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William Bligh


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William Bligh (* 9. September 1754 ; † 7. Dezember 1817 in London ) war britischer Seeoffizier und Gouverneur von Neusüdwales in Australien . Bekannt wurde er durch die Meuterei auf dem unter seinem Befehl stehenden Bounty und der nachfolgenden ca. 3.600 Seemeilen langen Fahrt im offenen Boot vom Polynesiens bis zur Insel Timor .

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Herkunft

Bligh wurde am 9. September 1754 in der südwestenglischen Hafenstadt Plymouth getauft und ist kurz zuvor entweder oder in Marton bei Middlesbrough geboren worden. entstammte einer alte Seefahrerfamilie. Seine Eltern waren Leiter des Zollamts von Plymouth Francis Bligh dessen Frau Jane Pearce.

Karriere als Seeoffizier

Möglicherweise ging Bligh schon im Alter 7 Jahren als Kapitänsdiener zur See. Seine ersten Erfahrungen als Seemann machte er mit Jahren als Kadett auf HMS Hunter .

Mit 21 Jahren erhielt Bligh die als Navigator der HMS Resolution an James Cooks dritter Südsee-Expedition von ( 1776 - 79 ) teilzunehmen. Blighs dabei angefertigte Seekarten und waren von derart hoher Genauigkeit dass einige noch im 20. Jahrhundert verwendet wurden. Bligh war 1779 Augenzeuge von Cooks Ermordung auf Hawaii . Anschließend führte er die Resolution nach England zurück.

Nach seiner Heimkehr heiratete Bligh Elizabeth Im gleichen Jahr 1781 wurde er zum Leutnant befördert. Als nahm er in den folgenden zwei Jahren Krieg gegen Frankreich und die nach Unabhängigkeit von England strebenden 13 amerikanischen Kolonien teil. Nach Kriegsende nahm er seinen von der Marine und befehligte vier Jahre ein Handelsschiff das im Rum- und Zuckergeschäft England und Westindien verkehrte. Dabei lernte er Fletcher Christian kennen den späteren 1. Offizier der Bounty und Anführer der Meuterer mit dem anfangs eine enge Freundschaft verband.

Die Bounty-Expedition

Auf Betreiben seines Förderers des Naturforschers Joseph Banks kehrte Bligh 1787 in den Dienst der Admiralität zurück erhielt das Kommando über die HMS Bounty . Das Schiff - ein Kriegsschiff der und kein normaler Frachter - sollte Ableger Brotfruchtbaums von Tahiti zu den Westindischen Inseln bringen. Doch auf der Rückfahrt von kam es am 28. April 1789 südlich von Tofua ( Tongainseln ) zu einer Meuterei unter Führung seines 1. Offiziers Fletcher

Nachdem die Meuterer die Bounty unter hatten wurde Bligh mit 18 Getreuen in kleinen offenen Barkasse ausgesetzt. Die Ausgebooteten setzten erst Kurs Tofua mussten dort aber vor feindlichen Eingeborenen Dabei wurde ein Mann getötet. Bligh ein der Navigation schaffte es das kleine völlig Boot durch die kaum erforschte Torresstraße zwischen und Neuguinea bis zu der ca. 5.800 km Insel Timor zu bringen. Dort steuerte Bligh die holländische Faktorei Kupang an den östlichsten Außenposten einer Kolonialmacht in Asien und der einzige Ort dem aus er und seine Männer hoffen wieder nach England zu gelangen. Unterwegs entdeckte mehrere Inseln der Fidschigruppe und der nördlichen Hebriden.

Nach seiner Heimkehr nach England am 13. März 1790 wurde Bligh als Held gefeiert. Er einen Bericht über die Reise mit der der 1791 und 1793 von Georg Forster in dem "Magazin von merkwürdigen neuen als deutsche Übersetzung erschien. Die detailierten Schilderungen Blighs bilden bis heute die Grundlage für zahlreichen literarischen und filmischen Bearbeitungen des „Bounty“-Stoffes.

Spätere Karriere

Zum Kapitän befördert erhielt Bligh im nach seiner Heimkehr erneut den den Befehl des Brotfruchbaums von Tahiti nach Westindien zu Diese zweite Fahrt in die Südsee 1791 - 1793 verlief erfolgreich und ohne Zwischenfälle. Bligh zudem die Gelegenheit die Torresstraße weiter zu

Während der Napoleonischen Kriege diente Bligh 1801 unter Admiral Horatio Nelson in der Schlacht von Kopenhagen. 1805 wurde er zum Gouverneur von Neusüdwales im heutigen Australien ernannt. In der britischen Kolonie erlebte 1808 seine zweite Meuterei die sogenannte Rum einen bewaffneten Aufstand korrupter Offiziere die Bligh 1810 auf die vor der Küste liegende HMS Portpoise verbannten. Statt nach England zu segeln Bligh die Gelegenheit die Küste Tasmaniens zu Erst nach der Niederschlagung der Rebellion durch eingetroffenen Englische Truppen kehrte Bligh 1811 nach England zurück. Hier wurde er Konteradmiral und 1814 zum Vizeadmiral ernannt.

Am 7. Dezember 1817 starb William Bligh in London .

Nachleben

Der Ruhm Blighs als einer der Seefahrer und Navigatoren seiner Zeit verblasste schon seinen Lebzeiten rasch. Er wurde überlagert von Darstellungen der Meuterei und des Charakters von die vor allem auf die Familien der - z.B. der Fletchers - zurückgingen. Diese ein Interesse daran ihre Angehörigen und damit Familienehre reinzuwaschen und versuchten Bligh als übermäßig knauserigen und zur Menschenführung ungeeigneten Offizier darzustellen durch sein willkürliches Regiment die Meuterei selbst habe.

Ihre Argumente fielen durch einen historischen auf fruchtbaren Boden: Denn im selben Jahr dem die Meuterei in England bekannt wurde sich die Französische Revolution deren Ideen auch in England viele fand. Diese interpretierten die Meuterei wie die als Aufstand von Unterdrückten gegen die Willkür Einzelnen. Dieses Bild blieb haften und wird heute durch Romane wie " Meuterei auf der Bounty " von Charles Nordhoff oder Filme weitergegeben. die Verfilmung von Nordhoffs Roman mit Marlon Brando in der Rolle Christians und mit Howard als Bligh schildert letzteren als sadistischen Kapitän.

In Wahrheit war William Bligh nicht ein umsichtiger und erfahrener sondern sogar ein seine Zeit überaus fürsorglicher Seeoffizier der - James Cook beeinflusst - seinen Ehrgeiz darein alle Besatzungsmitglieder heil und gesund nach England zu bringen. Dass fast alle Insassen der Barkasse deren überaus gefahrvolle Fahrt lebend überstanden dafür der beste Beweis. Bligh war beispielsweise um ausreichend frische Nahrung besorgt um den von Skorbut zu verhindern und hatte eine starke dagegen die damals in der britischen Marine drakonischen Bestrafungen vorzunehmen.

Literatur

  • Hermann Homann (Hg.) Meuterei auf der Bounty. Berichtet von William / Piratenjagd aud der Fregatte "Pandora". Aufzeichnungen Dr. George Hamilton 1787-1792 Stuttgart 1983
  • Caroline Alexander Die Bounty. Die wahre geschichte der meuterei der Bounty Berlin 2004



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