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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 24. November 2014 

Wietze (Gemeinde)


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“Die erste Erdöltiefbohrung der Welt - Stück deutsche Industriegeschichte in Wietze?“

Die zentrale Frage gleich vorweg: Wietze ist ein kleiner Ort nördlich von Hannover (etwa auf der Höhe von Celle). fand ca. Ende Juli 1858 - noch entsprechenden Bohrungen in Pennsylvania - unter Leitung Prof. Dr. Georg Hunäus - die wahrscheinlich Erdölbohrung der Welt statt. Im Gegensatz zur Bohrung in Pennsylvania die einen „Ölrausch“ auslöste sich in Wietze allerdings niemand besonders um bei der Bohrung gefundene Öl.

In Wietze gab es nämlich schon Jahrhunderten die sog. Wietzer Teerkuhlen aus denen Bewohner u.a. Öl gewonnen hatten. Immer wenn einen regenreichen Sommer gegeben hatte trat Teer der Erdoberfläche aus. Entsprechendes wird etwa in Quellen aus dem Jahr 1652 erwähnt. Damals auf verschiedenen Höfen Teerkuhlen angelegt. Das was der Erde kam wurde Smeer oder Satansspeck und vielfältig genutzt: als Wagenschmiere Dichtungsmaterial im Abdeckung von Schäden an Obstbäumen und zur von Wunden von Tieren und Menschen (schwarze Mit der Zeit wurden Verfahren entwickelt um dem Teer auch Öl zu gewinnen.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Hannoversche Regierung - auf der Suche nach - auf die „Erdölquellen“ in Wietze aufmerksam. geologische Überwachung und Auswertung der Bohrungen oblag bereits genannten Prof. Dr. Georg Hunäus. In Erde vermutet und eigentlich gesucht wurde Braunkohle. wurde allerdings - in einer Tiefe von 6 m - nur Erdöl. Das wurde der Folgezeit verschiedentlich gefördert und verwertet allerdings größere Auswirkungen.

Erst 1899 brach das Ölfieber in aus als bei einer Bohrung in einer von inzwischen 270 m freifließendes Erdöl an Erdoberfläche drückte. 1903 waren bereits 25 konkurrierende in Wietze tätig. Der Transport des Erdöls in Holzfässern auf Pferdefuhrwerken nach Celle und und von dort mit der Eisenbahn weiter den Raffinerien nach Hamburg und Bremen.

Der Ölboom veränderte Wietze innerhalb weniger Die Infrastruktur wurde erheblich verbessert (Straßenausbau „Ölbahn“ der Aller Energieversorgung) und in Wietze wurde Raffinerie gebaut. Die Anzahl der Bohrbetriebe nahm rasch zu daß die meisten Arbeitskräften keine in Wietze fanden; der Anteil der Pendler 90%.

Insgesamt waren in Wietze 52 Gesellschaften von denen 24 in der Deutschen Tiefbohr (später: Deutsche Erdöl AG = DEA) aufgegangen Wietze deckte 80% der Inlandsnachfrage. Die Suche Erdöl wurde im Zuge des ersten Weltkrieges intensiviert.

Bis zur endgültigen Stillegung aller Betriebe - aus wirtschaftlichen Gründen - gab es Wietze 2028 Bohrungen (etwa 1600 erfolgreich) und Bergwerk mit einem Streckennetz von über 80 Länge in Tiefen zwischen 222 und 325

Heute erinnern ein ca. 40 m „Ölberg“ (= Abraumhalde) ein Lagerplatz das Zentrallabor DEA und das Deutsche Erdölmuseum an ca. Jahre Industriegeschichte in dem kleinen Heideort Wietze.

Weblinks

http://www.wietze.de http://www.deutsches-erdoelmuseum.de/



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