch die immer prekärer werdende wirtschaftliche Situation Immer deutlicher wurde dass das Staatssystem der den gesellschaftlichen und politischen aber auch den Ansprüchen ihrer Bürger nicht gerecht werden konnte. zufällig fällt in diese Periode eine deutliche von Bürgerrechtsgruppen die mehr politische Freiheiten forderten auch von Menschenrechtsgruppen die die Einhaltung der einklagten. Allerdings nahm gleichzeitig die Zahl derjenigen die nicht an eine Reformfähigkeit ihrer Regierung ihrer Staates mehr glaubten und ihren Protest Unwillen durch das Stellen von Ausreiseanträgen oder durch Flucht in die Bundesrepublik unter Beweis stellten.

Angetrieben wurden all diese inneren Entwicklungen äußere Katalysatoren. An erster Stelle muss hierbei die Reformpolitik von Glasnost und Perestroika von Michail Gorbatschow genannt werden.

Die DDR-Regierung versuchte der sich allmählich Zuspitzung der Situation einerseits durch Entgegenkommen zu beispielsweise durch eine Erleichterung der Reisebedingungen für in die Bundesrepublik. Andererseits reagierte man auch extremer Beharrung in alten Mustern. Signifikante Beispiele sind das Festhalten an der Mauer und das unbeirrbare Planen der Feier 40. Jahrestag der DDR-Gründung während die Protestdemonstrationszüge um die Ecke zogen. Gerade Letzteres schürte mehr den Unwillen der Bevölkerung die ihren reformiert und nicht verherrlicht sehen wollten.

Die Situation eskalierte durch eine exponential Zahl an Menschen die etwa durch eine in bundesdeutschen Botschaften in Ungarn der Tschechoslowakei oder Polen eine Einreise in die Bundesrepublik erzwingen und letztendlich erzwangen. Andere flohen illegal über Grenzen Ungarns nach Österreich bevor am 11. September 1989 Ungarn offiziell seine Grenzen öffnete. In DDR selbst kam es immer mehr zu vor allem die so genannten Montagsdemonstrationen in Leipzig gewannen ungeheuren Zulauf.

Trotz allem lud die DDR-Regierung unter Honecker zur Feier zum 40. Jahrestag der der DDR ein. Gewaltsam wurden die Demonstrierenden der offiziellen Parade ferngehalten. Selbst Gorbatschow deutete dem Hinweis auf das alte Sprichwort "Wer zu spät kommt den bestraft das (genauer übersetzt: "Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt den werden sie gefährlich" noch wörtlicher: "Gefährlich ist es für den der nicht das Leben reagiert" ) an dass er Reformen in der für längst überfällig hielt aber auch gleichzeitig von der UdSSR keine Hilfe zu erwarten Die Folge war dass sich die Parteiführung SED darüber zerstritt wie denn nun vorzugehen Letztendlich wurde Honecker im Oktober durch Egon Krenz der die Funktionen Honeckers in Partei Staat übernahm ersetzt. Im November kam es Bildung eines neuen Politbüros und zur Wahl von Hans Modrow zum Vorsitzenden des Ministerrates . Allerdings brachten die jeweiligen Veränderungen und keine wirkliche Beruhigung.

Den in der turbulenten Folgezeit entscheidenden brachte die Freigabe der Reisemöglichkeiten für die am 9. November 1989 . Durch die damit verbundene Maueröffnung war eine Umkehrung des Reformweges nicht möglich.

Die Einheit

Ursachen für den Zusammenbruch der DDR

  • Missachtung von Bürgerrechten wie Meinungs- Reise- und
  • staatliche Repressionen durch Stasi-Bespitzelung und Wahlfälschungen
  • Krise der DDR-Wirtschaft Unterversorgung mit Alltagswaren (z.B. Maschinen Baumaterial)
  • Reformunfähigkeit der vergreisten SED-Führung (im Gegensatz zur

1989/1990: Die Wende und Wiedervereinigung

Aus Sicht der Bundesrepublik Deutschland

Anlässlich der Ereignisse an der innerdeutschen am 9. November 1989 bezogen auch die ehemaligen Siegermächte bald dabei betonten die USA dass die Deutschen selbst über ihre zu entscheiden hätten dass jedoch nach einer Gesamtdeutschland der ( NATO ) und der ( EG ) angehören müsse. Die UdSSR bestand zunächst auf der Bildung eines neutralen Deutschlands und warnte die beiden deutschen gemeinsam mit Frankreich vor Alleingängen.

Auch Polen meldete sich zu Wort und forderte Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als polnische Westgrenze ein.

Helmut Kohl nutzte daraufhin die Gunst dieser Stunde der Maueröffnung und präsentierte am 28. November 1989 in Form eines Zehn-Punkte-Programms einen Vorschlag eine Konföderation zwischen der DDR und der Das Ganze sollte dabei in den gesamteuropäischen integriert sein mit dem letztendlichen Ziel einer Wiedervereinigung Deutschlands. Dabei versuchte er sich an jeweiligen Vorgaben der ehemaligen Siegermächte zu orientieren. er dabei zunächst die Frage der Anerkennung polnischen Westgrenze offenließ sorgte für einige Irritationen in der Bundesrepublik selbst.

Allerdings forcierte die Kohl-Regierung nicht nur innerdeutschen Bemühungen sondern war auch darauf bedacht Rückendeckung von außen zu sichern. Am wirkungsvollsten erstaunlichsten zugleich war sicherlich dass es Helmut gemeinsam mit seinem Außenminister Hans-Dietrich Genscher im Februar 1990 gelang der UdSSR die Aussage abzuringen dass sie sich bestimmten Umständen einer Wiedervereinigung nicht in den stellen würde.

Aus Sicht der DDR

Von den Menschen in der DDR die Wiedervereinigung herbeigesehnt worden. Durch ihr Drängen Westdeutschland und durch ihre Demonstrationen erreichten sie Öffnung der Mauer die in Berlin zu Freudenfest für alle Beteiligten Ost- und Westberliner

Durch den Fall der Mauer prallten aber beide deutschen Staaten ungeschützt aufeinander. Vor allem das extreme Gefälle Lebensstandard zwischen beiden deutschen Staaten führte dabei neuen Problemen.

Die Ereignisse entwickelten eine Eigendynamik und die Staatspartei SED noch weniger wie zuvor die Wünsche Menschen nach einer Wiedervereinigung und Reformen widerspiegelte ihr innerer Zerfall. Als ein Anzeichen dafür der durch die Mitglieder der SED erzwungene von Egon Krenz im Dezember 1989 gelten. Parteiaustritte häuften sich. Anfang des Jahre 1990 sich die SED durch Umbenennung in PDS den Anschein einer (teilweisen) Abkehr von Politikidealen zu geben was aber nur von Teil der Bevölkerung der DDR akzeptiert wurde.

Bei den Wahlen zur Volkskammer am 18. März 1990 errang ein Wahlbündnis aus CDU DSU und Demokratischem Aufbruch welches sich Allianz für Deutschland nannte deutliche Mehrheit sodass die gemeinsam mit der SPD gebildete große Koalition unter Lothar de Maizière (CDU) einer Vereinigung mit der Bundesrepublik arbeiten konnte.

Verhältnis von BRD und DDR zu Siegermächten

Nach dem Muster Zwei-plus-Vier waren bereits am 14. Februar 1990 die 2 Außenminister der beiden deutschen und die 4 Außenminister der ehemaligen Siegermächte um den äußeren Rahmen der Wiedervereinigung zu Dabei ging es in erster Linie um Sicherheit der deutschen Nachbarn. In weiteren Folgekonferenzen man sich darauf den Deutschen den Modus Wiedervereinigung zu überlassen. Allerdings wurde verlangt dass formale Anerkennung der Westgrenze Polens erfolgte. Das der Einbindung eines deutschen Gesamtstaates in wie immer geartete Bündnissysteme blieb jedoch bestehen.

Die ab März 1990 einsetzenden gemeinsamen Verhandlungen der neuen DDR-Führung der Kohl-Regierung führten zunächst zur Unterzeichnung eines über eine gemeinsame Wirtschaft- Sozial- und Währungsunion 18. Mai 1990 die am 1. Juli 1990 in Kraft trat.

Nach diesem ersten Teilerfolg gelang es Kohl bei einem Besuch in der UdSSR Zustimmung zur vollen Souveränität zu erlangen. Damit hatte das neue Deutschland das Recht frei über seine Bündniszugehörigkeit entscheiden und konnte somit die Forderungen der erfüllen sodass einer Wiedervereinigung nun nichts mehr Wege stand.

Am 31. August 1990 folgte der so genannte Einigungsvertrag durch eine "Vereinbarung zur Durchführung und Auslegung" 18. September 1990 ergänzt wurde. Hierin wurden die des Beitritts der fünf damals neuen Bundesländer Bundesrepublik Deutschland laut dem damaligen Wortlaut des Artikels des Grundgesetzes geregelt.

Notwendigerweise vorausgegangen war die Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrages am 19. September 1990.

Am 3. Oktober 1990 wurden die beiden deutschen Staaten und die DDR hörte hiermit auf zu

Einigungsvertrag

  • Einheit der DDR zur Bundesrepublik das Grundgesetz sollte für das gesamte deutsche Volk werden
  • Am 3.10.1990 sollte die Wiedervereinigung geschehen Verfassungsänderungen bezüglich der Einheit sollten innerhalb von 2 Jahren geschehen
  • Neuregelung der Stimmenverteilung im Bundesrat
  • Die Volkskammer entsendet 144 Abgeordnete in den Bundestag
  • Verbleib der Stasi-Akten im ehemaligen DDR-Gebiet
  • Berlin ist die Hauptstadt der BRD
  • Mögliche Abweichungen vom Grundgesetz im Beitrittsgebiet für Übergangszeit

Nach der Wiedervereinigung

Nach der Wiedervereinigung hörte die DDR auf zu existieren – es gab nur einen deutschen Staat. Doch in den Köpfen Menschen existierte die DDR weiter zum Teil der Ost-West-Konflikt wieder neu auf.

Im Beitrittsgebiet herrschte nach der Wiedervereinigung der DM-Einführung wirtschaftlicher Notstand. Die DDR-Betriebe waren ihrer desolaten völlig veralteten Technik und einer personellen Überbesetzung von heute auf morgen nicht wettbewerbsfähig.

Das größte Problem stellte dabei der des Ostblocks insgesamt dar: Wichtigster Handelspartner für DDR-Wirtschaft war nämlich die UdSSR. Nach der der DM in den neuen Bundesländern und nach dem Zusammenbruch der UdSSR brach dieser jedoch vollkommen zusammen.

Der aus diesen Gründen verursachte völlige der DDR-Wirtschaft führten zu einem Migrationsprozess von Ausmaßen. Alleine bis 1991 kehrten 2 Millionen ehemaliger DDR-Bürger ihrer Heimat den Rücken und wanderten in den goldenen Westen aus.

Doch dort waren sie nicht nur Schon 1993 zeigte der bekannte TV-Autor Wolfgang Menge ("Ein Herz und eine Seele") in Fernsehreihe "Motzki" die bevorstehenden Probleme zwischen altem und altem Westen auf.

Arbeitslosigkeit und Lohndumping ist eines dieser Insbesondere ältere Arbeitnehmer aus den mittleren Lohngruppen durch billigere Arbeitskräfte aus Südeuropa aber auch Ostdeutschland ersetzt. Insbesondere grenznahe Großstädte wie Lübeck Braunschweig Göttingen oder Coburg waren für Berufspendler aus der ehemaligen DDR attraktiv.

Im Osten erregt der millionenfache Arbeitsplatzabbau Sozialabbau ausgelöst durch die im freien Markt nicht mehr konkurrenzfähigen Produkte die Folgen der DDR-Wirtschaft aber auch durch Treuhandanstalt Regierung und einigen Privatfirmen bei vielen Die Arbeitslosigkeit ist auf dem Gebiet der DDR im Durchschnitt etwa doppelt so hoch in Westdeutschland.

Auch zeigte sich dass die Mauer in den Köpfen nicht von einem auf den anderen verschwinden konnte. Anfängliche Einheitseuphorie war einer gewissen gewichen.

Siehe auch: Ost-West-Konflikt zur linken Kritik: Großdeutschland Ostalgie



Bücher zum Thema Deutsche Wiedervereinigung

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Wiedervereinigung.html">Deutsche Wiedervereinigung </a>