Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Das Wiener Becken ist ein tektonisches Becken im Nahtbereich zwischen Alpen und Karpaten . Die weite Ebene hat spindelförmigem Grundriss mit einer Ausdehnung 50 x 200 km und liegt zu 80% in Niederösterreich . Kleine Teile reichen nach Tschechien und in die Slowakei hinüber.
Die "prätertiäre" Basis des Beckens sank mittleren Tertiär - gegen Ende der alpinen Gebirgsbildung vor etwa 20 Millionen Jahren - in die Tiefe da die Erdkruste im Bereich Wiens eine Schwächezone hat. Diese Bewegung hält 1-2 mm pro Jahr auch heute noch
Im Becken und an seinem westlichen wo das Gelände von 800 bis 2000 m Höhe 150-200 m in der Ebene abfällt kommt regelmäßig zu kleineren Erdbeben . An der Thermenlinie finden sich unterirdische Quellen von Mineralwasser (z.B. das beliebte Vöslauer ). Zahlreiche bekannte Bade- und Kurorte liegen an den Beckenrändern z.B. Baden Bad Vöslau Oberlaa Bad Fischau oder - am Ostrand nahe Bratislava bzw. der Grenze zu Ungarn - Bad Deutsch Altenburg und Sauerbrunn.
In den Jahrmillionen seit seinem Absinken das Wiener Becken mit Meeres - und Fluss - Sedimenten aufgefüllt die Mächtigkeiten bis zu 6 erreichen. Sie stammen vom hier befindlichen Meer und aus den Ostalpen vom Wienerwald und den Karpaten . Die obersten Zehnermeter wurden in den Eiszeiten abgelagert.
Die Sedimente sind - wie auch ungarischen Pannonien und im südwest-deutschen Rheingraben - vornehmlich Schotter Sande Mergel und der "Wiener Tegel". Sie sorgen teilweise fruchtbare Ackerböden und gutes Trinkwasser im Untergrund.
Der resultierende Dichtekontrast von 0.4 bis 0.8 g/cm³ wurde früh mit gravimetrischen Methoden untersucht aber auch mit Seismik . Denn in Tiefen von etwa 500 4000 m befinden sich große Mengen an Erdöl und Erdgas die seit den 1930ern gefördert werden.