Willibrord († 739 ) der Apostel der Friesen war zusammen mit elf Gefährten - ihnen Suitbert - im Jahr 690 nach Friesland gelangt. Gestützt auf den Hausmeier Pippin ( 680 / 687 - 714 ) konnte Willibrord zunächst in der fränkisch Fresia citerior dem diesseitigen Friesland bis zum Lek und südlich davon
Kirchlicher Hauptstützpunkt war wohl Antwerpen mit der vom aquitanischen Missionsbischof Amandus Peter- und Paulkirche. Mit seinen 690 gegen Friesenherzog (-könig) Radbod ( 685 -714) durchgeführten Eroberungen knüpfte der (seit 687 fränkische Hausmeier Pippin an die Merowingerkönige Chilperich I. ( 561 - 584 ) und Dagobert I. ( 623 / 629 - 639 ) an die ebenfalls dieses Gebiet beherrscht wobei Dagobert vielleicht im castrum Traiectum ( Utrecht ) noch eine Martinskirche für eine damals durchgreifende Friesenmission errichten konnte.
In der 2. Hälfte des 7. bildete wohl die in Ost-West-Richtung verlaufende Maas fränkisch-friesische Grenze. Die Eroberungen Pippins von 690 führten indes noch nicht zu einer Inbesitznahme Utrechts. Dies ermöglichte erst ein zweiter des Karolingers im Jahr 695 der vielleicht durch Spannungen zwischen frankophilen des friesischen Adels (Wursing) und Radbod verursacht und in der Schlacht bei Dorestad gipfelte. nun an war Friesland vielleicht bis zur fränkisch wie nicht zuletzt das Wirken des Adalbert in Egmond und die alte Grenzfunktion Vlie beweist. Und zwischen Pippin und Radbod in der Folgezeit zumindest partielles Einvernehmen das Rückkehr christlich-friesischer Emigranten ermöglichte.
Nun war auch der Weg für frei. Im November 695 hielt sich der zum zweiten Mal (nach 692) in Rom und wurde dort von Papst Sergius I. (687- 701 ) zum Erzbischof in gentem Frisonem geweiht - gemäß dem römisch-universalmissionarischen Ansatz Bekehrung des gesamten friesischen Volks. Der (Metropolitan-) der solcherart begründeten der römischen Kirche unterstellten Kirchenprovinz war zu diesem Zeitpunkt vielleicht schon sicher im Einvernehmen mit Pippin als Utrecht bestimmt. Auf jeden Fall hat Willibrord nach 695/ 696 den Ort als Zentrum der neuen Kirchenorganisation zugewiesen bekommen.
Von hier aus entwickelten sich die Strukturen und das Christentum weiter unter dem der fränkischen Herrschaft (Ansiedlung von homines Franci) unter Einbeziehung der gesellschaftlichen Eliten während außerhalb Machtbereichs des Hausmeiers das heidnische Friesland eines Radbod weiterhin hatte.
Die Mission Willibrords wurde durch den Pippins im Jahr 714 jäh unterbrochen. Damals es Radbod unter Ausnutzung der innerfränkischen Wirren große des fränkisch beherrschten Frieslands zurückzuerobern. Erst als - gegen den Widerstand der Plektrud – Karl Martell (714- 741 ) als Hausmeier und princeps durchsetzen konnte gelang die Wiedereroberung des fränkischen Frieslands im Feldzug von 722 dem 733 und 734 weitere Friesenzüge und die Ausdehnung der Herrschaft bis hin zur Lauwers folgten. Die zur Missionierung waren also wieder gegeben Mission Christianisierung konnten nach den Jahren der Unterbrechung Willibrord und - verstärkt - durch seine wiederaufgenommen werden.
Willibrord verbrachte indes immer mehr Zeit seinem Kloster Echternach das er 697/ 698 gegründet hatte und dem er umfangreichen - in Friesland Thüringen und anderswo - zuwies und wo auch in der Nacht vom 6. zum November 739 verstarb. Im Chorraum seiner Klosterkirche der Missionar - gemäß seinem Testament von 726 - begraben und alsbald in Echternach Heiliger verehrt.
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