Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 16. April 2014 

Wilhelm Raabe


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Wilhelm Raabe (* 8. September 1831 in Eschershausen ; † 15. November 1910 in Braunschweig )

Pseudonym: Jakob Carvinus

Erzähler des deutschen Realismus gesellschaftskritische Erzählungen Novellen und Romane.

Wilhelm Raabe

Inhaltsverzeichnis

Autobiographisches

Wilhelm Raabe wurde am 8. September 1831 als Sohn eines Justizbeamten in der Idylle des Escherhausen im Weserbergland geboren. Nach Buchhandelslehre versuchte er vergeblich das Abitur nachzuholen. Er gehört zu den wichtigsten des poetischen Realismus in Deutschland. In den fünfzig Jahren zwischen dem 15. November 1854 als sein erster Roman Die Chronik der Sperlingsgasse erschien und dem abgebrochenen Roman Alershausen im Jahre 1902 schrieb Raabe nicht weniger als 86 Romane Erzählungen und Novellen . Da Raabe ausschließlich von seinen Einkünften Schriftsteller lebte war er zu dieser hohen gezwungen. Das Spektrum seines Werks rangiert von realistischen Romanen und meisterhaften Novellen bis hin alltäglicher Unterhaltungsliteratur. Außer dem erstgeschriebenen Buch Sperlingsgasse wurden Raabes Bücher von den Lesern Erst in den 90er Jahren wurde einigen mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Während dieses Aufschwungs wurde auch einige Male öffentlich geehrt obwohl er sich bereits als gestorbener Schriftsteller betrachtete. In letzten acht Lebensjahren legte Raabe seine Feder und unternahm einige Reisen.

Zu seinen Werken

Raabe beobachtete besonders stark die irreparablen zwischen Altem und Neuem zwischen Geborgenheit und Industrialisierung welche auf Kosten der Natur und Seele vordrang und er als sehr schmerzlich Mit seinem unbestechlichen Blick für das wirkliche sieht er auch die dunklen Seiten des Mit dieser Gabe nimmt er die Haltung Realisten und als solcher auch die des ein. Trotzdem existierte in seinem Geiste eine die über der schrecklichen Realität stand. Zwar er dass dies nur eine schöne Illusion doch dieser helle Stern im dunklen des des Lebens gab im die Kraft und sich in den Fluten des Schlechten über zuhalten. Die Helle und die Leuchte des Stern empfing Raabe als ein Stahl von In diesem Grundzug spiegelt sich auch Raabes In keinem seiner Bücher kann der Leser einer bestimmten Szene laut lachen. Stattdessen überwindet den Pessimismus mit einem stillen und schmerzlichen eines Weisen. Um von dem dunklen der abstand zu finden kommt in Raabes Gesamtwerk guter Teil der Geschichte der deutschen Vergangenheit Dabei gelingt es ihm durch die Einführung realen Menschen und deren Schicksale seine Werke zu machen. Auch die Schauplätze widerlegen seine Haltung gegenüber der damaligen Zeit. Er wählte nämlich abgelegen vom Streit und der Not Welt.

Viele Betrachtungen und Abschweifungen erschweren uns das Lesen von Raabes Werken. Es scheint als hätten seine Texte keinen Aufbau und würden wichtige Zusammenhänge fehlen. Doch gerade diese er mir grösster Sorgfalt und Feinheit heraus. Wertungen von Raabes Dichtungen haben sich in letzten Zeit etwas verschoben wobei der Grund die späte Aufmerksamkeit einiger seiner Werke auch ihm selbst zu finden ist. Er selbst nämlich sehr hart über einige seiner früheren die er zum Teil als Jugendquark bezeichnete. früher die so genannte „ Trilogie “ als Hauptwerk galt wird heute anderen und Romanen den Vorzug gegeben. (u. a. „Odfeld“ „Hastenbeck“ „Die Akten des Vogelsangs“) Neben Romanen schrieb Raabe auf eine Menge an die meist auf einem geschichtlichen Hintergrund basieren. dieser Arbeiten zeigt die unglücklichen Menschen mitten der Widerwärtigkeit des Lebens. Trotzdem findet jedoch helle Stern am dunklen Himmel jedes Mal einen Platz in seinen Erzählungen. Ausserdem war kein Mensch der Idylle sondern vielmehr ein Kritiker seiner Zeit.

Wilhelm Raabes eigene kleine Biographieskizze

Wilhelm Raabe

1906 schrieb Wilhelm Raabe eine kleine biographische lehnte aber die Bitte nach einer Selbstbiographie

"Ich bin am 8. September 1831 Eschershausen im Herzogtum Braunschweig geboren worden. Mein Vater war der "Aktuar" am dortigen Amtsgericht Gustav Karl Maximilian und meine Mutter Auguste Johanne Frederike Jeep Tochter des weiland Stadtkämmerers Jeep zu Holzminden . Meine Mutter ist es gewesen die das Lesen aus dem Robinson Crusoe unseres alten Landsmanns aus Deensen Joachim Heinrich Campe beigebracht hat. Was ich nachher auf und Bürgerschulen Gymnasien und auf der Universität Wissenschafte zu erworben habe heftet sich alles den lieben feinen Finger der mir ums 1836 herum den Punkt über dem i Im Jahr 1845 starb mein Vater als Justizamtmann zu und zog seine Witwe mit ihren drei nach Wolfenbüttel wo ich das Gymnasium bis 1849 besuchte. Wie mich danach unseres Herrgotts die brave Stadt Magdeburg davor bewahrte ein mittelmäßiger Jurist Schulmeister oder gar Pastor zu werden halte ich eine Fügung für welche ich nicht dankbar sein kann.

Ostern 1854 ging ich nach einem Jahr ernstlicher nach Berlin um mir auch "auf Universitäten" etwas mehr Ordnung in der Welt Dinge Angelegenheiten soweit sie ein so junger Mensch kann zu bringen. Im November desselben Jahren ich dort in der Spreegasse die "Chronik Sperlingsgasse" zu schreiben und vollendete sie im Frühling. Ende September 1856 erblickte das Buch durch den Druck Tageslicht und hilft mir heute noch neben "Hungerpastor" im Erdenhaushalt am meisten mit zum Denn für die Schriften meiner ersten Schaffensperiode bis zu letzterwähnten Buche reicht habe ich gefunden für den Rest nur `Liebhaber` aber denen wie ich meine freilich das allervornehmste was das deutsche Volk gegenwärtig aufzuweisen hat."

Einige seiner Werke

1856 "Die Chronik der Sperlingsgasse" (Berlin-Roman)
1857 "Ein Frühling"
1859 "Die Kinder von Finkenrode"
1861 "Die schwarze Galeere" "Der heilige Born" dem grossen Kriege"
1862 "Unser Hergotts Kanzlei" "Verworrenes Leben"
1863 "Die Leute aus dem Walde"
1864 "Der Hungerpastor" Roman
1865 "Drei Federn"
1867 "Abu Telfan"
1869 "Der Regenbogen" (7 Erzählungen)
1870 "Der Schüderump"
1872 "Der Däumling"
1873 "Deutscher Mondschein" (4 Erzählungen) "Christoph Pechlin"
1874 "Meister Autor"
1879 "Alte Nester" "Wunnigel"
1880 "Deutscher Adel"
1881 "Das Horn von Wanza"
1882 "Fabian und Sebastian"
1883 "Prinzessin Fisch"
1884 "Villa Schönow" "Pfisters Mühle"
1885 "Unruhige Gäste
1887 "Im alten Eisen"
1888 "Das Odfeld"
1889 "Der Lar"
1891 "Stopfkuchen" Erzählung
1894 "Kloster Lugau"
1896 "Die Akten des Vogelsangs"
1899 "Hastenbeck"
1902 "Altershausen" (1911 veröffentlicht)

Weblinks



Bücher zum Thema Wilhelm Raabe

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Wilhelm_Raabe.html">Wilhelm Raabe </a>