Leibl trat 1864 in die Münchener Akademie ein. Das Hauptwerk dieser Frühzeit Bildnis der Frau Gedon (1868/69; München Neue Pinakothek) brachte ihn freundschaftlichen Kontakt mit G.Courbet. In München versammelte 1870 gleich gesinnte Maler den Leibl-Kreis um sich (W. Trübner C.Schuch T. K. Haider zeitweilig auch H. Thoma).
Seit 1873 lebte er mit dem J. Sperl in Oberbayern wo er nicht Landschaft sondern ihre Menschen und das bäuerliche malte und sich sein Stil zu einzigartiger entwickelte ( Die Kokotte 1869 Tischgesellschaft 1872/73 beide Köln Wallraf-Richartz-Museum; Die Dorfpolitiker 1877 Winterthur Stiftung O.Reinhart; Drei Frauen in der Kirche 1882 Hamburg Kunsthalle).
Im letzten Jahrzehnt näherte er sich Impressionismus doch wahrte er stets die geschlossene seiner Gestalten.