Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Wilhelm Schmid


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Wilhelm Schmid (* 1953 in Billenhausen/Bayerisch-Schwaben) ist neben Lutz von in Deutschland der führende Vetreter der Philosophie der Lebenskunst . Obwohl selbst Hochschullehrer steht er damit für eine Neubegründung wesentlichen Traditionslinie in der Geschichte seines Fachs die große Mehrheit seiner Fachkollegen aus dem verloren hat und zugunsten der Philosophiegeschichte unbearbeitet

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Nach dem Studium von Philosophie und an der FU Berlin Pariser ( Sorbonne ) und der Universität Tübingen das er 1991 mit einer Doktorarbeit über Michel Foucault abschloss übernahm er Lehraufträge: Universität Leipzig (1990-1991) TU Berlin (1991-1992) PH Erfurt (1993 bis 1999) Universität Jena (1999-2000). In Erfurt habilitierte er sich 1997 mit seiner "Grundlegung zu einer Philosophie Lebenskunst". Seit 1998 arbeitet er jeweils zwei Wochen im als "philosophischer Seelsorger" ( 1 ) im Spital Affoltern am Albis (bei Zürich ). Wöchentlich erscheint seine Kolumne " Lebenskunst " in der Neuen Zürcher Zeitung am

Wilhelm Schmid ( Bild ) lebt seit 1980 in Berlin als Philosoph. Institutionell eingebunden ist er als Privatdozent für Philosophie an der Universität Erfurt als Gastdozent ( DAAD -Kurzzeitdozenturen) an der Universität Riga/ Lettland (1992-2000) und an der Universität Tiflis/ Georgien (seit 1997). Sein weböffentlicher 2 ) Terminkalender zeugt von reger Nachfrage nach Inhalten und Dienstleistungen. Laut Spiegel 17/2004 kann Freiberufler Schmid bereits "von seinen Büchern leben".

Sein Konzept einer Lebenskunstphilosophie

Das Für-sich-selbst-Sorgen ist bei Wilhelm Schmid weder auf Ökonomische des Erwerbs des Lebensunterhalts verkürzt noch das so genannte "Positive Denken" à la Carnegie also das Ausblenden alles Bedrohlichen allen aus dem eigenen Blickfeld. Die reflektierte Lebenskunst besteht gerade darin in der Arbeit Selbst an der eigenen Wahrnehmung Orientierung und nicht beziehungslos oder verengt also zum Egomanen zum menschlichen Herdentier zu werden.

Das individuelle Lebensglück die Erfahrung des Sinns und Wohlbefindens hängt eben nicht von oberflächlichen flüchtigen "Glück haben" ab. Das Glücklichsein Resultat der klugen selbstbestimmten Wahl aus erkannten realen Möglichkeiten. Dies nennt das "aristotelische Element" der Lebenskunst. Die individuelle muss selbstgesetzten Ansprüchen genügen die sich im des Lebens verändern werden.

Nur ein bewusster Umgang mit den Gefühlen und Lüsten führt zu "Selbstmächtigkeit". Dies er das "epikureische Element". Ein erfülltes Leben ist nicht von "hedonistischem Lustkonsum zu das üblicherweise zu einer "Verflachung" des Erlebens Vielmehr ist eine jeweils selbst gewählte Dosierung Lust dem gesteigerten Empfinden und Genießen förderlich. Dazu gehört auch ein (begrenztes) vorübergehender Schmerz- und Unlustgefühle die ja zum dazugehören. Es ist wichtig sein eigenes Maß zu finden.

Was jemand aus seinem Leben macht eine Frage der Selbstaneignung . Der erreichte berufliche soziale Status garantiert individuelle Glück nicht. Das gute Leben im Sinne Schmids wo sich der zur epikureischen Antike schließt ist eines der zu findenden Balance zwischen Außen und Innen. kann man mit dem aus der Mode Begriff "Weisheit" nennen. Wesentlich sind die Selbstbefreiung unnötigen Abhängigkeiten sowie Freundschaften die einem dabei die Balance der Lebenskunst hinzukriegen.

Aufschlussreiche Zitate

  • "Die reflektierte Lebenskunst setzt an bei Sorge des Selbst um sich die zunächst Natur sein kann unter philosophischer Anleitung jedoch einer klugen vorausschauenden Sorge wird die das nicht nur auf sich sondern ebenso auf und die Gesellschaft bezieht." (Grundlegung 1998 S.51)

  • "Die möglichst weit gehende Verfügung des über sich und sein Leben im Sinne Selbstmächtigkeit ( Autarkie ) und die dafür erforderliche Arbeit des an sich zur Veränderung und Festigung seiner ( Askese ) repräsentieren das kynische Element der reflektierten und führen zum modernen Gedanken der Autonomie ." (Grundlegung 1998 S.51/52)

Kritische Würdigung

Er ist eine Art weißer Elefant eine Ausnahmeerscheinung in der Philosophenzunft des 21. Jahrhunderts. Sein Herausstellungsmerkmal ist dass er den existentiellen praktischen Lebensfragen eines gebildeten Publikums unübersichtlichen Zeitläuften stellt. Seine anspruchvollen Bücher sind entfernt von den einfach gestrickten Rezepten der Lebenshilfe-Literatur. Auch seine freiberufliche Praxis besteht nicht den Rat suchenden Gegenüber mit möglichst passenden aus der Philosophiegeschichte zuzuschütten da er sich als Berater denn als Gesprächspartner auf Augenhöhe (vgl. Spiegel 17/2004).

Wilhelm Schmid knüpft an jene Traditionslinie Philosophie an die von der Antike (z.B. Sokrates) bis zur Renaissance (z.B. Montaigne) tonangebend nämlich das produktive Nachdenken über das eigene und seine Notwendigkeiten. Diese ursprüngliche lebenspraktische Bedeutung Philosophie wird von den verbeamteten akademischen Philosophen der Motivationslage ihrer Studenten überwiegend gering geachtet Spiegel S. 178f). Gegen diese Lage reagiert nicht mit polemischen Angriffen und Streitschriften. Als Privatdozent sucht er seinen Weg mit vielen Seminaren und Büchern direkt beim Publikum in Provinz eben auch jenseits der Universitäten. Diese zur Lebenshilfe wird ihm gelegentlich als "ein peinlich" ausgelegt. Sein Erfolg am Markt (nahezu verkaufte Bücher aktuell laut Spiegel) wird unter Fachkollegen eher kritisch bewertet.

Bemerkenswert ist neben seinem weitgehenden Verzicht moralisierende Tonlagen seine Hinwendung zu Phänomenen des Alltags. Zu seiner "enzyklopädischen Betrachtung modernen Existenz" (Spiegel S. 179) gehören die die Glückssuche und die Abfallvermeidung gleichermaßen. Er in einem für deutsche Akademiker ungewöhnlich gut Deutsch. Sein "klarer meist nüchterner Stil der (Spiegel a.a.O.) trägt sehr zu seiner wachsenden Popularität bei.

Manches von dem was Schmid uns und befürwortet ist keineswegs neu im Sinne nie-da-gewesen. So wie sich Montaigne (1733-92) zu auch heute noch lohnt findet sich bei Schmid in seiner Nachfolge sehr viel Mutiges und Anregendes. Mitnichten handelt es sich um Zeitgeist -Gerede das heute angesagt und morgen schon ist. Schmid ist kein Dünnbrettbohrer. Es ist anspruchsvolle Kost indessen trifft es einen Nerv Zeit.

  

Bibliografie

  • Die Geburt der Philosophie im Garten Lüste. Michel Foucaults Archäologie des platonischen Eros . ( 3 )(Athenäum 1987) (Fischer 1994) (Suhrkamp 2000). 184 ISBN 3-518-39715-X
  • Auf der Suche nach einer neuen Die Frage nach dem Grund und die der Ethik bei Foucault. (Suhrkamp 1991) 452 ISBN 3-518-29087-8
  • Was geht uns Deutschland an? Ein (Suhrkamp 1993) 184 S. ISBN 3-518-11882-X
  • Philosophie der Lebenskunst. Eine Grundlegung. ( 4 )(Suhrkamp 1998) 566 S. ISBN 3-518-28985-3
  • Schönes Leben? Einführung in die Lebenskunst. 2000) 184 S. ISBN 3-518-41207-8

Sekundärliteratur

  • "Den Schmerz ausloten" in Der Spiegel Seiten 177-179

Siehe auch

Lebenskunstphilosophie Praxis (Philosophie) Michel de Montaigne Epikur Gerd Achenbach Lutz von Werder Lebenshilfe-Literatur Lebenskünstler Philosophisches Café Philosophischer Salon Selbstreflektion

Weblinks




Bücher zum Thema Wilhelm Schmid

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Wilhelm_Schmid.html">Wilhelm Schmid </a>