Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Karl Peter Wilhelm Maurenbrecher ( 1838 - 1892 ) gehörte zu den bedeutendsten Reformationshistorikern des 19. Jahrhunderts . Er hatte vier Söhne: Berthold Maurenbrecher Altphilologe; Max Maurenbrecher Theologe; Wilhelm Maurenbrecher Schauspieler und Otto Maurenbrecher. Von ihm stammt der Liedermacher Manfred Maurenbrecher ab.
Maurenbrecher wollte ursprünglich das Zeitalter Philipp II. von Spanien erforschen. Zunehmend kommt durch seine Studien Simancas und anderen Archiven zu der Erkenntnis die Gegenreformation in den katholischen Reformbestrebungen Vorläufer hat. erkennt daß trotz der gegensätzlichen Zielrichtung von erasmianischer ( humanistischer ) Reformation Lutherischer Reformation "katholischer Reformation" wie schließlich der deren gemeinsame Wurzel in der Reformbedürftigkeit der Kirchenverfassung lag. Er bleibt mit seinem Begriff Reformation" nicht unkritisiert wie unter anderem auch Baumgarten Ludwig von Pastor Hubert Jedin . Das aber die Reformbewegungen hier ihren haben bleibt unbestritten. Kritikpunkt ist eher der zur Beschreibung dieser Bewegung. Maurenbrecher sieht bei Ausbreitung der der lutherischen Bewegung entgegengerichteten Bewegung Rolle der spanischen Tradition und damit das Karl V. und Ferdinand I. wie des spanischen Königtums unter Philipp als vorrangig bedeutend an. Pastor hingegen anerkennt den Ursprung dieser Bewegung in Spanien sieht bei der Ausbreitung eher die italienischen Kräfte damit das Papsttum und die Römisch-Katholische Kirche als die wichtigeren Träger der Gegenreformation Zur Zeit der eigentlichen Gegenreformation insbesondere Philipp II. von Spanien schreibt Maurenbrecher einige Aufsätze.
Durch seine Ausbildung in Berlin bei Leopold von Ranke und Heinrich von Sybel in München und Bonn geprägt ist er stets bemüht seinen Gegenstand möglichst objektiv das heißt hier im der sogenannte preußschen Schule auf der Grundlage Quellenkritik und Quelleninterpretation zu bearbeiten. Seine Geschichtsschreibung vorrangig politische Geschichte die nach seiner Auffassung die Vorrangige sein sollte. Auf dieser Grundlage er zu einem durchaus anders gearteten Verständnis wie der Reformation und damit Luther zu begegnen ist wie auch des und damit Kurfürst Moritz von Sachsen . Ihm geht es im Unterschied zu Historikern sowohl aus dem protestantischen als auch Spektrum nicht das Bedienen politischer kirchlicher oder Interessensgruppen sondern um historisch begründete Tatsachen. In Geschichtsauffassung steht er Leopold von Ranke näher als Heinrich von Sybel und Heinrich von Treitschke . Sowohl was Martin Luther und die Reformation als auch Kurfürst Moritz von Sachsen betrifft liefert er Ansätze die den der Auflösung eines dogmatisch-theologischen Geschichtsbildes zugunsten einer Sichtweise auf der Grundlage der überlieferten Quellen Seiner Zeit die durch konfessionelle Auseinandersetzungen geprägt geht er damit weit voraus. Daran ändert daß er hierbei von Zeitgenossen bis auf wie zum Beispiel Georg Voigt für Moritz von Sachsen wenig berücksichtigt und später was das geradezu vergessen wird.