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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 20. Oktober 2019 

Win-Win


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Als Win-Win-Strategie bezeichnet man eine Methode der Problem- Konfliktlösung bei der alle Beteiligten einen Nutzen Gewinn ) erzielen.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Eines der grundlegendsten Konzepte der win-win-Problemlösungen Anfang in den 70 und 80er Jahren der Harvard Universität im Rahmen des dort angesiedelten "Harvard Project" entwickelt das sich mit der Entwicklung verbesserten Verhandlungsmethoden beschäftigte. Die Methode des "sachgerechten wurde als "Harvard-Konzept" bekannt und liegt vielen zur Konfliktlösung wie z.B. der Mediation zugrunde und wurde in ökologischen und Bewegungen in politischen Verhandlungen bei wirtschaftlichen und Problemstellungen und Streitfällen usw. erprobt.

  

Konfliktlösung ohne Verlierer

Konflikte werden üblicherweise in zwei Varianten "gelöst": setzt sich eine Partei mit ihren Vorstellungen oder die Beteiligten finden einen Kompromiss. Beide stellen Lösungen nach dem Gewinner-Verlierer-Modell dar. Im ersten Fall gibt es offensichtlichen Verlierer im Kompromissfall verliert jeder die seines als berechtigt empfundenen Anspruches. Deshalb sind auch wenig verlässlich und führen meistens zu Einbrüchen in der Motivation bei den Beteiligten und häufig zur des Streites bei der nächsten kritischen Gelegenheit.

Bei der Win-win - Strategie geht es dagegen nicht darum eigene Position durchzusetzen oder gezwungenermaßen Abstriche zu sondern eine dauerhafte Lösung zu finden die allen Beteiligten getragen und akzeptiert wird. In Fall muss eine Situation geschaffen werden in jeder die Wahrnehmung und auch das Gefühl durch diese Lösung etwas zu gewinnen (und zu verlieren!). Deshalb wird diese Methode auch "Konfliktlösung ohne Verlierer" im Englischen treffender als bezeichnet.

Interessen und Positionen

Win-Win lässt sich nur dann erzielen wenn Lösung auf den wirklichen und oft nicht bewussten Interessen der Beteiligten beruht anstatt auf Auseinandersetzung um persönliche Positionen. Die in einem eingebrachten Positionen spiegeln die persönlichen Forderungen und und sind meist hart umkämpft da sie mit Emotionen verknüft sind und sich die mit ihren Positionen identifizieren. Im Extremfall steht gegen Meinung und Forderung gegen Forderung. Dahinter sich die eigentlichen Interessen das was mit Positionen erreichen werden soll. Sobald es gelingt was hinter Forderungen und Äußerungen steckt statt sich Vordergründigem zu beschäftigen kann eine sachliche Diskussion geführt werden welche Lösungsvariante die Interessen aller abdeckt.

Vorgehensweise

Verhandelt werden muss also über Interessen nicht über Positionen. Das bedeutet gleichzeitig dass Konfliktbeteiligten eine Diskussion auf der Sachebene führen müssen und sich nicht in Ängsten und Befürchtungen den gegenseitigen Kränkungen und verwickeln sollten. Die Konfliktbeteiligten müssen den Konflikt das zu lösende Problem gemeinsam angehen und sich nicht gegenseitig bekämpfen.

Zur Anwendung der win-win-Strategie ist es eine Reihe von Kommunikationstechniken zu erlernen um die typischen Missverständnisse ein Zurückfallen auf das Streiten um Positionen verhindern. Ein wesentliches Element dabei ist z.B. Vermeiden von verbalen Angriffen Schuldzuweisungen und negativem der Argumente der Gegenseite. Dagegen ist er nötig zu lernen sich - selbst mitten Konflikt - in den Standpunkt der Konfliktpartner um Abstand zur eigenen Position zu gewissen Konfrontationen zu vermeiden und die Diskussion immer auf eine Auseinandersetzung um die Interessen zu Zuhören und nachfragen Ich-Botschaften geben und die Interessen darstellen gehört ebenso zu diesen Techniken die Trennung von Problemanalyse und Problemlösung und Gestaltung des Umfeldes der Konfliktgespräche und des der Gesamtsituation usw.

Wenn man sich beispielsweise über einen ärgert weil er nachlässig ist und Dinge kann man klassisch reagieren und ihn deshalb Als Win-Win-Stratege versucht man dagegen herauszufinden warum ist er nachlässig? Hat er privaten Geht es ihm gesundheitlich nicht gut? Hat Sorgen die ihn ablenken? Man kann nachfragen die eigene Betroffenheit thematisieren und gemeinsam Möglichkeiten Verbesserung der Situation finden. Wenn man es dieser Seite versucht findet kein Angriff statt Kollege hat die Möglichkeit sich zu erklären man kann womöglich eine Lösung finden die Betroffenen hilft.

Grenzen der win-win-Strategie

Noch so ausgefeilte Methoden Emotionen zu aus einer Auseinandersetzung herauszuhalten und über Interessen zu diskutieren haben ihre Grenzen. Konflikte können auch wenn man um diese Gefahren weiß entsprechend vorsichtig agiert. Keine soziale Situation lässt derart kontrollieren dass nicht Unvorhergesehenes passieren kann Einflüsse hineinwirken die alles Bemühen zum Scheitern Die Autoren des Harvard-Konzeptes entwickelten in einem zur Darstellung der Methode weitere Techniken für Grenzfälle und scheiternde Verhandlungen. Auch ist es möglich einen Dritten einen Mediator zur Konfliktentschärfung

Schließlich aber sind Abbruch der Kommunikation in das Gewinner-Verlierer-Modell sowie mehr oder minder "Lösungen" nicht immer zu verhindern. Um in sozialen Zusammenhang z.B. einem Betrieb einer Familie Projekt einer Partei usw. zu einer dauerhaft Konfliktlösungskultur zu kommen bedarf der Übung der und der Bereitschaft sich immer wieder auf Ziel auszurichten und schlimmstenfalls immer wieder von zu beginnen.

Literatur

  • Fisher Roger / Ury William: Getting to Negotiating Agreement Without Giving In. 1981. 2nd with Bruce Patton. Boston Massachusetts: Houghton Mifflin Co. 1991
  • Ury William: Getting Past No: Negotiating Way From Confrontation To Cooperation. New York: Books 1991
  • deutsch: Fisher Roger / Uy William / Bruce: Das Harvard-Konzept. Sachgerecht verhandeln - erfolgreich Franfurt/New York Campus. 19. Auflage 2000 ISBN 3-593-34804-7

Siehe auch: Konfliktmanagement 9-Stufen eines Konflikts nach Glasl Dramadreieck Gewaltfreie Kommunikation



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