Wilhelm von Humboldts aus Schlesien stammender war preußischer Offizier und war wegen seiner Verdienste im Krieg zum Kammerherren ernannt worden. Er heiratete Maria Elizabeth von Colomb Witwe des Freiherren Hollwede. Aus dieser Ehe gingen zwei Buben Wilhelm und Alexander (* 1769 in Berlin).
Friedrich Wilhelm Christian Karl Ferdinand Freiherr Humboldt wurde am 22. Juni 1767 in geboren. 1779 starb sein Vater völlig unerwartet. Zusammen seinem Bruder wurde er von Privatlehrern erzogen a. Joachim Heinrich Campe . Er erhielt eine Ausbildung in Naturwissenschaften griechischen lateinischen und französischen Sprache und eine in die Staatswissenschaften und die Philosophie und die Hauptschriften von Gottfried Wilhelm Leibniz . In Berlin frequentierte er den Salon Markus und Henriette Herz; durch sie wurde mit Brendel Veit (der nachmaligen Dorothea Schlegel Ehefrau von Friedrich Schlegel ) den Schwestern von Lengefeld (Charlotte heiratete Friedrich Schiller ) und seiner späteren Frau Caroline von bekannt.
Im Januar 1790 trat Wilhelm von Humboldt in den Staatsdienst ein und wurde noch im selben Legationsrat und Referendar. Auf eigenen Wunsch wurde aber schon im Mai 1791 aus dem Dienst entlassen. Im Juni er Caroline von Dacheröden die Tochter eines Kammergerichtsrates. Die folgenden Jahre lebte er auf Familiengütern seiner Frau in Thüringen. Dort trat in nähere Beziehung zu Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller . Im Juni 1794 zog er nach Jena um. Er betätigte sich als kritischer und Mitarbeiter von Goethe und Schiller. Mit Bruder Alexander von Humboldt und Goethe hörte Vorlesungen in vergleichender Anatomie.
Ab November 1797 befand sich Humboldt mit seiner Familie Paris . Hier wollte er seine Studien fortführen auch die gesellschaftliche Entwicklung in Frankreich verfolgen. unternahm von hier aus zwei längere Reisen: November 1799 bis April 1800 nach Spanien und im Frühjahr 1801 in das Baskenland. Entdeckung und Studium Baskischen markierten für ihn den Durchbruch zu eigenen Sprachauffassung und Sprachwissenschaft in der er Lebensaufgabe fand. 1802 - 1808 vertrat Humboldt Preußen beim Heiligen Stuhl in Rom . In dieser Zeit beschäftigte er sich dem Baskischen auch mit amerikanischen Indianersprachen und Übersetzungen aus dem Griechischen . Nach dem Zusammenbruch Preußens kehrte er nach Deutschland zurück und im Februar 1809 Sektionschef für Kultus und Unterricht im des Innern in Berlin. In seiner Amtszeit ein neugegliedertes Bildungssystem das allen Schichten mehr des Bildungserwerbs sichern sollte. Die Eröffnung der im Oktober 1810 erlebte Humboldt allerdings nicht mehr in Nach Auseinandersetzungen verließ er sein Amt im und ging als preußischer Gesandter 1811 nach Wien . Er bewirkte maßgeblich den Beitritt Österreichs Koalition gegen Napoleon . An den Verhandlungen zum ersten und Pariser Friedensvertrag und auf dem Wiener Kongress (wo er sich erfolgreich für die Bürgerrechte aber ohne Erfolg für eine liberale für den Deutschen Bund einsetzte) nahm er als zweiter Bevollmächtigter teil. Den Entwurf für die Bundesverfassung hatte zusammen mit Karl August Fürst von Hardenberg und Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom und zum 1814 entwickelt. Von 1815 bis 1819 wurde er nacheinander preußischer auf dem Bundestag in Frankfurt am Main Vorsitzender einer Steuerreform-Kommission und preußischer Gesandter London . 1819 kehrte er als Minister für ständische nach Berlin zurück. Wegen seines Widerstandes gegen Karlsbader Beschlüsse und seines Versuches eine liberale Verfassung Preußen durchzusetzen wurde er Ende 1819 aller Ämter enthoben.
Bis zu seinem Tod am 8. 1835 widmete sich Wilhelm vom Humboldt seinen Studien in der Ruhe des Familienbesitzes in
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