Will Quadflieg Quelle: Internet - Kulturforum Gehrden
Schon während der Schulzeit nahm Will Schauspielunterricht und bekam 1933 sein erstes Engagement in seiner Heimatstadt. Umwege kam er 1936 nach Berlin wo er an der Volksbühne und im Schiller-Theater schnell zum Star avancierte unter anderem Heinrich George .
Die Intendanten unter denen er spielte standen mit Naziregime auf gutem Fuß. Doch obwohl Quadflieg Ansichten der Nazis nicht teilte war auch ein Mitläufer und Nutznießer (er musste die nicht mit der Front tauschen). Stattdessen war an zwei Filmen zur Hebung der Moral was er zeitlebens bereute. Er war einer wenigen der Branche die sich nach dem Krieg um Reue und Sühne bemühten.
In den 1960er und 1970er Jahren war es ruhig um Quadflieg nie einen Hehl aus seiner Theaterauffassung gemacht Diese brachte ihn aber in Gegnerschaft zur etablierenden neuen Generation der Theatermacher die mehr mehr die Traditionen des klassischen Theaters über warfen. Erst Mitte der 1970er Jahre konnte sich wieder als gefragter Schauspieler etablieren und seither auch moderne Figuren brillant. Seit 1983 war er am Thalia Theater in Hamburg engagiert wo er bis seinem Tod spielte.
Quadflieg ein großer Sprechkünstler spielte vor klassische Rollen darunter Romeo Hamlet Othello Macbeth Mephisto Tasso Don Carlos und Nathan. Nebenbei er sich einen Namen als Rezitator und auch bei Film und Fernsehen zu Gast blieb aber stets dem treu. Er war Vater von fünf Kindern Christian Quadflieg der als einziger seine Fußstapfen
Mit Will Quadflieg der im Alter 89 Jahren starb verlor das Theater einen letzten großen Charakterschauspieler.